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Deutsche Bahn verurteilt brutalen Überfall in Warnemünde

04.06.11 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Das Unternehmen verurteilt die Geschehnisse am Nachmittag des 02. Juni 2011 auf dem S-Bahnhof Warnemünde. Mehrere junge Männer schlugen einen 45-jährigen so lange, bis er bewusstlos auf den Bahnsteig fiel. Im Krankenhaus erlag der Mann aus Bad Doberan an seinen Verletzungen.

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Die Täter flüchteten nach ihrem vergehen. Die Polizei konnte mittlerweile an Hand von Videoaufzeichnungen den 24-jährigen Haupttäter und zwei seiner Mittäter identifizieren und festnehmen. Gegen zwei weitere wird noch gefahndet. Die Mittäter wurden mittlerweile wieder freigelassen, auf sie warten allerdings Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung.

Gerd Brecht zuständiger Vorstand für Sicherheit im DB-Konzern erklärt, dass sein Unternehmen über die furchtbare Tat erschüttert ist. Er hofft auf eine auf eine schnelle Aufklärung des Verbrechens. Seine Anteilnahme gilt den Hinterbliebenen des Opfers.

In den letzten Jahren wurden immer wieder schwere Körperverletzungen teilweise mit Todesfolge auf Bahnhöfen des ÖPNV medienwirksam. So beispielsweise die Prügelattacke vom 12. September 2009 auf den Manager Dominik Brunner am Münchener S-Bahnhof Solln, die bundesweit Bestürzung auslöste.

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3 Responses

  1. Man merkt, dass in Europa immer mehr Leute Probleme haben, mit anderen Menschen umzugehen. Brutalität und Gewalt bleibt wahrscheinlich nur eine einzige Lösung in ihrer Sicht.

    Die Gesellschaft hat ihre Entwicklung zum Untermensch noch nicht vollendet. Wir werden irgendwann mal wieder wie die Affen leben.
    Schade…

  2. Aber es ist doch leider so, das man als Bürger reden kann wie man will.
    Die DB und alle andere Verkehrsunternehmen dürfen noch so bestürzt reagieren:
    Es wird sich nichts ändern.
    Was hilft?
    Die Bahnhöfe wieder zu besetzten, wäre eine Möglichkeit.
    Denn wo physische Kontrolle einhergeht mit Videoüberwachung, schreckt das potenzielle Täter ab.
    Aber die alte Zeit wird eben aus Kostengründen nicht zurück kommen.
    Wenn kümmert mit Blick auf Bilanzen und Finanzen schon das Schicksal einzelner?
    Die Schuld wird immer allein beim Täter, nie jedoch in der Gesellschaft und Ihren Strukturen gesucht!

  3. Nach meiner Beobachtung kumulieren sich die Zwischenfälle am „Herrentag“ regelmäßig, und arten dann manchmal auch zu Gewaltexzessen wie diesen aus. Aufgrund der teils verbreitet aggressiven Stimmung versuche ich an diesem Datum mittlerweile schon Aktivitäten außer Haus zu vermeiden – zumindest in Deutschland. Schlimm solche Meldungen lesen zu müssen wenn man nach einer zweiwöchigen Reise wieder ins Land zurückkehrt…

    @Sven: Meinem geographischen Verständnis nach gehört diese Meldung doch eher in die Kategorie Norddeutschland?

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