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Köln: Teilinbetriebnahmen der Nord-Süd-Stadtbahn geplant

22.04.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Zurzeit wird in Köln die Nord-Süd-Stadtbahn gebaut, die vom Breslauer Platz/Hbf quer durch die Stadt in den Kölner Süden führen wird. Nach etlichen Problemen während des Tunnelbaus werden mit der Fertigstellung des Tunnel Planungen der Inbetriebnahme der Strecke nötig. Durch den Einsturz des Kölner Stadtarchivs wird der Tunnelbereich rund um die Einsturzstelle noch einige Jahre nicht befahrbar sein, weswegen die Strecke in zwei getrennten Teilen betrieben werden müsste, sofern man keine Bauwerke ungenutzt haben möchte.

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Für den nördlichen Teil sieht das Konzept nach einem Ratsbeschluss wie folgt aus: Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2011, also Ende dieses Jahres, wird der neue U-Bahnhof „Breslauer Platz/Hbf“ wieder in Betrieb gehen. Dieser wurde in den letzten Jahren so umgebaut, dass dort die neue Nord-Süd-Stadtbahn zukünftig ihren End- und Umsteigepunkt haben kann. Zurzeit durchfahren ihn die Züge der anderen Linien ohne Halt. Ein Jahr später soll dann die erste Nord-Süd-Stadtbahn rollen, allerdings nur auf dem Teilstück vom Hauptbahnhof bis zum Rathaus.

Damit wird die Linie ähnlich kurz sein wie die U55 in Berlin, die zurzeit zwischen dem dortigen Hauptbahnhof und dem Brandenburger Tor verkehrt. Zum Fahrplanwechsel Ende 2013 ist dann die Verlängerung der Linie bis zum Heumarkt gedacht. Dies wird dann vorerst der südliche Endpunkt des Nordteils bleiben müssen. Für den südlichen Teil haben die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) sich folgende Lösung überlegt, die nun der Stadt und damit dem Rat zum Beschluss vorgelegt werden wird:

Sofern sich der Rat schnell genug entscheidet, wäre eine Betriebsaufnahme zwischen dem Halt Severinstraße und Rodenkirchen, einem Stadtteil im Kölner Süden, zum Fahrplanwechsel im Dezember 2014 denkbar. Hierbei würden die Züge im 10-Minuten-Takt abwechselnd durch die beiden Röhren verkehren, da keine Wendeanlage an der Severinstraße verbaut ist. Für diesen Betrieb müssten 11,5 Millionen Euro ausgegeben werden, von denen 2,5 Millionen Euro auf eine neue Wendeanlage in Rodenkirchen entfallen würden. Diese ist notwendig, da dort sonst der Betrieb der Linie 16 massivst gestört würde. Die neue Linie würde schätzungsweise 10.000 Fahrgäste täglich transportieren.

Sollte sich der Rat nicht für diese Maßnahme entscheiden, würden für den Zeitraum ab 2014 bis 2017/2018 Kosten in Höhe von fünf bis sieben Millionen Euro fällig, um die entsprechend fertiggestellten Bauwerke zu schützen und zu erhalten. Für die Gesamtstrecke ist eine Inbetriebnahme in den Jahren 2017 oder 2018 zu erwarten. Bis dahin sollen die Schäden im Bereich Waidmarkt, also der Einsturzstelle des Stadtarchivs behoben sein.

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Ein Kommentar

  1. Die massive Störung der Linie 16 sei mal dahin gestellt.
    In Bahnhof Rodenkirchen ist ein Wende-/Überholgleis vorhanden (Gleis 121).
    Allerdings kann man dieses nur auf Hp2 bzw. Sh1 befahren und da der Gleiswechsel ins Gegengleis vor dem Bü Maternusstraße (Bü Nr. 1 HGK) liegt würde dieser Bü entsprechend öfter bzw. lange geschlossen sein.
    Da liegt das wahre Problem.

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