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DB Schenker Rail ist die größte Güterbahn Europas

29.05.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Mit täglich rund 5.100 Zügen, einer jährlichen Verkehrsleistung von 105,8 Milliarden Tonnenkilometern und rund 32.600 Mitarbeitern führt DB Schenker Rail den Markt an.

Dabei erzielt sie einen Umsatz von 4,58 Milliarden Euro und ist in 17 europäischen Ländern aktiv. Als einzige Güterbahn verfügt DB Schenker Rail über eine europäische Aufstellung und ein europäisches Produktionsnetzwerk. DB Schenker Rail fährt täglich 5.100 Güterzüge.

Die Mehrheit aller Güterzüge der DB Schenker Rail rollt auf internationalen Routen und überquert mindestens eine Grenze. Sein europäisches Netzwerk das Unternehmen in den letzten Jahren konsequent weiterentwickelt. Bereits im Jahre 1999 wurde die Güterbahnsparte der niederländischen, im Jahre 2001 die der dänischen Staatsbahn übernommen. Eine mehrheitliche Beteiligung an der italienischen Privatbahn Nordcargo schloss sich an. Nach dem Kauf von English Welsh & Scottish Railways, der heutigen DB Schenker UK Ltd., ist sie auf der Insel mit 50 Prozent Marktanteil der größte Anbieter im Schienengüterverkehrsmarkt. An der spanischen Transfesa sowie an der Schweizer BLS Cargo hält sie Anteile.Im Januar 2009 erfolgte die Übernahme mehrerer polnischer Güterbahnen, die heute DB Rail Polska bilden.

„Wir verstehen uns nicht als eine deutsche Güterbahn mit Tochtergesellschaften im Ausland, sondern als europäische Güterbahn mit einer besonders starken Stellung in Deutschland“, so Dr. Alexander Hedderich, Vorsitzender von DB Schenker Rail. „Unsere Kunden verlangen zunehmend nach europäischen Lösungen aus einer Hand. Deshalb führen wir zur Steuerung unseres Netzwerkes als erste Güterbahn auch eine europäische Organisationsstruktur ein“.

Gegliedert ist DB Schenker Rail in drei regional strukturierten Geschäftseinheiten. In der Region West sind die Gesellschaften in Großbritannien, Frankreich und Spanien zusammengefasst. Deutschland/Central umfasst Deutschland, Skandinavien, die Niederlande, Belgien, die Schweiz und Italien. East steht für Osteuropa mit Gesellschaften in Polen, Ungarn, Bulgarien und Rumänien.

DB Schenker Rail hat für die verschiedenen Branchen das entsprechende Know-how und halten spezielles Equipment vor. Ein wichtiger Baustein ist der Marktbereich Intermodal, der die gesamte Leistungstiefe der Kombinierten Verkehrs für Operateure, Speditionen und Reedereien bereit hält. Kernkompetenz ist der Transport von Ladeeinheiten auf der Schiene. Zusätzlich werden Umschlag- und Terminalleistungen geboten, der Vor- und Nachlauf für intermodale Schienentransporte, die Bereitstellung von Equipment, Services rund um die Ladeeinheit und Depotleistungen. Intermodal verbindet mit über 1.500 Zügen pro Woche die wichtigsten Wirtschaftsstandorte und Häfen in rund 30 Ländern Europas miteinander. Mit 2,8 Millionen transportierten Ladeeinheiten pro Jahr ist der Marktbereich Intermodal führender Anbieter im europäischen KV.

Mit über drei Millionen transportierten Fertigfahrzeugen, über 30.000 Zügen pro Jahr und mehr als 9.000 Spezialwagen ist DB Schenker Rail Automotive einer der größten Anbieter im Bereich Fahrzeugtransport und Logistik in Europa. Schienenlösungen und ergänzende Straßen- und Logistikangebote für die Segmente Fertigfahrzeuge und Materialtransporte zwischen den Werken in Europa gehören zum Portfolio des Bereiches.

