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Nach dem Streik ist vor dem Streik

16.04.11 (Allgemein) Autor:admin

Der Streik bei den Privatbahnen ist am Samstag um 2.00 Uhr nach 48-stündiger Dauer zu Ende gegangen. Seit den Morgenstunden rollen die Züge nach Angaben der Gewerkschaft Deutscher Lokführer wieder aus den Depots. Am Donnerstag und Freitag waren nach Angaben der Gewerkschaft rund 70 Prozent der Zuge bei den betroffenen Unternehmen ausgefallen. Dabei waren die Auswirkungen des Streiks regional sehr unterschiedlich. So gab es z.B. bei der NordWestBahn, der Rheinisch-Bergischen-Eisenbahn (Regiobahn) und Abellio keine streikbedingten Ausfälle. Andere Unternehmen, wie der Metronom hatten mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Wie die Rheinische Post heute meldet, sollen die Streiks in der kommenden Woche fortgesetzt werden.

Die Gewerkschaft verlangt einen einheitlichen Tarifvertrag für alle Lokführer in Deutschland, Personalübernahme bei Betreiberwechsel und eine tarifliche Absicherung bei Verlust der Fahrdienstfähigkeit. Gestern hatte sich die Gewerkschaft mit der DB AG auf einen BuRaLfTV geeinigt. Diesen will sie auch bei den privaten Konkurrenten durchsetzen. Die fünf Unternehmen Nentinera (vormals Arriva), Abellio, Benex, Veolia und Hessische Landesbahn hätten sich nicht bewegt, sagte GDL-Chef Claus Weselski. „Sie wollen den Wettbewerb weiterhin auf dem Rücken der Lokomotivführer durchführen und keine inhaltsgleichen Rahmentarifverträge mit uns abschließen“, sagte Weselsky. Mit Keolis (Eurobahn) habe die Gewerkschaft hingegen „konstruktive Verhandlungen“ zum Rahmentarifvertrag geführt.

Dabei ist die Verhandlungensbereitschaft der GDL undurchsichtig. Während sie mit Keolis (Eurobahn) verhandeln will, lehnt sie dies bei den anderen Unternehmen ab. Hinzu kommt, dass die „Großen Fünf“ kein gemeinsames Verhandlungsmandat mehr haben und sich die GDL auch mit den Töchtern von Nentinera, Benex und Veolia sowie mit Abellio und der Hessischen Landesbahn einigen muss.

44 Responses


  1. ritze ratze
    16.04.11 um 13:08

    Wie nett, dass man den Pendlern auch das Osterfest versauen will. Danke GDL!!!!!!!! Ihr kotzt mich langsam richtig an!


  2. Beobachter
    16.04.11 um 16:55

    @ Ritze Ratze

    An Wochenenden streiken die Lokführer nicht, sonst geht denen die Zulagen verloren ;)

  3. @Ritze Ratze

    Da ist die Gewerkschaft die falsche Adresse. Bedanken Sie sich bei den privaten Schienennahverkehrsfirmen und ihrer starren Haltung.

    @Beobachter

    Sie glauben auch nur noch an den raffgierigen Bürger ?!?


  4. Beobachter
    16.04.11 um 19:04

    @ Joschi2x

    Sie glauben auch nur noch an den raffgierigen Bürger ?!?

    So ist es doch, oder? Und so selbstlos ist auch kein GDL-Mitglied, dass er sich die Feiertagszuschläge entgehen ließe.

    Im übrigen werte ich es als Sturheit der GDL dass sie nicht auf die Gesprächsangebote der Arbeitgeberseite (nach Haustarifverträgen) eingegangen ist. Unter den Bedingungen, welche die GDL stellt, würde ich auch keine Verhandlungen führen. Die Forderungen, nur über einen BuRa-LfTV verhandeln zu wollen, käme einer Kapitulation der Arbeitgeber gleich.

    Ich bin mal gespannt, was nach dem butterweichen Abschluss bei der DB AG noch an Streikbereitschaft übrig bleibt.


  5. ritze ratze
    16.04.11 um 19:10

    @ Joschi2x

    also mal ganz ehrlich, streiken ist ganz gut und schön, aber die Forderungen sind total überzogen. Ich kenne jemanden der Lokführer bei der Metronom angestellt ist und selber sagt, dass Er sehr gut verdient. Klar gibt es auch schwarze Schafe in der Branche. Man sollte auch nur diese bestreiken. Und einen Flächentarif werden die GDL nie hinbekommen! Aber denkt irgendjemand an uns Pendler? Ich muss mir jetzt ein Auto mieten was mich um einiges mehr kostet. Muss 400 km fahren, aber ab Hannover ist Schluß. Ich habe echt kein Verständnis mehr dafür.

  6. @Beobachter

    Es ist eine Schande wie Sie unsere Mitmenschen in diesem Lande alle über den ein und selben Tisch ziehen. Sie sollten sich schämen und an die eigne Nase packen! Wenn Sie so Geld geil sind, ich bin es nicht und würde auch an Wochenenden und zu Ostern streiken!

