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Neue Hunsrückbahn soll ab Mai starten

15.04.11 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Mit anderthalb Jahren Verspätung will Rhenus Veniro den Betrieb auf der Hunsrückbahn aufnehmenDie Rhenus Veniro möchte mit fast anderthalb Jahren Verspätung, am Sonntag den 1. Mai 2011 den Betrieb auf der Hunsrückbahn zwischen Boppard und Emmelshausen mit fabrikneuen Triebzügen vom Typ RegioShuttle aufnehmen. In einer Ausschreibung konnte sich das Tochterunternehmen des westfälischen Familienunternehmen Rethmann den Betrieb, auf der steilsten noch in Betrieb befindlichen Adhäsionsbahn Deutschlands, ab Dezember 2009 für eine Laufzeit von 20 Jahren sichern.

Allerdings verwehrte das Eisenbahnbundesamt (EBA) die Steilstreckenzulassung für die Fahrzeuge, sodass der frühere Betreiber DB Regio Südwest bis heute den Betrieb mit den veralteten Diesellokbespannten Zügen aufrecht erhalten musste. Die Rhenus Veniro erwartet bis Mai eine eingeschränkte Steilstreckenzulassung der Fahrzeuge.

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Doch vor einiger Zeit konnte man sich mit dem EBA auf eine eingeschränkte Zulassung einigen, dazu erhalten die Fahrzeuge eine lastabhängige Traktionssperre, die ein Abfahren mit zu großer Zuladung verhindert. Hintergrund ist, dass die Zusatzbremse nicht ausreichend dimensioniert ist, um bei maximaler Zuladung auf Talfahrten die Geschwindigkeit auf einem bestimmten Wert zu halten.

Der Zughersteller Stadler Rail beabsichtigt bis Dezember neue Achsgetriebe in die Fahrzeuge einzubauen, damit diese vom EBA eine uneingeschränkte Steilstreckenzulassung erhalten.

Zuvor werden Reisende im Zeitraum vom 16. Bis zum 30. April 2011 auf einen Schienenersatzverkehr umsteigen müssen. Grund dafür sind Bauarbeiten auf der Strecke. An den Haltepunkten Boppard-Fleckertshöhe und Ehr werden in dieser Zeit die Bahnsteige ausgebaut.

Bild: Sven Stei?nke

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