DB Schenker Rail besitzt mir rund 109.000 Güterwagen und 3.437 Lokomotiven den größten Fuhrpark europäischer Güterbahnen. Ein hoher Anteil der Lokomotiven ist mehrsystemfähig und kann auf den unterschiedlichen Strom- und Zugsicherungsystemen in Europa grenzüberschreitend eingesetzt werden. Dank der grenzüberschreitenden Aufstellung bietet DB Schenker Rail effiziente Transportleistungen in den Segmenten Ganzzüge, Einzelwagensystem und Kombinierter Verkehr. Der Schwerpunkt liegt auf den Branchen Montan, Chemie, Mineralöl, Automotive, Düngemittel, Agrar, Forstwirtschaft, Konsumgüter, Baustoffe und Entsorgung.

Der Ganzzugverkehr spielt seine Stärke über Landesgrenzen hinweg vor allem im Bereich der Massengüter aus – wenn es gilt, große Mengen gebündelt, sicher und zuverlässig zu transportieren. Auf kleinere Transportmengen ist das Einzelwagensystem von DB Schenker zugeschnitten. Es ist eines der größten und zugleich flexibelsten Transportsysteme weltweit. Es ist mit den Systemen anderer europäischer Bahnen verbunden – und damit auch für grenzüberschreitende Schienentransporte geeignet. Im Einzelwagenverkehr werden die einzelnen Wagen von den Gleisanschlüssen der Kunden abgeholt und dorthin auch wieder zugestellt. Um sie zu sortieren und zu bündeln, nutzt DB Schenker Rail ein Netz aus sogenannten Zugbildungsanlagen. In Deutschland bilden neun überregionale Zugbildungsanlagen und 150 regionale Rangierbahnhöfe ein flächendeckendes Netzwerk, das eine hohe Umschlaggeschwindigkeit sicherstellt.

Um den Einzelwagenverkehr, der rund 50 Prozent des internationalen Transportvolumens ausmacht, haben sieben europäische Güterbahnen im Frühjahr 2010 die Allianz Xrail gegründet. Mit international einheitlichen Qualitätsstandards, gemeinsamen Produktions- und Informationsstandards sollen die Prozesse im Auftrag der Kunden verbessert werden. Nach einem Jahr kann Xrail mit über 150 Relationen in Europa eine erfolgreiche Zwischenbilanz ziehen.

Auch bei der Entwicklung schienenbezogener Logistikleistungen ist DB Schenker Vorreiter in Europa. Mit seinen Railports bietet das Unternehmen Kunden ohne direkten Gleisanschluss spezielle Lager- und Umschlagplätze und damit die Möglichkeit, Transporte auf Schiene und Straße optimal miteinander zu verbinden. Allein Deutschland bildet ein Streckennetz von 35.000 Kilometern. Die Bestellfrist für Güterwagen im Einzelwagenverkehr liegt bei 24 Stunden.

DB Schenker Rail sorgt mit dem besonders energieeffizienten Verkehrsträger Schiene für eine direkte Entlastung der Umwelt. Im Vergleich zum Lkw benötigt die Güterbahn pro transportierter Tonne nur etwa ein Drittel der spezifischen Primärenergie. Durch bessere Auslastung, Modernisierung von Fahrzeugen und Anlagen sowie verbessertes Monitoring hat DB Schenker den Energieverbrauch im Schienengüterverkehr seit 1990 um mehr als 30 Prozent gesenkt. Seit der Einführung 2010 nutzen die Unternehmen Audi, Hermes, Europipe und Lanxess das Angebot Eco Plus und transportieren ihre Güter CO?-frei.

Auch die Reduzierung des Lärmpegels steht bei DB Schenke Rail im Fokus. Seit 2001 beschafft DB Schenker Rail ausschließlich Güterwagen mit so genannten Flüsterbremsen aus modernem Verbundstoff. Diese reduzieren den Lärm um bis zu zehn Dezibel, was etwa einer Halbierung der wahrgenommenen Geräusche entspricht. Mehr als 6.500 dieser Fahrzeuge sind mittlerweile in Betrieb.

Bild: Bartlomiej Banaszak, Deutsche Bahn
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