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S-Bahn Hamburg: Pro Bahn fordert S4-Station Ahrensburg West

13.04.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Im Rahmen der Vorentwurfsplanungen für die neue Linie S 4 Hamburg – Ahrensburg – Bad Oldeslos fordert der Landesverband Hamburg / Schleswig-Holstein des Fahrgastverbandes Pro Bahn e.V. die Berücksichtigung einer neuen Station Ahrensburg West. Damit soll einerseits die Erschließung Ahrensburgs verbessert und eine Verknüpfung zur Linie U 1 geschaffen werden, die die S-Bahnstrecke dort kreuzt.

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„Mit der Schaffung einer Verknüpfung von S- und U-Bahn in Ahrensburg West könnten die Fahrgäste bei Störungen im Betriebsablauf oder Streckensperrungen im Regional- und S-Bahn-Verkehr wie in der vergangenen Woche einfach in die U-Bahn umsteigen,“ so Stefan Barkleit und Julian Gebler von Pro Bahn „und wären nur mit einer Fahrzeitverlängerung von 15 Minuten in Hamburg anstatt lange auf einen Schienenersatzverkehr zu warten, der gerade in der Hauptverkehrszeit schwer zu organisieren ist.“

Außerdem sollen an dieser Station Regionalzüge halten können. Darüber hinaus müsse die U-Bahnstation näher an die Bahnstrecke herangezogen werden. Pro Bahn unterstützt auch Bestrebungen in Ahrensburg, eine neue Park and Ride Anlage an dieser Stelle zu bauen. Das bestehende Parkhaus Ahrensburg Mitte würde entlastet und Verkehr aus der Innenstadt herausgehalten werden.

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3 Responses


  1. Bahnpendler
    29.07.11 um 15:34

    S4 – unnütz und kostspielig

    Bereits heute besteht eine sehr gute Bahnverbindung zwischen Hamburg und Ahrensburg, die R10. Im Vergleich zur R10 weist die S4 ein geringeres Sitzplatzangebot auf, ist langsamer, lauter und unbequemer obendrein ist sie unklimatisiert. Da die S4 die Regionalbahnen der R10 ersetzen soll, wird sich die Verbindungsqualität zwischen beiden Städten verschlechtern. Gleichzeitig soll die freiwerdende Gleiskapazität mit Güterzügen aufgefüllt werden. Von derzeit 30 soll ihre Anzahl auf über 100 ansteigen, verbunden mit einem enormen Lärmzuwachs, vor allem in den Nachtstunden. Zu schlechter Letzt kostet dieser Irrweg den Steuerzahler zwischen 250 Mio. Euro und 400 Mio. Euro. Eine rundum schlechte Bilanz.


  2. Rahlstedter
    30.07.11 um 11:15

    @bahnpendler:
    du nennst die R10 sehr gut ??? Da hast du wohl vor kurzem eine rosa Sonnenbrille aufgesetzt.
    Verspätungen und komplette Zugausfälle sind bei der R10 schon fast täglich zu erleben, und ich rede nicht von 5 min Verspätung.
    Durch S-Bahn auf eigenen Gleisen wirken dann jedenfalls Probleme im Güter- oder Fernverkehr nicht mehr auf den Regionalverkehr aus.
    Ich für meinen Teil bedauere es sehr, dass die S-Bahn nicht schon viel früher geplant wurde..dann könnte ich schon heute mit einem halbwegs zuverlässigen Verkehrsträger in die Innenstadt.
    Schlimmer als R10 kann es jedenfalls kaum werden.


  3. Bargteheiderin
    02.08.11 um 19:52

    Ich stimme Rahlstedter zu. Die R10 ist echt nicht so das wahre. Da freut man sich, dass mal ein paar Wochen ohne Verspätung verlaufen, da kommen in der Woche darauf gleich Verspätungen von bis zu 30 Minuten. Teilweise fallen Züge ab Bargteheide ersatzlos aus und man muss zusehen, wie man anders nach HH kommt. Die RB aus Bad Oldesloe ist so gut wie nie pünktlich in Bargteheide, zwar meist „nur“ mit einer Verspätung von 5 Minuten aber immerhin.
    Die S4 ist daher eine gute und vor allem häufigere Verbindung nach HH. Ich kann mir auch vorstellen, dass bei einer besseren und zuverlässigeren Verbindung mehr Leute auf die Bahn umsteigen werden.
    Eine Umsteigmöglichkeit in Ahrensburg West wäre sinnvoll, da man so auch eine Anschlussmöglichkeit z.B. nach Volksdorf hat.
    Ich hoffe die Bauarbeiten der S4 beginnen noch vor 2018 und dauern nicht allzu lange.

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