    Zum anderen bleibt der Gewerkschaft auch nichts anderes übrig, Rahmenbedinungen kann man halt nur gestalten, wenn sich auch alle an die selbigen halten. Und dazu gehört auch die Zustimmung zu Verhandlungen über diese. Nur weil diese Firmen meinen, nein sie müssen keine Rahmenbedinungen haben, sondern stopfen lieber ihre Muttergeselschaften mit Geld voll bzw. deren Anleger statt den Mitarbeitern einen ordentlichen Kenntnisstand (Ausbildung), Schutz bei unverschuldeten Arbeitsverlust sowie Lohnnievau auf höhe der Konkurrenz zu zugestehen bzw zu bieten?

    Sie wissen schon, dass die Gewinne ins Ausland fließen ? Sie wissen schon, dass diese nicht mehr reinvestiert werden, wenn sie nicht müssen ? Sie wissen schon, das dass zum Großteil Steuergelder sind ? Sie wissen schon, dass man eher beim Fahrpersonl spart, egal wie groß die Firma ist ? Und man kann nicht nur an der Anzahl der Mitarbeiter sparen, sondern auch an der Aus- und Fortbildung! Was wiederum sehr Sicherheitsrelevant ist! Ich habe lieber gut ausgebildetes Fahrpersonal da vorn sitzen, dass weiß was es tut. Und gerade in der Eisenbahnwelt ändert sich zur Zeit ständig etwas. Das können Sie als Aussenstehende nicht wissen, nicht verstehen noch begreifen. Fakt ist, diese Rahmenbedinungen kommen in erster Linie den Kunden zu gute und sollen ein hohes Qualitätsnievau (Sicherheit, Ausbildung, usw.) sichern. Und das ist auch gut so. Gerade in einem Land wie unserem, dass ja sogern in allem eine Vorreiter Stellung einnehmen will.

    @Ritze Ratze

    Bei Verhandlungen geht man immer mit den höchsten Vorderungen in die Verhandlungen, sonst hat man ja nichts mehr in dem man dem Verhandlungspartner entgegen kommen kann. Und mal ganz ehrlich, die Zustimmung zu Verhandlungen über Rahmenbedinungen kosten die Firmen nicht einen cent.
    Was die Metronom angeht, ja sie bezahlt schon Heute besser als andere Firmen ihrer Branche, aber das kann sie in Zukunft auch. Aber es geht halt nicht hauptsächlich ums Geld, sondern dass alle einen gewissen (Mindest-)rahmen einhalten. Ich finde dass gut. Macht auch den Wettbewerb viel fairer.


  7. ritze ratze
    17.04.11 um 08:13

    @ Joschi2x

    …..also mal ganz ehrlich, wie sollen wir das verstehen und tolerieren? Kommt irgendjemand für mich finanziell auf, wenn ich mehrere hundert Euro für ein Leihwagen ausgeben muss, bloß weil die GDL sich einen Scheißdreck für die Wochenendpendler interessiert? Diese verlangt von uns Solidarität! Bekomm ich denn diese von Ihr? NEIN! Wenn ich dann lese, dass diese immerzu Gespräche ablehnt, ob Sie uns verarschen will. Wenn sollte man einen gesetzlichen Mindestlohn einführen und keinen flächendeckenden Tariflohn. Es ist doch ganz normal das jedes Unternehmen anders zahlt! Und wie gesagt, es ist doch schon riesen Peinlich, dass mein Bekannter der bei der Metronom arbeitet, selber sagt, dass die Forderungen überzogen sind und auch nicht selber streikt!


  8. Beobachter
    17.04.11 um 09:28

    @ Joschi2x

    Sie wissen schon, dass die Gewinne ins Ausland fließen ?

    Ach daher weht der Wind. Die ausländischen Konzerne sind an Eisenbahnunternehmen beteiligt, aber jedes steht für sich und hat darüber hinaus noch deutsche Teilhaber. Aber ich will nicht die Beteiligungen im einzelnen Aufschlüsseln. Machen sie sich da bitte selbst schlau.

    Sie wissen schon, dass diese nicht mehr reinvestiert werden, wenn sie nicht müssen ?

    Die DB AG investiert mit den Gewinnen aus Steuergeldern auch lieber im Ausland!

    Die Gehälter machen nur einen keinen Teil (15 – 18 Prozent) der Gesamtkosten aus, auch bei der DB. Das macht auf den Gewinn nur einen verschwindend geringen Bruchteil aus und es geht den vielen Privatbahnen nicht um die Lohnhöhe. Es geht auch nicht darum, schlecht ausgebildetes Personal zu haben, im Gegenteil. Die Mitarbeiter bei den Privaten sind hochmotiviert und gut ausgebildet. Die Unternehmen wollen – und das ist verständlich – nicht bei einem Betreiberwechsel ungeprüft das vorhandene DB Personal übernehmen. Vor allem wollen sich nicht, dass die Philosophie der DB-Personale auf ihr Unternehmen übertragen wird.

    Überlegen sie mal folgendes: Die DB AG hat auf einer Dienststelle 40 Lokführer, der neue Betreiber braucht aber nur 30. Da die DB einen Beschäftigungssicherungstarifvertrag hat, wird man wohl vor allem Jene an den neuen Betreiber „weiterreichen“, die z. B. häufiger krank sind oder sonst nicht zum Unternehmen „passen“.

