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Bahnhof Kronshagen bei Kiel soll reaktiviert werden

17.05.11 (Allgemein) Autor:Max Yang

Die 12.000-Einwohner-Gemeinde Kronshagen soll wieder einen Bahnhof erhalten. Dies teilte Verkehrs-Staatssekretärin Tamara Zieschang (CDU) gestern in Kiel mit. Das Verkehrsministerium hat die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft Schleswig-Holstein (LVS) mit den Planungen beauftragt, eine Eröffnung ist dann zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 vorgesehen.

Der Ort liegt an der Strecke Kiel – Flensburg. Nach Eröffnung der Station sollen die Züge im Stundentakt nach Kiel und Richtung Eckernförde dort halten. Genaue Fahrpläne werden in den nächsten Monaten entworfen. Der Neubau soll ca. 500.000 Euro kosten.

Zieschang bezeichnet diese Summe als gute Investition für einen besseren Nahverkehr. Die Politik, den Nahverkehr wieder mehr zu den Menschen zu bringen und Bahnhöfe zu bauen oder wiederzueröffnen, wo es große Fahrgastpotentiale gibt, wird damit fortgesetzt.

Wie viele andere Zugangsstellen vor allem in und um Kiel wurde Kronshagen in den 1980er Jahren von der damaligen Deutschen Bundesbahn geschlossen.

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2 Responses

  1. Ich freue mich, dass momentan in Deutschland an vielen Orten neue Haltepunkte eingerichtet werden bzw. bestehende Bahnhöfe/Haltepunkte an verkehrsgünstigere Stellen verlegt werden. Ich halte es im Gegensatz zu Frau Zieschang auch für wichtig, (Bedarfs)Haltepunkte dort neu zu errichten, wo es ein kleineres Fahrgastpotential gibt.

    Ich habe tolle Erfahrungen mit der Stadtbahn Karlsruhe gemacht, einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren ist die sehr hohe Haltepunktdichte.

    Desweiteren ist es stellenweise sogar ohne nachzurechnen ersichtlich, dass sich neue Haltepunkte schnell amortisieren. So verkehrt momentan auf der Queichtalbahn zwischen Landau/Pfalz und Pirmasens stündlich eine Regionalbahn, die gut in Anspruch genommen wird. Parallel dazu gibt es auf 75% der Strecke einen stündlichen Busverkehr, der wirklich absolut parallel die Ortschaften bedient, die vom Zug durchquert werden. Bis heute hat nicht jede Ortschaft einen Haltepunkt bzw. nur einen Haltepunkt mit teilweiser räumlicher Erschließung des Ortes. Jetzt wird endlich im Rahmen des Rheinland-Pfalz-Taktes 2015 an drei wichtigen Punkten je ein neuer Haltepunkt eingerichtet und danach der Busparallelverkehr eingestellt. Der neue Haltepunkt „Annweiler-Sarnstall“ wird dabei voraussichtlich nur geringes Fahrgastpotential haben, ist aber zur Abbestellung des Busses notwendig.

    In meinen Augen sollten noch viel mehr Haltepunkte in Deutschland neu gebaut bzw. reaktiviert werden. In Verbindung mit spurtstarken Neufahrzeugen und ggf. sogar Knöpfen zum Anmelden des Haltebedarfs (in den Zügen und an den Haltepunkten) lassen sich meiner Meinung nach erhebliche Fahrgastgewinne bei kaum höheren Fixkosten generieren.

  2. Sehr wichtig ist – als Standard-Bahnhofseigenschaft – einen Überdachungs- und Windschutz mitzubauen!

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