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KVB sanieren ihre B-Wagen

06.04.11 (NVR) Autor:Jürgen Eikelberg

Sanierungsarbeiten in der KVB-WerkstattDie 28 Hochflurstadtbahnen der Serie 2100 der Kölner Verkehrsbetriebe aus den Baujahren 1982 bis 1984 sind nun rund dreißig Jahre im Einsatz. Es sind die so genannten B-Wagen, die in unterschiedlicher Ausstattung auch in vielen Städten anzutreffen sind. Diese Wagen genügen den heutigen Kundenanforderung nicht mehr. Vor allem fehlt eine Klimaanlage, die Bestuhlung ist nicht behindertengerecht gestaltet und vieles mehr.

Bei der Entscheidung, ob Neufahrzeug, die mit 3,2 Millionen pro Stück zu Buche schlagen, oder ob eine Sanierung wirtschaftlicher wäre, hat sie die KVB für eine Sanierung entschlossen. Die robuste Bauweise der der Serie 2100, die nur geringe Verschleißerscheinungen an den Wagenkästen aufweist, macht es somit möglich, den diesen weiter zu nutzen. Ähnlich einem Haus, das saniert wird, wird der Wagenkasten „entkernt“ und danach neu aufgebaut. Mit Beteiligung der Industrie ist das in der Hauptwerkstatt der KVB möglich.

„Mit unserem Weg der Sanierung der Fahrzeuge erledigen wir verschieden Aufgaben gleichzeitig. Die Fahrgäste bekommen ansprechende Fahrzeuge mit Klimatisierung und hohem Komfort. Zugleich schaffen wir mehr Platz im Innenraum, indem wir die Mehrzweckflächen ausgedehnt, die Durchlässigkeit erhöht und weitere Sitzplätze durch den Wegfall jeweils einer Fahrerkabine geschaffen werden.“, so Jürgen Fenske, der Vorstandsprecher der KVB.

Die wesentlichen Sanierungsmaßnamen sind

  • Einbau eines neuen Bremssystems
  • Generalüberholung der Luftfederung
  • Generalüberholung des Wagenkastens mit neuem Desing
  • Sanierung der Türsystemes und Generalüberholung der Trittstufen
  • Neueinrichtung des Fahrgastinnenraums mit neuen Sitzen, mehr Bewegungsfreiheit, größere Multifunktionsflächen und Verzicht auf je eine Fahrerkabine
  • Einbau einer Klimatisierung im Fahrgastraum und im Fahrerstand
  • Neueinrichtung des Fahrerarbeitsplatzes

Alles in allen wird sich ein sanierter 2100er kaum von Neubaufahrzeugen unterscheiden, und die Sanierung kostet nur 1,7 Millionen Euro, pro Stück wohlgemerkt. Das sind bei 28 Stadtbahnwagen rund 47,6 Millionen Euro an Einsparungen. Und die werden noch noch die nächsten dreißig Jahre über die Kölner Gleise rollen. Eine Sanierung, die sich wirklich lohnt.

Der erste „Roll-Out“ soll im Frühjahr 2012 stattfinden, im Jahre 2016 sollen alle Stadtbahnwagen der Serie 2100 saniert sein. Ach ja, wen es interessiert, nach der Sanierung sind die dann die Serie ein 2400er.

Ähnliche Projekte laufen aber auch in Bonn, Stuttgart und Hamburg. Im Angesicht knapper Kassen öffentlichen Haushalte wird es eine Alternative zu Neubeschaffungen geben müssen. Und die KVB ist da Vorreiter.

Bild: Stefan Hennigfeld

Ein Kommentar

  1. Der Beitrag enthält noch einige sprachliche Macken:

    • den heutigen Kundenanforderung
    • Bei der Entscheidung, ob Neufahrzeug, die mit 3,2 Millionen pro Stück zu Buche schlagen, oder ob eine Sanierung wirtschaftlicher wäre
    • hat sie die KVB
    • Die robuste Bauweise der der Serie 2100
    • den diesen weiter zu nutzen
    • erledigen wir verschieden Aufgaben
    • indem wir die Mehrzweckflächen ausgedehnt
    • Und die werden noch noch die nächsten
    • nach der Sanierung sind die dann die Serie ein 2400er.

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