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Müngstener Brücke: DB Regio NRW erhebt schwere Vorwürfe gegen DB Netz

26.05.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Laut der Berichterstattung der Rheinischen Post (RP) vom heutigen Donnerstag, den 26. Mai 2011, erhebt die Geschäftsführung der DB Regio NRW in einem internen Schreiben schwere Vorwürfe gegen die DB Netz. In dem Schreiben an die Lokführer der Einsatzstelle Wuppertal, die auch die RB 47, den Müngstener, bedienen, heißt es, dass eine Inbetriebnahme der Brücke frühestens im Juli, aber eventuell auch erst zum Ende der Sommerferien im September zu erwarten sei.

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Weiter geht es in dem Schreiben dann mit den Vorwürfen an die Konzernschwester DB Netz. Diese habe beschlossen, auf Grund der komplizierten Statik des Bauwerks die Freigabe der Brücke nur für die VT 628/928 zu beantragen. Dafür sei von DB Regio NRW das Leergewicht mit 70 Tonnen und ein maximal mögliches Gesamtgewicht von bis zu 109 Tonnen angebeben worden. Genauer habe man das Gesamtgewicht nicht angeben können, da es hierzu keine Unterlagen geben soll. DB Netz hat sich dann aber offenbar entschlossen, mit dem Leergewicht zu rechnen – und somit einen falschen Antrag zu stellen.

Der neue Antrag sei nun mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 98,6 Tonnen und einer Radlast von 13,7 Tonnen vorgesehen. Das Gesamtgewicht der Triebwagen habe man in gemeinsamer Zusammenarbeit nach unten korrigieren können, heißt es.

Auf Grund der Begründung der DB Netz, mit der man die Freigabe nur für die VT 628/928 beantragte, ist es durchaus fraglich, ob bis zum Betreiberwechsel Ende 2013 auch schwerere Fahrzeuge eingesetzt werden können und dürfen.

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4 Responses


  1. Rüdiger Drescher
    27.05.11 um 14:19

    Das kann doch wohl nicht wahr sein. Wie geht es weiter mit dem RB47. Häufige Zugausfälle, Münstener Brücke, Baustellen und nicht angekündigete Fährplanänderungen sind nur einige Punkte der unendlichen Geschichte des „Münsteners“ Wie geht es ab 2013 weiter wenn ein anderer Anbieter die Strecke bedient.

    Da es zur Zeit noch nicht abzusehen ist welchen Fahrzeugen und welche Gewichte dann über die Münstener Brücke fahren werden ist die Zukunft der Strecke vollkommen ungewiss, oder wird die Münstener Brücke dann wieder saniert?

    Hie stellt sich wieder mal die Frage? Was tut die Bahn für Wuppertal und das bergische Land außer Strecken stillegen und den städtischen Haushalt abzocken?

    „NICHTS“

    Aber vielleicht gibt es ja bei einem ausreichtenden Protest doch noch Hoffnung außer der Fernstrecke wenigstens die RB47 zu erhalten.


  2. Jürgen Eikelberg
    27.05.11 um 15:22

    Die von Abellio auf der RB 47 vorgesehenen Dieseltriebwagen Coradia LINT 47 haben ein zulässiges Gesamtgewicht von 92 Tonnen und haben eine Achslast von 16 Tonnen. Dies ist der DB Netz AG durchaus bekannt.


  3. Nightwish
    27.05.11 um 17:00

    Hallo zusammen,

    Gewichtsangaben hin oder her, so geht das echt nicht.
    Der Fahrzeitmehraufwand ist so enorm, das kann man doch keinem mehr Plausibel erklären.

    Die Leute brauchen jetzt mal eine klare ansage wann und wie die Brücke wieder befahren werden kann, dieses Ungewisse und die Information von immer wieder neuen Hiobsbotschaften vergrault auch noch den letzten Bahnkunden aus dem Bergischen.


  4. Beobachter
    27.05.11 um 19:38

    Es ist schon erstaunlich, dass Heinrich Brüggemann, Chef der DB Regio Rhein-Ruhr, entgegen dem Konzernfrieden harsche Worte an die Schwestergesellschaft richtet.

    Es mutet geradezu nach Schilda an, wenn die DB Netz wegen der Unbekannten des Höchstgewichts einfach von Leergewicht ausgegangen ist. Dabei hat man seitens der DB Regio ein maximal mögliches Gesamtgewicht von 109 Tonnen veranschlagt. Pisa lässt grüßen.

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