  9. @Beobachter

    Mir ist wohl bekannt, dass die Firmen hier auf eigenen Füßen stehen, jedoch haben sie immer noch die großen Gewinneanteile an ihre Muttergeselschaften abzuführen. Dadurch wird es auch nicht besser! Fakt ist das Geld wird kaum bis gar nicht reinvestiert. Nein die Züge müssen sogar um jeden Preis fahren, hauptsache das Geld kommt rein.

    Was die DB macht ist was ganz anderes und gehört hier nicht direkt zum Thema, würde auch den Diskussionsrahmen hier sprengen! Auch ich finde nicht alles gut was die DB da verzapft!

    Des weiteren stellen Sie hier die Behauptung in den Raum, dass das DB Personal schlechter ausgebildet ist als das der Privaten! Ich behaupte das Gegenteil, weil ich weiß was jedes Jahr ein Lokführer oder Kundenbetreuer an Qualifizierungsmaßnahmen durchläuft. Bei den Privaten habe ich noch nie davon gehört, dass diese ihre Lokführer jedes Jahr zum Simulator oder des weiteren schicken.

    Und auch Sie haben es nicht verstanden oder ?! Das mit der Übernahme ist eine maximal Forderung und sicherlich verhandelbar. Die DB hat diese Forderung allerdings zu 100% übernommen. Und bisher haben die Unternehmen immer Mittel und Wege gefunden, Personal das sie nicht wollen los zu werden. Siehe dazu die Kommentare hier im Eisenbahnjournal von einem gewissen „Unternehmer“.

    @Ritze Ratze

    Sie wissen schon, dass Sie Ihre Kosten gegenüber Metronom geltend machen dürfen. Da die Metronom nicht im stande war ihre Leistung zu erbringen. Mittlerweile kann man ja sogar nicht mehr von höherer Gewalt sprechen, bei der Verweigerungshaltung der Metronom.

  10. @Ritzeratze:
    „Kommt irgendjemand für mich finanziell auf, wenn ich mehrere hundert Euro für ein Leihwagen ausgeben muss, bloß weil die GDL sich einen Scheißdreck für die Wochenendpendler interessiert? Diese verlangt von uns Solidarität! Bekomm ich denn diese von Ihr? NEIN!“

    Wenn wieder mal die Betreiber einer Strecke wechseln, kommst du dann für mich auf, wenn ich auf der Straße stehe? Zahlst du dann die Differenz zwischen Hartz-IV und dem, was ich jetzt bekomme? Für vielleiicht 10 Jahre? Und übernimmst du auch die Differenz bei meiner Rente? Dann bezahle ich die gerne für eine Woche oder einen Monat dein Auto.
    Ach, das willst du nicht, weil es dich einen Scheißdreck interessiert? Tja, dann kann ich nur sagen – Pech gehabt!


  11. ritze ratze
    17.04.11 um 14:43

    Ich find es zunehmend lustig, wie sich manche persönlich angegriffen fühlen :D


  12. ritze ratze
    17.04.11 um 14:58

    @SEW

    ganz ehrlich, IHR die achso tollen Lokführer habt euch doch hingestellt und habt auf Solidarität der Pendler gebittet. Am Anfang habt ihr sie auch bekommen, aber was macht ihr, da ist der eine Streik noch nicht mal zu Ende, da droht ihr uns schon mit den nächsten !!!!! Und das soll Solidarität sein? Ich bitte Sie!!? Und ich würde mir wünschen, dass es sachlich bei dieser Diskusion geht. Danke


  13. Hartmut S
    17.04.11 um 17:12

    @Ritze Ratze

    Stimmt, wir tollen Lokomotiv“ver“führer sind bedrohlich. Der blanke Neid schlägt uns entgegen. Neid, weil ihr nicht in der Lage seid, Eure Geschicke selbst in die Hand zu nehmen, Neid, weil ihr alles schlucken müssen tut was man Euch vorgibt, Neid, nicht einer starken Gewerkschaft zugehören zu können. Und so giftet ihr alles an, was für Euch unerreichbar bleibt.


  14. Autofahrer
    17.04.11 um 17:28

    @ Ritze Ratze

    Doch, ich habe meine Geschicke selbst in die Hand genommen. Nach Eurobahnchaos, Sperrung der Müngstener Brücke und Dauerstreik habe ich mein VRR-Ticket gekündigt und mir einen Zweitwagen gekauft.

    Das ist zwar insgesamt teurer, aber zuverlässiger und das Preis-Leistungs-Verhältnis ist besser.


  15. Beobachter
    17.04.11 um 17:50

    @ Joschi2x

    Wie hoch sind den die Beteiligungen bei den einzelnen Unternehmen? Nur ein Beispiel, die Westfalenbahn. Zu je 25 Prozent gehört sie Abellio, moBiel (Stadtwerke Bielefeld), Mindener Kreisbahnen und der Verkehrsbetriebe Extertal. Abellio gehört seit 24. November 2008 zur NedRailways B.V. (vorher gehörte es der Essener Verkehrs AG). Investiert wird auf jeden Fall in neue Züge, was man bei der DB nicht in jedem Fall behaupten kann. Nur wenn ein Verkehrsverbund bei einer Ausschreibung Neufahrzeuge vorschreibt, wird sie das tun. Bei Direktvergaben fährt sie mit Silberlingen und einer vorgespannten Lok, die sie beide von der Bundesbahn „geerbt“ hat. Da habe ich es lieber, dass ein Teil der Gewinne in Ausland fließt, als dass sich ein Staatskonzern die Tasche voll macht und ich mit nicht zeitgemäßen Zügen fahren muss.

