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Auf die richtige Mischung kommt es an

22.05.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

In vielen Städten erreicht man sein Ziel mit öffentlichen Verkehrsmitteln schneller und entspannter, als mit dem eigenen Auto. Grund sind die ständige Staugefahr und zu wenige Parkplätze. Sinnvoller ist ein Mobilitätsmix, gerade im städtischen Raum. Der Mobilitatsmix, die sinnvolle und gemeinsame Nutzung von Auto, Bus und Bahn, gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. So ist das “Mischen” der verschiedenen Verkehrsmittel eine wichtige Möglichkeit, um gegen die starke Verkehrsbelastung des Straßenraums anzugehen, umweltschonend zu agieren und zugleich auch preiswerter unterwegs zu sein.

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Für eine sinnvolle Kombination der Verkehrsmittel werben der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) und der ADAC zusammen mit den Verkehrsunternehmen im Verbundgebiet mit einer gemeinsamen Informationskampagne. Unter dem Motto “Du misch auch” weisen die Parnter darauf hin, dass eine Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel zur Entlastung der kommunalen Verkehrsinfrastruktur beitragen kann. Anläßlich der Eröffnung der neuen barrierefreien Straßenbahnstation “Lenaustraße” der Linie 5 fand gestern, 21. Mai ein Bürgerfest auf dem nahe gelegenen Lenauplatz statt.

„Wir freuen uns sehr, dass es uns als erstem Verkehrsverbund in Deutschland gelungen ist, eine solch weitgehende Kooperation mit dem ADAC anzustoßen. Wir wurden früher irrtumlich als Gegner gesehen, dabei wissen die Partner, dass eine optimale Vernetzung der unterschiedlichen Verkehrsträger die Voraussetzung fur eine dauerhafte Mobilitatssicherung ist“, sagt VRS-Geschaftsfuhrer Wilhelm Schmidt-Freitag. Es sei fur alle Verkehrstrager von hoher Wichtigkeit, sich fur die Verknüpfung der verschiedenen Verkehrsmittel einzusetzen.

„Wenn der Autoverkehr in den meist überlasteten Innenstadten reduziert wird, macht dies die Städte fur ihre Bewohnerinnen und Bewohner ein Stück lebenswerter. Es gibt mehr Fläche für Bewegung, die Luftqualitat wird besser und die Verkehrssicherheit erhöht sich. Trotzdem wollen wir den Autoverkehr naturlich nicht aus den Innenstadten verbannen. Der Autoverkehr ist ein bedeutender Teil des Mobilitatsangebotes – es kommt aber auf die richtige Mischung an. Ein cleverer Mix aus Auto, Bus und Bahn bietet fur jede Gelegenheit das passende Verkehrsmittel, spart Geld und ist einfach entspannter“, so Dr. Wilhelm Schmidt-Freitag.

Bernd Fronhoffs, Vorstandsmitglied für Verkehr und Technik des ADAC Nordrhein ergänzt: ,,Bus und Bahn stellen aus Sicht des ADAC einen unverzichtbaren Baustein des stadtvertraglichen Verkehrs dar. Weder der motorisierte Individualverkehr noch der öffentliche Personennahverkehr sind aus Kapazitatsgrunden allein in der Lage, alle Mobilitatsansprüche der Stadt- und Umlandbewohner zu befriedigen“

Der richtige Mix mache es aus, denn nicht immer sei das Auto auf der Kurzstrecke aus ökologischer und ökonomischer Sicht das optimale Verkehrsmittel. Genauso hatte der ÖPNV besonders im landlichen Raum Nachteile. ,,Unser europaweiter Test aus dem Jahr 2010 hat eines klar herausgearbeitet: Damit Autofahrer den ÖPNV als echte Alternative zum Individualverkehr annehmen, müssen Bus und Bahn nicht nur durch Schnelligkeit, Zuverlassigkeit und Komfort sondern auch durch niedrige Kosten überzeugen und ‚emotional attraktiv‘ gestaltet sein“, so der ADAC Vorstand. ,,lch hoffe, dass die heute vorgestellte, gemeinsame Verkehrskampagne dazu beiträgt, dass mehr Autofahrer ihre Vorbehalte gegenüber dem ÖPNV ablegen und gemäß dem Motto ‚Nicht immer, aber immer ofter´ umsteigen.“

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Der Vorstandssprecher der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB), Jürgen Fenske: ,,Wir müssen endlich eine verkehrsträgerübergreifende Lösung für die zukunftigen Herausforderungen in Mobilitatsfragen finden. Hierbei ist jedereinzelne gefordert. Zum Beispiel bietet die verlängerte und barrierefrei gestaltete KVB-Linie 5 eine sehr gute Gelegenheit, den Pkw stehen zu lassen und den ÖPNV zu nutzen. In nur wenigen Minuten erreichen die Bürger vom Kölner Hauptbahnhof die Stadtteile Ehrenfeld und Ossendorf. Fur die Einwohner und die etwa 11.000 Beschaftigten von 400 Unternehmen ist dies eine grade Chance.“

Auch Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters unterstutzt die Kooperation: ,,Um die Stadt Köln im Sinne einer zukunftsweisenden Mobilitat zu positionieren, ist es bedeutsam, sich fur die Verknüpfung der einzelnen Verkehrsmittel einzusetzen. Die Forderung des ÖPNV ist uns ein wichtiges Anliegen, denn der Verkehr soll generell effizienter, umwelt- und sozialverträglicher und somit nachhaltiger werden. Daher befürwortet die Stadt Köln die Kooperation zwischen ADAC und VRS. Ich hoffe, die Kampagne bringt viele Kölnerinnen und Kölner dazu, auf den Mix von Auto, Bus und Bahn zu setzen“, sagte er auf dem Bürgerfest auf dem Lenauplatz.

Die beiden International renommierten Sandkünstler (“Carver”) Uwe Bürkle und Sandris Kondrats schufen aus 25 Tonnen Sand eine Riesige Skulptur auf dem Lenauplatz in Neuehrenfeld. Die Skulptur zeigt das Miteinander von Auto, Bus und Bahn vor der Silhouette des Kölner Doms.

Weitere Informationen auch unter: www.einsteigen.info

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