Eisenbahnjournal Zughalt.de

Nachrichten über Eisenbahn und öffentlichen Verkehr

Reisendeninformationssystem im Bayern wird ausgebaut

11.05.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Verspätungen und Störungen sind ärgerlich für die Bahnkunden. Viel gelassener nehmen die Menschen solche Situationen auf, wenn sie rechtzeitig und umfassend informiert werden und eine Alternative aufgezeigt bekommen. Mit 6.000 Zügen befördert die DB Regio Bayern im Auftrag der BEG (Bayrische Eisenbahngesellschaft) täglich 1,1 Millionen Reisende, die von solchen Informationen profitieren.

Die DB Regio Bayern hat nun mit der „Kunden-Information im Störfall (KIS)“ die Voraussetzungen dafür geschaffen. Das neue Team besteht aus vier umfangreich geschulten Mitarbeitern, die täglich von 6 bis 22 Uhr aus der Leitstelle heraus, also direkt „von der Quelle“ die Kunden informieren. Finanziert wird das zur Hälfte von der BEG aus den sogenannten Pönalemitteln. also Strafzahlungen, die Verkehrsunternehmen wegen Qualitätsmängeln wie z. B. Unpünktlichkeit an die BEG leisten müssen. Unter anderem konnte die DB Regio damit eine neue Informations-EDV aufbauen.

Die Störungen werden unmittelbar in die EDV eingepflegt und sind im Internet unter www.bahn.de und bei Großstörungen unter www.bahn.de/aktuell abzurufen. Ab Juni 2011 wird es auch eine Störfallnewsletter für alle Regionalverkehrslinien geben. Für die S-Bahnen besteht sie bereits. Mit moderner Sprechfunktechnik kann das KIS-Team Ansagen direkt in fahrende Regionalzüge und S-Bahnen, die ohne Zugbegleiter unterwegs sind, hineinsprechen.

„Wir wissen, wie wichtig die Informationen für unsere Reisenden sind. Jetzt können wir unseren Kunden über die Textmeldungen sofort und wirklich alles mitteilen, wenn sich etwas für die Reise verändert hat“, sagte Dr. Bernd Rosenbusch, Marketingleiter, DB Regio Bayern bei der Vorstellung in München.

Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre ausgelegt. „Der Freistaat Bayern und die BEG engagieren sich seit Jahren für eine Verbesserung der Fahrgastinformation in Bayern. So verhängen wir unter anderem auch Strafgelder, wenn es bei der Kundeninformation hakt. Die einbehaltenen Gelder sollen wieder unmittelbar den Fahrgästen zugutekommen. Der Ausbau der Reisendeninformation ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir durch Pönalemittel die Qualität im Nahverkehr für die Fahrgäste verbessern.“ ergänzte Wolfgan Oeser, Leiter Qualitätsmanagement und Pressesprecher der BEG.

Mit der neuen EDV kann man die Fahrplanauskunft unter www.bahn.de mit Textbausteinen oder Freitext kommentieren. Sie stehen dann 15 Minuten nach der Eingabe zur Verfügung. Dadurch findet der Fahrgast bei Umsteigeverbindungen im Verspätungsfall alternative Verbindungen vor. Auch der Verweis auf Sonderzüge oder die beliebten Radlzüge als Alternative zum Regelzug können somit den Fahrgästen empfohlen werden.
[ad#Bigsize-Artikel]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.