    Ich habe mit keiner Silbe behauptet, das DB-Personal schlecht ausgebildet sei. Ich habe lediglich dargelegt, das die DB jene Mitarbeiter an einen zukünftigen Betreiber „weiterreichen“ würde, die es gerne loswerden möchte, z. B. die, welche durch Fehlzeiten auffallen, die Unmotiviert oder unfreundlich den Kunden gegenüber sind oder die einfach unbeliebt bei den Kollegen und Vorgesetzten sind.

    Die Personalübernahme ist für die Eisenbahnunternehmen nicht verhandelbar. Sie werden aber sehr gerne ausgebildetes Personal übernehmen, aber sie wollen sich die Leute aussuchen!. Ist das den so schwer zu verstehen?

    @ SEW

    Wenn wieder mal die Betreiber einer Strecke wechseln, kommst du dann für mich auf, wenn ich auf der Straße stehe?

    Wenn mein Arbeitgeber den Großkunden (hypothetisch) Deutsche Bahn verliert und ich dadurch entlassen werden, kommen Sie dann dafür auf?

    Soweit mir bekannt ist, hat noch kein Lokführer der DB AG seinen Arbeitsplatz verloren, weil eine Strecke oder ein Netz an einen anderen Betreiber gegangen ist.


  16. Kleinwagen
    17.04.11 um 18:15

    @ Hartmut S

    Gäbe es nicht einige Menschen die

    -> die keinen Führerschein haben
    -> die kein Auto haben, weil sie es sich nicht leisten können
    -> Alte und Behinderte
    -> Umweltbewusste

    könnt ihr einpacken. Dann braucht kein Mensch einen Lokführer.

    Es ist wohl eher der blanke Hass, die die oben geschilderten Bevölkerungsgruppen auf die kleine Gruppe der Lokführer haben.


  17. Hartmut S
    17.04.11 um 19:01

    @Kleinwagen

    Aber es gibt sie! Würden keine Haare wachsen brauchte man keine Friseure. Viele Schwertransporte gehen grundsätzlich nur über die Eisenbahn.
    Selbst Castortransporte traut man nicht der Straße zu.
    Ergo, man braucht Lokführer, für manchen Träumer von führerlosen Zügen unverständlich, auf unabsehbare Zeit.

  18. Der Weselsky soll erst Deutsch-sprechen lernen bevor er große Töne spuckt.

    Von der Metronom weiß ich, dass die über Tarif zahlen – was soll also der ganze Quatsch. Wenn dann die Leute aufs Auto umsteigen und weniger mit dem Zug fahren, dann brauchts auch weniger Lokführer. Dann schreit der Typ auch wieder.

    Vielleicht werden die aber auch nur von der DBAG bezahlt um die Konkurrenz pleite zu machen???

  19. @ alle proGDLstreiker

    Es ist für alle Pendler, ob mit DBAG oder Private, nicht mehr nachvollziehbar, wieso es die GDL nicht OHNE Streik schafft die Verhandlungen anzuführen. Es wirkt nur noch wie ein Kampf, der von der GDL immer wieder angerührt wird. Es wird die Situation, in der die GDL nun steckt nicht verbessern, ich denke eher das Gegenteil wird auch weiterhin passieren. Mehr Streik->Mehr angewiederte Pendler->mehr Unverständniss für die Belange der GDL(+Tf)->weniger Pendler->Mehr Stassenverkehr. Zum Schluß ist keinem geholfen, arbeitssuchende Lokführer und im staustehende Autofahrer. Die GDL hat dem Ruf der „Eisenbahner“ (hier alle, da der genervte Bahnfahrer nicht unterscheiden wird, oder kann) innerhalb der letzten 10 Jahre so massiv geschadet, das erst die Langzeitfolgen den Missstand zeigen werden.

    @joschi2x
    ZITAT:
    Sie wissen schon, dass Sie Ihre Kosten gegenüber Metronom geltend machen dürfen. Da die Metronom nicht im stande war ihre Leistung zu erbringen. Mittlerweile kann man ja sogar nicht mehr von höherer Gewalt sprechen, bei der Verweigerungshaltung der Metronom.
    ZITATENDE

    Meine Meinung kennen Sie ja bereits, Hier nocheinmal: Nicht das EVU streikt, sondern die Tf’s der GDL, faktisch müsste die GDL die Kosten tragen, da Metronom und andere ja verhandeln will und auch schon in der Vergangenheit wollten, die GDL jedoch kategorisch ablehnt.

    @ SEW

    Da lt. Aussage der GDL in der BRD rund 800 Lokführer fehlen, sollte bei einer Neubewerbung das ALGII bei Ihnen nicht greifen. Und JA: Ich zahle dann durch meine steuerlichen Abgaben auch Ihr ALG (I/II), genau wie viele andere Penlder das auch tun, welche Sie aber durch den Streik nicht sonderlich entgegenkommen, wir könnten dadurch nämlich ganz rasch neben Ihnen in der ARGE sitzen, es liegt also auch an Ihnen wieviel ALG wir erhalten….
    keines wäre hier die geforderte Antwort….


