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Sächsischer Verkehrsminister fordert Winterkonzept von der Bahn

07.04.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Anlässlich der seit gestern laufenden Verkehrsministerkonferenz forderte der sächsische Minister Sven Morlok (FDP) von der Deutschen Bahn konkrete Ansagen für den kommenden Winter. Die von der Verkehrsministerkonferenz im Januar 2011 vom Bund und der DB AG geforderte Analyse zu den erheblichen Qualitätsproblemen im vergangenen Winter wurde nicht wie beschlossen zur Frühjahrsverkehrsministerkonferenz vorgelegt.

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Morlok: „„Die bislang nur allgemein gehaltenen Aussagen der DB AG, wie das Unternehmen eine Wiederholung der katastrophalen Qualitätsprobleme verhindern will, reichen bei weitem nicht aus. Herr Grube hat uns im Januar zugesagt, zur heutigen Konferenz eine umfassende Fehleranalyse vorzulegen. Nun heißt es, dieses Papier würden wir zur nächsten Konferenz im Herbst 2011 erhalten. Wir müssen feststellen, dass die DB AG die Zeichen der Zeit nicht erkennt.“

Es sei viel zu spät, erst im Herbst zu wissen, welche Maßnahmen getroffen würden, um einen neuerlichen Verkehrszusammenbruch im kommenden Winter zu vermeiden. „Das ist indiskutabel, die Bahn muss jetzt endlich schnell ihre Hausaufgaben machen“, so Morlok weiter.

„Auch wenn der Winter vorbei ist, bleiben wir bei unseren Forderungen. Die DB AG muss deutlich mehr in Technik und Personal investieren und der Bund muss seiner Verantwortung als Eigentümer stärker nachkommen“, fordert der Minister. Insbesondere solle der Bund verhindert, dass Gewinne aus der Netzsparte an die Konzernmutter abgeführt würden.

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