Eisenbahnjournal Zughalt.de

Nachrichten über Eisenbahn und öffentlichen Verkehr

DB Regio muss Ersatzkonzept auf der Saxonia-Linie einführen

22.05.11 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Die Doppelstockwagen werden erstmal weiter fahrenZum Fahrplanwechsel am 12. Juni 2011 sollte die DB Regio Südost nach einer gewonnen Ausschreibung eigentlich den Betrieb auf der Linie RE 50 Leipzig – Wurzen – Riesa – Coswig – Dresden mit modernen Elektrotriebzügen übernehmen. Wegen Verzögerungen im Zulassungsprozess werden die neuen Triebzüge der Baureihe ET 442, auch Talent 2 genannt, nicht pünktlich zur Verfügung stehen. Der Betreiber wird deshalb ein Ersatzkonzept mit den bisherigen Doppelstockwagen anbieten.

Die DB Regio Südost hat zusammen mit den beteiligten Aufgabenträgern ein entsprechendes Ersatzkonzept entwickelt, um die Fahrplanverbesserungen auch mit dem bisherigen Wagenmaterial gewährleisten zu können. Statt der acht Triebwagen werden 20 Doppelstockwagen mit Lokomotiven der Baureihe 145 zum Einsatz kommen. Die Loks aus dem Bestand von DB Schenker erreichen mit 140 Km/h nicht nur eine höhere Endgeschwindigkeit, durch ihre stärkere Leistung können sie auch schneller beschleunigen als die bisherigen Maschinen aus Reichsbahnbestand. So kann ein neues Fahrplankonzept mit kürzeren Fahrzeiten und neuen Anschlüssen umgesetzt werden.

[ad#Content-AD]

Auf Linien im gesamten Bundesgebiet muss die Deutsche Bahn mittlerweile Ersatzkonzepte anbieten. Im Jahr 2007 schlossen Deutsche Bahn und der Fahrzeughersteller Bombardier Transportation einen Rahmenvertrag zur Lieferung von bis zu 321 Triebzügen des Typs Talent 2. Die Deutsche Bahn beteiligt sich mit den Fahrzeugen an Ausschreibungen und ruft sie nach Zuschlagserteilung ab. Im Dezember 2009 sollten die ersten Fahrzeuge im Regelbetrieb eingesetzt werden. Bis heute konnte der Hersteller keine uneingeschränkte Zulassung der Fahrzeuge erwirken.

Im Rahmen der Ausschreibung wurde ein zehnjähriger Verkehrsvertrag mit der Deutschen Bahn zum Betrieb der Linie geschlossen. So werden die Fahrzeiten zwischen beiden Städten ab dem 12. Juni um sieben Minuten reduziert. Zusätzlich werden an den Stationen zwischen Leipzig und Oschatz zwölf neue Automaten installiert. Fahrgäste können zukünftig aber auch Fahrscheine im Zug erwerben. Wie im Netz der S-Bahn Dresden und der Städtebahn Sachsen erhalten Nutzer von Verbundsfahrscheinen Kundengarantien, mit denen sie Anspruch auf Pünktlichkeit sichere Anschlüsse, Sauberkeit, schnelle Antwort auf Beschwerden und umfassende Informationen erhalten.

Bild: Sven Stei?nke

[ad#Bigsize-Artikel]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.