  20. Kleinwagen
    17.04.11 um 19:30

    @ Hartmut S

    Auch mit Haaren braucht man keinen Friseur :-), für Schwertransporte braucht man auch keine Bahn, eher für Massengüter, weil das wirtschaftlicher ist und die Castorbehälter werden für „die letzte Meile“ doch auf LKW umgeladen.

    Ich finde es nur erbärmlich, das ihr die Menschen, die keine andere Möglichkeit haben, als mit der Bahn zu fahren, im Regen stehen lasst. Und dass nur für ein Machtspielchen der konkurrierenden Gewerkschaften um die Herrschaft über die Lokführer.

    Und wenn die Schienen nicht von Tieren, Menschen, Autos, Bäumen etc. blockiert sein könnten, bräuchte man wirklich keine Lokführer.

  21. @Kleinwagen

    Braucht man die Lokführer wirklich? Die Bremswege sind doch viel zu lang. Die Zugautomatik könnte auch Hindernisse feststellen (siehe Einparkhilfen) und dann Notbremsung einleiten.

    Lediglich die GDL braucht die Lokführer, weil sie zu phantasielos sind Verhandlungen ohne Behinderung der arbeitenden Bevölkerung zu führen. Für mich sind das Kollegenschw****!


  22. Hartmut S
    17.04.11 um 20:21

    @Kleinwagen und Maxpaul

    Jeder Selbstmörder fährt dann in einen Bahnhof als Galionsfigur ein.
    Zugautomatik ist auch gut, nur wer löst die Notbremsung wieder auf?
    Jo, die Bremswege sind lang und daher nur menschlich rechtzeitig auf Gefahrenpunkte erkenn- und ausnutzbar.
    Träumt weiter!


  23. ritze ratze
    17.04.11 um 21:35

    @ Hartmut S

    langsam sollten Sie verstehen, dass die Pendler von euch GDL’er die Schnauze voll haben. Aber Ihre Gewerkschaft ist genauso arrogant und machtgeil wie Sie!


  24. Hartmut S
    17.04.11 um 21:55

    @Ritze Ratze

    Wie vorhin erwähnt: Neid ist geil!
    Ihnen gehen leider die Argumente aus. Es folgt nur Gelaber!

  25. @Beobachter

    Zitat: „… Investiert wird auf jeden Fall in neue Züge, was man bei der DB nicht in jedem Fall behaupten kann. Nur wenn ein Verkehrsverbund bei einer Ausschreibung Neufahrzeuge vorschreibt …“

    So so und die Privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen kaufen die neuen Fahrzeuge, weil sie zu viel Geld haben?!? Hallo wachen Sie auf! Auch die Privaten EVUen haben Ausschreibungen gewonnen in denen neue Fahrzeuge festgeschrieben bzw. gefordert sind. Die machen das nicht nur weil es schöner für den Kunden ist oder es soviel Spaß macht. Bestes Beispiel ist die RB47, hier wird Abellio ab Ende 2013 übernehmen. Auf diese Linie hat sie sich allerdings nicht wegen der berühmten Müngstener Brücke beworben, wie sie immer behauptet. Sondern weil der VRR die neuen Fahrzeuge übernimmt bzw. abkauft und wieder zurück leiht an die Abellio. Nächstes Beispiel ist die Eurobahn, RE13, die mit sämtlichen Graffitis am Zug durch die Lande fährt. Man sagt sie hätten gerade mal ein oder zwei Überschusszüge für die ganze Linie. Ziehen wir mal einen ab für die Werkstatt. Bleint ein Zug zum austausch, also muss alles rollen. Bei der DB übrigens sind die Graffitis meist nach wenigen Tagen weg. Bei der Eurobahn nicht.

    Zitat: „… das die DB jene Mitarbeiter an einen zukünftigen Betreiber „weiterreichen“ würde, die es gerne loswerden möchte, z. B. die, welche durch Fehlzeiten auffallen, die Unmotiviert oder unfreundlich den Kunden gegenüber sind oder die einfach unbeliebt bei den Kollegen und Vorgesetzten sind.“

    Da sieht man mal wieder, wie wenig Ahnung Sie von den Strukturen der Eisenbahnen haben. Ich gehe darauf nachdem nächsten Zitat weiter ein.

    Zitat: „Die Personalübernahme ist für die Eisenbahnunternehmen nicht verhandelbar. Sie werden aber sehr gerne ausgebildetes Personal übernehmen, aber sie wollen sich die Leute aussuchen!. Ist das den so schwer zu verstehen?“

    Nein Sie scheinen ganz und gar nicht zu verstehen! Nicht der Betreiber der die Ausschreibung verliert kann sich aussuchen wer geht und wer nicht, sondern die Personale selbst entscheiden dies. Und wo ist bitte schön das Problem festzuschreiben, dass der Betreiber der die Strecke übernimmt sich erstmal die frei werdenden Personale des ehemaligen Betreibers anzuschauen hat, bevor er andere einstellen kann ? Und mit der neue Betreiber nicht einfach jeden ablehen kann der ihm zu teuer ist, sollten noch ein oder zwei unabhängige Personen (Betriebsrat und Gewerkschaft) dem Einstellungsgespräch beisitzen. Ich sehe da kein Problem drin, dass so etwas festgeschrieben wird in Rahmenbedingungen.

