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GDL lässt Verhandlungen bei der ODEG scheitern

12.05.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Streikende GDL-Mitarbeiter bei der ODEGTrotz aller Euphorie bei den festgefahrenen Tarifverhandlungen zwischen den privaten Eisenbahnunternehmen und der GDL über den Beginn solcher Gespräche blieb Skepsis über den Erfolg erhalten. Nun haben sich die Befüchtungen schon nach kurzer Zeit bewahrheitet. Die Gewerkschaft Deutsche Lokführer (GDL) hat die Tarifverhandlungen bei der ODEG (Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft) für gescheitert erklärt.

Die ODEG hatte am 12. Mai der GDL das Angebot unterbreitet, die Vergütungen ab 2012 in einem Haustarif anzuheben und weitere Regelungen im Sinne der Beschäftigten im Bereich Qualifizierung, Umgang mit traumatischen Erlebnissen, einzuführen. Das hat die GDL rigeros abgelehnt und die Verhandlungen für gescheitert erklärt.

Zu der ersten Verhandlungsrunde war die Gewerkschaft einer Einladung der ODEG gefolgt, ohne Vorbedingungen in Verhandlungen einzutreten. Doch entgegen der vorab vereinbarten Spielregeln hat die GDL von der ODEG verlangt, den Bundes-Rahmen-Lokführer-Tarifvertrag vollständig zu akzeptieren.

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„Das Vorgehen der GDL ist unverantwortlich und unsauber. Wir haben Verhandlungen ohne Vorbedingungen verabredet. Doch die GDL spielt falsch und versucht ein Tarifdiktat, um politische Ziele durchzusetzen. Sie nimmt damit neben den Fahrgästen jetzt auch noch die ODEG-Mitarbeiter in Geiselhaft“, so die ODEG-Geschäftsführerin Ute Flügge.

Es wird wieder einmal deutlich, dass die GDL nicht von ihrem politischen Ziel abrückt, den Alleinvertretungsanspruch für alle Lokführer durchzusetzen und dass dies von allen Unternehmen akzeptiert wird. Es scheint ihr wichtiger zu sein, als Verbesserungen für die Mitarbeiter bei der ODEG und wahrscheinlich auch den anderen „Privaten“ zu erreichen.

Der Appell der ODEG, an den Verhandlungstisch – möglichst mit der Konkurrenzgewerkschaft EVG – zurückzukehren, wird wohl einer Wunschvorstellung bleiben. Die Fronten sind auch zwischen den Gewerkschaften zu sehr verhärtet.

Es werden also spannende Wochen, denn bei den anderen Unternehmen dürfte die Bereitschaft, sich einem Tarifdiktat der GDL zu beugen, auch nicht ausgeprägter sein. Vielleicht war aber die ODEG nur ein Ausrutscher der GDL, weil sie als der Buhmann der Buhmänner galt oder gilt und es gibt dennoch konstruktive Verhandlungen mit den anderen Eisenbahnunternehmen. Wir wollen es für die Fahrgäste hoffen.

Bild: Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer

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5 Responses

  1. Ein hoffen auf vernünftige Verhandlungen habe ich bei der GDL nicht mehr. Es wird immer offensichtlicher das es der GDL nicht um Verhandlungen geht, es soll der politische Wille der GDL durchgesetzt werden, und es ist nur zu hoffen das es die Lokführer auch endlich sehen, das es eben nicht um Ihre belange geht. Daher bitte ich alle Lokführer den Streikforderungen so nicht weiter nachzukommen und Druck auf die Gerwerkschaft ausüben das es zu Verhandlungen kommt, eben im Sinne aller, ein weiterer Streik bringt nichts und macht uns Pendler zu Individualisten im Strassenverkehr.

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    Und wer Wind sät, wird Sturm ernten…
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    scheinbar hat die GDL nen John Deere 750A…oder ???
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