Eisenbahnjournal Zughalt.de

Nachrichten über Eisenbahn und öffentlichen Verkehr

Metronom: GDL soll zur Vernunft kommen

01.04.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Metronom-Eisenbahngesellschaft aus Niedersachsen kritisiert den Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) aufs schärfste. Die GDL fordert die Einführung eines bundesweit gültigen Rahmentarifvertrages für Lokomotivführer aller Eisenbahnverkehrsunternehmen auf dem Niveau des DB-Tarifs. Beim Metronom werden aber heute schon höhere Löhne als bei der DB gezahlt.

[ad#Content-AD]

Metronom-Geschäftsführer Wolfgang Birlin: „Leider weigert sich die GDL auch weiterhin Verhandlungstermine zu nennen oder überhaupt Forderungen an Metronom in Bezug auf die gesamte Belegschaft zu stellen.“ Bereits heute können Lokomotivführer in der Spitze bis zu 15 % mehr verdienen als es bei der Deutschen Bahn der Fall ist. Bereits ein Berufseinsteiger könne nach einer neunmonaten Ausbildung über 32.000 Euro brutto im Jahr verdienen.

„Wir fordern die GDL auf, endlich mit einer verhandlungsfähigen Forderung an den Verhandlungstisch zu kommen“, so Birlin. Für die Mitarbeiter des Unternehmens gilt ein firmenbezogener Verbandstarifvertrag. Verhandlungen über dessen Ausgestaltung wurden von der GDL bereits mehrfach abgelehnt – stets unter Berufung auf den geforderten bundesweit gültigen Rahmentarifvertrag.

Dabei haben die sechs großen Privatbahnkonzerne Abellio, Benex, die Hessische Landesbahn, Netinera (vormals Arriva Deutschland), Keolis und Veolia Transdev mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bereits einen Branchentarifvertrag für den Nahverkehr ausgehandelt. Dieser kam ebenfalls erst durch ein Schlichtungsverfahren unter Leitung des früheren Bundesverteidigungsministers Peter Struck (SPD) zustande. Die GDL lehnte aber einen Eintritt in dieses Verfahren ab.

Am 4. März haben sich die G 6 als Verhandlungsgemeinschaft aufgelöst. Die GDL muss sich nun an die einzelnen Unternehmen wenden. Im Falle der Metronom-Eisenbahngesellschaft, die indirekt zu Netinera gehört, wurden der GDL zuletzt am 24. März Verhandlungen ohne Vorbedingungen angeboten. Dieses Angebot steht weiterhin.

[ad#Bigsize-Artikel]

2 Responses

  1. …oder wie NOB einfach mal bis Sonntag die Streikenden Ausschliessen (am besten alle Streikenden Lokführer, das kostet nen bisel mehr Gewerkschaftsgeld ;) )

    …irgendwo eben hab ich „die GDL ausbluten“ gelesen…ist auch ne gute Idee :)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.