    Ausserdem werden zu meist die Personale einer Linie frei und nicht einfach irgendwelche die sich der ehemalige Betreiber ausgesucht hat.

    @Stephan

    Ja und meine Meinung kennen Sie auch schon. Hier ist sie nochmal: Den Besteller der Linien interressiert es einen sche.. ob die Personale des Betreibers streiken oder nicht. Die Leistung hat erbracht zu werden oder es gibt eben kein oder weniger Geld. Genauso sieht es mit den Kunden im rechtlichen Sinne aus, den Kunden interressiert es nicht ob die Personale eines Betriebs streiken oder nicht. Er hat Anrecht auf sein bezahltes Produkt! Und wenn die Firma nicht liefern kann bzw. der Betreiber nicht fahren kann, kann der Kunde dies bei der Firma oder dem Betreiber geltend machen. Der Kunde hat schliesslich einen Vertrag mit dem Betreiber geschlossen und nicht mit der Gewerkschaft. Wie Sie dass finde oder meinen wie es sein müsste, interressiert mich und unser Gesetz nicht die Bohne!

    @Kleinwagen

    Zitat: „Und wenn die Schienen nicht von Tieren, Menschen, Autos, Bäumen etc. blockiert sein könnten, bräuchte man wirklich keine Lokführer.“

    Und wenn die Straßen nicht von Tieren, Menschen, Autos, Bäumen etc. blockiert sein könnten, bräuchte man wirklich keine Autofahrer.

    Und wenn nicht in der Luft noch Flugzeuge, Raketen, Tarnkappenbomber, etc. herumfliegen könnten, bräuchte man wirklich keine Piloten.

    Und wenn nicht im Meer oder Fluß noch Boote, Waale, Inseln, Kontinente, etc herumschwimmen würden, bräuchte man auch keine Kapitäne.

    Das ist so ein blöder Satz, den Sie hier verzapft haben. Den kann man auf alle Bereiche anwenden. Auch auf Ihren Job. :-D

  26. Herrlich, wie sich hier angekeift wird und sich einige anscheinend wirklich persönlich angegriffen fühlen.
    Ich möchte nicht sagen, dass es mich einen scheißdreck interessiert, wie es den Lokführern ergeht, jedoch verlier ich langsam die Lust diesem Geplänkel dauerhaft zu folgen.
    Etwas mehr Realismus beiderseits (sowohl auf Seiten der Lokführer bzw. GDL als auch auf Seiten der Unternehmen) täte der verfahrenen Situation mal ganz gut.
    Dieses konsequente Verweigern bringt niemandem etwas. Die Bahnen werden bestreikt und verlieren so (Steuer-)Geld und die GDL leert mehr und mehr die Streikkassen.
    Und von Neid kann hier schonmal gar nicht gesprochen werden. Jeder sollte froh sein, dass er überhaupt einen Job (je nach Qualifikation) hat und diesen auch verdammt nochmal erledigt. Dieses Rumgezeter, was die GDL derzeit veranstaltet hätte sie auch gut und gern hinter verschlossenen Türen an den Verhandlungstischen machen können.

  27. Das heute ist nun der Gipfel der Sauerei: die Kolleginnen und Kollegen wurden zur Arbeit gekarrt. Teilweise ohne Vorwarnung! Der Rückweg wird bestreikt!
    GDL-Lokführer sollten in Lebensmittelläden einkaufen dürfen; tollste Sonderangebote – nur mit GDL-Ausweis – und an der Kasse wird dann alles wieder in die Regale geschickt.

    @Hartmut S. Merkste nicht wie deine GDL langsam den Bach runtergeht?
    @@ Hartmut S. Wie soll ein GDL-Lokführer denn schneller auf Selbstmörder reagieren als die Technik? Der träumt doch nur vom Tarifvertrag… Neid? Nein! Das Geld gönn‘ ich euch! Nur das habt ihr bei den Privaten ja schon. Ihr wollt nur euren Sch*** Tarifvertrag (und Grube kann die Privaten so erledigen).


  28. Hartmut S
    18.04.11 um 17:20

    Immerhin, ein Lokführer reagiert und fährt nicht mit einer toten Person am Zughaken in einen Bahnhof ein.

    Daß die GDL den Bach runtergeht, erklärt man uns von außen schon immer. Aber wir gehen immerwieder gestärkt aus unseren Aktionen, weil wir etwas unternehmen und nicht die Mitglieder nur verwalten.

    Die Kollegen der Privaten haben erkannt wohin die Reise geht. Dem Lohndumping ist Einhalt zu gebieten, im Interesse der Mitglieder der GDL egal bei welchen Unternehmen. So wie es in ihrer Satzung steht.

  29. @ Hartmut S.

    Laber Deinen Scheiß wo anders. Wir tun was! JA, die Kollegen quälen!

    Gestärkt? Wenn ihr stark wärt, dann würdet ihr Verhandlungen führen können – wer aber führt mit so etwas Verhandlungen?


