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BEG stellt Verbesserungen im E-Netz Franken vor

29.06.11 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Die neuen Triebzüge vom Typ Talent 2 ermöglichen ein FlügelzugkonzeptAm 11. Dezember 2011 wird DB Regio Bayern, nach gewonnener Ausschreibung, den Betrieb auf dem E-Netz Franken aufnehmen. Mit der Betriebsaufnahme des Vergabenetzes werden sich für die Kunden etliche Verbesserungen ergeben. So wird von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) ein stündlich durchgehendes Angebot zwischen Nürnberg und Sonneberg bestellt, sowie ein durchgehendes Nahverkehrsangebot im Zweistundentakt zwischen Jena und Nürnberg.

Für den Betriebsstart ist der Einsatz von neuen Elektrotriebzügen vom Typ Talent 2 des Herstellers Bombardier Transportation vorgesehen. Das neue Regional-Expressangebot zwischen den Städten Nürnberg, Würzburg, Sonneberg und Jena soll unter dem Namen Franken-Thüringen-Express verkehren. Mit den neuen Fahrzeugen soll ein Flügelzugkonzept stündlich abwechselnd in Bamberg und Lichtenfels realisiert werden. Zur einen Stunde werden die Zugteile aus Nürnberg in Bamberg nach Würzburg und Sonneberg getrennt, zur anderen Stunde in Lichtenfels nach Jena und Sonneberg. Neben dem Regional-Expressangebot wird die Regionalbahn-Linie zwischen Bamberg und Saalfeld sowie eine zusätzliche Verstärkerlinie zwischen Coburg und Sonneberg in das Vergabenetz integriert.

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Allerdings ist derzeit noch nicht absehbar, ob die neuen Fahrzeuge pünktlich zur Verfügung stehen, da es bei dem vorgesehenen Fahrzeugtyp derzeit zu bundesweiten Lieferungsverzögerungen kommt, wegen fehlender Zulassung durch das Eisenbahnbundesamt (EBA). In einigen Vergabenetzen steht die Auslieferung schon seit anderthalb Jahren aus. DB Regio hat bereits angekündigt, dass man für den Fall der nicht pünktlichen Zulassung ein Ersatzkonzept mit anderen Fahrzeugtypen prüfe. Dies könnte so aussehen, dass Fahrgäste dann an den Bahnhöfen wo die Züge getrennt werden sollen, umsteigen müssen.

Gegenüber heute ergeben sich etliche Verbesserungen, so erhält Sonneberg demnächst eine stündliche Direktverbindung nach Nürnberg, statt der heute zweistündlichen. Zwischen Coburg und Sonneberg ergibt sich durch zusätzliche Verdichterzüge in der Hauptverkehrszeit ein Halbstundentakt. Zwischen Coburg und Nürnberg reduziert sich die Fahrzeit gegenüber heute um 30 Minuten. Ab dem Taktknoten Lichtenfels bestehen aus Richtung Sonneberg und Coburg stündlich kurze Anschlüsse nach Hof und Bayreuth, sowie zweistündlich nach Jena.

Die Expresszüge bedienen zwischen Lichtenfels und Bamberg, soweit es die Trassenkapazität hergibt alle Halte. Tagsüber bestehen leider Abweichungen, da die hohe Infrastrukturauslastung eine zu schnelle Fahrzeit erfordert, damit alle Halte bedient werden können. Um die Situation zu verbessern bedarf es in dem Abschnitt einem Ausbau der Signaltechnik. Auf der Achse Würzburg – Schweinfurt – Bamberg wird die BEG zudem in beiden Richtungen jeweils eine neue Früh- und Spätexpressverbindung bestellen.

Zwischen Bamberg und Nürnberg halten die Züge nur an den wichtigsten Stationen, da die übrigen bereits durch die S-Bahnverbindung ausreichend abgedeckt sind. In der morgendlichen Hauptverkehrszeit zwischen fünf und sieben Uhr wird ein Halbstundentakt zwischen Lichtenfels und Nürnberg bestellt.

Zusätzliche Spätverbindungen runden das Angebot ab. So wird Coburg mit einem neuen Spätzug von Nürnberg aus noch um 0:30 Uhr erreicht. An diesen besteht in Bamberg auch ein optimaler Anschluss aus Richtung Nürnberg. Um 23:46 Uhr wird ein neuer Spätzug von Nürnberg nach Lichtenfels bestellt. Von Coburg fährt der letzte Zug erst um 23:20 Uhr.

Bild: Sven Stei?nke

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