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Ausschreibungsfahrplan für Nahverkehrslinien in NRW veröffentlicht

12.05.11 (VRR) Autor:Stefan Hennigfeld

Der Zweckverband Nahverkehr Rheinland (NVR) hat in er Vorabveröffentlichung den aktuell geplanten Ausschreibungsfahrplan für alle Nahverkehrslinien in NRW veröffentlicht. Dieser Plan ist mit dem Zweckverband Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und dem Zweckverbad Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) abgesprochen, sodass das gesamte Bundeslandgebiet abgedeckt ist. In dieser Vorabveröffentlichung werden die geplanten Ausschreibungstermine und Kilometerleistungen angegeben. Ebenso werden die Termine der diversen Betriebsaufnahmen angegeben.

Zuerst sollen im Dezember 2011 die Linien RE 7 und RB 48 ausgeschrieben werden, für die eine Betriebsaufnahme unter dem neuen Vertrag Ende 2015 vorgesehen ist. Für den RE 7 werden 3.000.000 Zugkilometer und für die RB 48 1.600.000 Zugkilometer angegeben. Ebenso sollen hier auch die Linien RE 17, RE 57, RB 43, RB 52, RB 53 und RB 54 ausgeschrieben werden.

Die Betriebsaufnahme der RB 43 soll im Dezember 2015 erfolgen, der RE 17 soll zwischen Dezember 2015 und Dezember 2017 übernommen werden. Alle anderen Linien sollen ab Dezember 2016 befahren werden. Insgesamt handelt es sich hier um 5,3 Millionen Zugkilometer.

Im März 2012 sollen dann die Ausschreibungen für den RE 1, RE 11, RE 5 und RE 6 erfolgen. Bei der Ausschreibung des RE 1 und RE 11 ist die Beteiligung des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) angegeben, sodass offenbar eine Verlängerung einer der beiden Linien nach Warburg oder sogar Kassel vorgesehen ist. Bei der Ausschreibung des RE 5 und RE 6 ist erstaunlicherweise nicht der SPNV Nord in Rheinland-Pfalz als Partner angegeben. Die Betriebsaufnahme aller vier Linien soll im Dezember 2016 erfolgen. Bei RE 1 und RE 11 sind 5,4 Millionen Zugkilometer angegeben, bei RE 5 und RE 6 handelt es sind um 5,2 Millionen Zugkilometer. Hierbei müssen noch die Leistungen dazugerechnet werden, die außerhalb des Bundeslandes NRW stattfinden werden.

Die RB 38 und RB 39 sollen dann in einer Ausschreibung im Mai 2012 folgen und ab Dezember 2016 betrieben werden. Hierbei handelt es sich auf der RB 38 um 1.100.000 Zugkilometer und auf der RB 39 um 200.000 Kilometer. Parallel dazu ist eine Ausschreibung der RB 20 und RB 21 mit gleicher Betriebsaufnahme Ende 2016 vorgesehen. 2,2 Millionen Zugkilometer sollen hierbei gefahren werden.

Als nächstes sind dann die Ausschreibung der RB 32, RB 33, RB 35 sowie des RE 4 im Dezember 2012 vorgesehen. Hierbei soll scheinbar die RB 33 in zwei Teilstücken ausgeschrieben werden. Der Abschnitt Wesel – Mönchengladbach soll mit der RB 32 ausgeschrieben werden, der Rest (Duisburg – Mönchengladbach – Aachen / Heinsberg) mit dem RE 4. Auch diese Ausschreibungen werden eine Betriebsaufnahme Ende 2016 vorsehen. Für die RB 32, das erste Teilstück der RB 33 und die RB 35 wurden 1.600.000 Millionen Zugkilometer ermittelt, für RE 4 und den Rest der RB 33 sind 4,3 Millionen Zugkilometer vorgesehen.

Im Dezember 2013 folgt dann die Ausschreibung für die Linien RB 61, RB 72, RB 65, RB 66 und RE 78 zu Dezember 2017. Diese Linien haben zusammen ein Volumen von 3,5 Millionen Zugkilometern. Erst im Dezember 2014 sollen dann RE 14 und RB 45 für eine Betriebsaufnahme Ende 2018 ausgeschrieben werden. Beide Linien haben zusammen einen Zugkilometer-Umfang von einer Million.

Alle diese Daten sind zurzeit noch unter Vorbehalt, da die Vergabeverfahren noch nicht festgelegt sind – und die Zugkilometerangaben dem aktuellen Stand entsprechen. Ebenso ist noch nicht festgelegt, welche Linien in eventuelle Ausschreibungspakete gepackt werden. Sollte es zwischenzeitlich zu Abbestellungen kommen, könnte dies die Zugkilometerangaben stark verändern.

3 Responses


  1. Nightwish
    12.05.11 um 15:05

    So einen Katalog gab es doch schonmal, daraus ist auch nie was geworden!


  2. Stefan Hennigfeld
    13.05.11 um 10:23

    Wobei natürlich ein unverbindlicher Ausschreibungsfahrplan (von dem von Anfang an klar war, daß man ihn nicht würde halten können) was anderes ist als eine Vorankündigung im Europäischen Amtsblatt.

    Und: Wenn die Wettbewerbsvergaben nicht ordnungsgemäß erfolgen, dann ist der SPNV ja kein rechtsfreier Raum. Die letzte Direktvergabe haben ja alle übergeordneten Stellen – bis hin zum Bundesgerichtshof – wegen Rechtswidrigkeit für ungültig erklärt.

  3. @Nightwish

    Ja, weil damals statt auszuschreiben eine Direktvergabe an die DB erfolgte. Nun geht dies nicht mehr und der Katalog wird wohl dieses mal umgesetzt werden (müssen)

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