  30. Hartmut S
    18.04.11 um 17:46

    @Maxpaul

    Wenn es denn was zum Verhandeln gibt, ist die GDL am Tisch. Solange da nichts kommt erfolgt ein Austausch von Argumenten mittels Arbeitskampf, gemäß Artikel 9 Abs. 3 des Grundgesetzes:

    (3) 1Das Recht, zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen Vereinigungen
    zu bilden, ist für jedermann und für alle Berufe gewährleistet. 2Abreden, die dieses Recht
    einschränken oder zu behindern suchen, sind nichtig, hierauf gerichtete Maßnahmen sind rechtswidrig.
    3Maßnahmen nach den Artikeln 12 a, 35 Abs. 2 und 3, Artikel 87 a Abs. 4 und Artikel 91
    dürfen sich nicht gegen Arbeitskämpfe richten, die zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und
    Wirtschaftsbedingungen von Vereinigungen im Sinne des Satzes 1 geführt werden.

  31. @Hartmut S: Es sind schon genügend Fernverkehrszüge mit toten Personen am Bug in Bahnhöfe gerollt, trotz menschlichem Zugführer an Bord…
    Und wie definierst du „gestärkt“? Gestärkt als Gefühl alá „Wieder nich gearbeitet und trotzdem Geld verdient“? Denn seitens derjenigen, die auf die Bahnen angewiesen sind, ist der Rückhalt nur noch minimal. Es geht tierisch auf die Nerven, wenn man nicht weiß, ob und wann man als nächstes in Geiselhaft genommen wird… Diese 12Stunden „Vorwarnzeit“ sind ein Witz ohne Gleichen.
    Ich will euch mal sehen, wenn ihr am nächsten Morgen am Bahnsteig steht und nicht wisst, wie ihr nachmittags nach Hause kommen sollt, nur weil irgendein Irrer mit seiner Interessengemeinschaft der Meinung ist, freizudrehen und die imaginären Muskeln spielen zu lassen, weil ihm langweilig ist.


  32. Hartmut S
    18.04.11 um 18:18

    @Pendler

    Wir wissen schon, was wir den Fahrgästen zumuten. Letztendlich haben auch Lokführer eine Familie und sind mehr oder weniger selbst betroffen. Die Ursache liegt in der Privatisierung der Infrastruktur. Der Laden muß eigentlich laufen. Hierfür gab es das Beamtentum. Ob es denn das gleich wieder sein muß stelle ich selbst in Frage. Es kann aber nicht sein, daß auf Kosten der Mitarbeiter, ich sag einfach mal im Öffentlichen Dienst, Gewinne in Größenordnungen eingefahren werden und die Mitarbeiter sich finanziell nach unten dienen und dabei immer härteren Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind. Und daß wir dem wartenden Fahrgast auf dem Bahnsteig sehr viel abverlangen müssen, ist eben jener Entwicklung geschuldet. Der klardenkende Bürger sieht was hier in Deutschland abgeht.

  33. @Hartmut S: Das nennst du „Austausch von Argumenten“? Armes Deutschland, wenn so „Austausch von Argumenten“ interpretiert wird. Wo nicht miteinander gesprochen wird, kann auch kein (verbaler) Austausch stattfinden…
    Nimm es wegen mir persönlich, aber in Momenten wie diesen, bin ich froh dass du nicht die Züge fährst, mit denen ich fahre…

  34. @Pendler: BRAVO!

    @ Hartmut S.: Glaubst Du, ich kenn das GG nicht. Jeder ärmliche Gewerkschaftler, dem jegliche Argumente ausgehen, greift auf diesen Artikel zu. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Gegenseite mit euch nicht verhandeln wollen!

    DGB-Gewerkschaften sind schon schlimm und phantasielos – und die „Zwerg-„Gewerkschaft GDL versucht sie noch links zu überholen und begreifen dabei nicht, dass die eigenen arbeitenden Kollegen getroffen werden. So macht ihr euch keine Freunde. Eine Aussage wie „Wir wissen schon, was wir den Fahrgästen zumuten.“ ist einfach nur noch argumentationslos.
    Ihr seid in eurer Boniertheit*), Überheblichkeit und Dummheit nicht mehr zu übertreffen.
    *) Erklärung für GDL-Mitglieder und Vorstände: „Beschränktheit oder Begrenztheit mit Einbildung vereint und kann sich auf Personen oder (seltener) Sachen beziehen; Im engeren Sinn nennt man jemanden borniert, der übermäßig von sich und seinen Ansichten überzeugt ist und andere Ansichten und Argumente ignoriert.“ Quelle: Wikionary


  35. Hartmut S
    18.04.11 um 20:25

    @Maxpaul

    Danke für die zahlreichen Komplimente!
    Sie sind selbstredend.
    Bei Mehdorn waren wir Terroristen, Geiselnehmer oder Erpresser.
    Bei Dir sind wir borniert, überheblich, dumm, beschränkt, begrenzt, eingebildet und argumentationslos. Das ist ja vernichtend! Ich bin stolz auf Dich! Solche Formulierungen kenne ich noch aus dem Staatsbürgerkundeunterricht. Du wärest ein guter Parteisekretär gewesen.

