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RE-Linien in Thüringen fahren ab Juni wieder mit Neigetechnik

19.05.11 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Die Fahrgäste in Thüringen können sich auf einigen RegionalExpress-Linien ab dem 12. Juni 2011 wieder auf schnellere Fahrzeiten freuen. Mit dem Fahrplanwechsel werden die vor anderthalb Jahren eingeführten Ersatzfahrpläne, aufgrund der Neigetechnikabschaltung an den Zügen der Baureihe VT 612, zurückgenommen. Bereits zuvor wird schrittweise an den Fahrzeugen die Neigetechnik wiedereingeschaltet, die ein schnelleres befahren von Kurven ermöglicht.

Die Neigetechnik an den Fahrzeugen der Baureihe VT 612 sorgt dafür, dass sich der Wagenkasten in den Kurven wie ein Motoradfahrer zur Kurveninnenseite neigt. Durch dieses Prinzip nehmen die Fahrgäste die Zentrifugalkräfte, die zur Kurvenaußenseite wirken, wesentlich geringer war. So können Kurven bis zu 30 Prozent schneller durchfahren und die Fahrzeiten verkürzt werden.

Nach dem die Neigetechnik zuletzt im Oktober 2009 zum wiederholten Male abgeschaltet werden musste, will der Betreiber DB Regio nun erneut einen Versuch starten das System in Betrieb zu nehmen. Die letzte Abschaltung musste veranlasst werden, weil eine fehlerhafte Charge von Spindelantrieben dafür sorgte, dass sich bei zwei Fahrzeugen die Wagenkästen nach der Kurvenfahrt nicht wieder aufrichteten.

Da daraufhin die Antriebe der Neigetechnik an allen Fahrzeugen bundesweit getauscht werden mussten, zieht sich die Wiederinbetriebnahme in Thüringen bis zum Juni hin.

In Thüringen erhalten die Fahrgäste durch die schnelleren Fahrzeiten wieder bessere Anschlüsse in den Knoten. So haben die Züge der Linien RE 7 Erfurt – Suhl – Würzburg und RE 14 Erfurt – Suhl – Meinigen ab Juni in Erfurt wieder Anschluss an den Fernverkehr aus und in Richtung Leipzig. Die Züge der Linie RE 31 Saalfeld – Lichtenfels haben in Saalfeld wieder einen kurzen Anschluss nach Gera und Erfurt. Auf den Linien RE 1 Göttingen – Erfurt – Gera – Zwickau und RE 3 Erfurt – Gera – Altenburg werden sich die Fahrzeiten nicht verkürzen. Verspätungen können allerdings besser abgebaut und der Zugbetrieb zuverlässiger gestaltet werden.

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