  36. Momente mal Hartmut, ohne die Privatisierung gäbe es euch bei den Privaten schonmal gar nicht.
    Und an sich, wenn ich meinen Quellen bei der DB trauen kann, ist der DB-Konzern bereits soweit aufgespalten, dass dahingehend ein möglichst fairer Wettbewerb von Statten gehen sollte. Inwieweit das die DB aber letztlich als Muttergesellschaft boykottiert steht auf einem anderen Blatt. So haben alle Regio- und die Fernverkehrstochter ein gewisses Entgeld für die Strecken-, Stromtrassen- und Bahnhofsbenutzung zu zahlen.
    Und sicher, euren Schichtplan möchte ich wahrlich nicht haben (ergeben mehrere Gespräche vornehmlich mit Zugbegleitern der DB). Aber seien wir ehrlich: Wer der Meinung ist, dass das Konstrukt „Deutsche Eisenbahn“ mit einem Acht-Stunden-Drei-Schichten-Plan aufrecht zu halten ist, sollte sich einen anderen Berufszweig auswählen. Insbesondere im Fern- und Güterverkehr.
    Außerdem möchte ich mal die privaten Unternehmen, abseits der Schiene, die freiwillig sich um den Berufsunfähigkeitsschutz der Mitarbeiter kümmert. Es gibt gewiss welche, aber in bedeutungsloser Unterzahl.
    Ich habe jetzt auch nicht euren Durchschnittsverdienst im Kopf. Ich nehme mir einfach mal den Lohn der DB. Mit durchschnittlich 2300 brutto im Monat als EINSTEIGER(!) könnte ich gut leben. Auf soviel kommt nicht einmal mein Vater, der ebenfalls im Schichtdienst und unter widerwärtigen Bedingungen (im Sommer heiß wie sau, im Winter, wenn die Tore nicht richtig zu sind, zieht es wie Hechtsuppe, etc.) seit Jahren arbeiten muss.
    Und selbst, wenn ihr 20% weniger verdienen solltet, steht ein BerufsEINSTEIGER (wohlgemerkt) mit 1800€ immernoch ganz gut da.
    Sowas erreiche ich als studierter Berufseinsteiger in meiner Branche eher selten…
    ich kann es durchaus nachvollziehen, wenn eine solch große Lücke geschlossen werden soll, keine Frage. Es gibt aber andere Werkzeuge als nur die Brechstange und damit andere Existenzen ggf. mit in den Abgrund zu reißen.
    Fast euch mal an die eigene Nase und seid froh, dass ihr zu dem Wirtschaftszweig gehört, der nicht so schnell vom Outsourcing betroffen ist.

  37. @Stefan:
    Es ging nicht um das ALG I/II, sondern um die Differenz zum bisherigen Gehalt. Lesen hilft….


  38. Beobachter
    18.04.11 um 22:25

    Die Eisenbahner waren bis zur Bahnreform von jeglichem Wettbewerb verschont. Es gab Dienstvorschriften und willkürliche Fahrpläne und der „Kunde“ (im Eisenbahnjargon „Beförderungsfall“) hatte sich daran zu halten oder musste das Auto nehmen. Im Grunde war es nur eine Selbstbefriedigung der Eisenbahner. Da es Viele gab, die sich ein Auto anschafften – die Meisten aus Verzweiflung- , um nicht mir der Bundesbahn fahren zu müssen, hat die Deutsche Bundesbahn mangels Rentabilität die Strecken still gelegt, später sogar abgebaut. Natürlich hat das keinen Lokführer gestört, er war ja „Beamter“ und wenn er nicht mehr gebraucht wurde, ging er in den Ruhestand. Natürlich wieder auf Kosten des Steuerzahlers. Ein tolles Leben, und das auf dem Rücken der arbeitenden Bevölkerung.

    Die GDL hat dies erkannt. Durch den Verlust der „Verbeamtung“ entsteht dieser Berufsgruppe ein Nachteil, weil sie mit anderen Arbeitnehmern gleichgesetzt wird. Also jenen, die Steuern zahlen, aber jederzeit entlassen werden können. Aber das geht natürlich nicht mit Claus Weselsky, dem mit dem Schnurrbart.

    Aus einer Pressenotiz der GDL:

    Bisher fehlende gesetzliche Rahmenbedingungen im Wettbewerb der EVU werden durch tarifpolitische Instrumente der GDL ersetzt und führen zur Angleichung der Wettbewerbsbedingungen
    im gesamten Markt.

    Nicht ohne Grund hat der Gesetzgeber keine Rahmenbedingungen geschaffen. Maßt sich also die GDL an, Gesetze (über Tarifverträge) zu schreiben? Ein gefährliches Spiel.

  39. @ SEW

    Lesen hilft, das stimmt. Bitte nochmal meinen Kommentar durchlesen und versuchen den Sinn zu verstehen.

    Sinn: Wenn keine Bahnfahrer dann keine Bahn, somit keine Tf….alles klaro??

  40. @Stephan

    Tja aber ohne Bahn ist Ihr sämtliches Wissen über selbiges dann auch völlig unnütz, oder ?! Denken Sie mal drüber nach.

  41. Hartmut S sagt: Du wärest ein guter Parteisekretär gewesen.

    Nöööööööö, aber ich kümmere mich um meine Leute und sehe, dass die GDL nur die arbeitende Bevölkerung bestreikt. Sonst nichts!

    Und das ist nun mal BORNIERT *)

    *) Erklärung für GDL-Mitglieder und GDL-Vorsitzende: “Beschränktheit oder Begrenztheit mit Einbildung vereint und kann sich auf Personen oder (seltener) Sachen beziehen; Im engeren Sinn nennt man jemanden borniert, der übermäßig von sich und seinen Ansichten überzeugt ist und andere Ansichten und Argumente ignoriert.” Quelle: Wikionary

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