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GDL-Streik (14./15. April) beginnt

14.04.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

In diesen Minuten beginnt der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) bei den privaten Eisenbahnkonzernen Abellio, Benex, der Hessischen Landesbahn, Netinera (vormals Arriva Deutschland), und Veolia Verkehr. Bei der Deutschen Bahn und bei der Eurobahn wird nicht gestreikt. Die Streikbeteiligung ist dabei zwischen den einzelnen Verkehrsdienstleitern stark schwankend.

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So gab es etwa bei der Nordwestbahn, bei der Düsseldorfer Regiobahn oder bei Abellio Rail so gut wie gar keine Auswirkungen. Teilweise konnte man bereits ausgearbeitete Notfallkonzepte in der Schublade lassen und den vollen fahrplanmäßigen Verkehr anbieten. Stärker betroffen waren beispielsweise die WestfalenBahn und die Metronom-Eisenbahngesellschaft. Hier gab es Verspätungen und Zugausfälle.

Sowohl die Metronom-Eisenbahngesellschaft als auch die WestfalenBahn haben der GDL Tarifverhandlungen angeboten. Diese jedoch lehnte ab und verwies auf die Forderung nach einem bundesweit gültigen Rahmentarifvertrag für Lokomotivführer aller Eisenbahnverkehrsunternehmen. Bei Keolis, der Muttergesellschaft der Eurobahn, laufen jedoch Verhandlungen. Welches Muster dahintersteckt ist unbekannt.

Doch GDL-Chef Weselsky ist entschlossen. Die Privatbahnen „können die Lohnsteigerungen somit spielend verkraften. Ein kleiner Anteil der Gewinne, der ansonsten in den meisten Unternehmen an die Muttergesellschaften ins Ausland abgeführt wird, ist bei den Lokomotivführern mit ihrer verantwortungsvollen Arbeit besser aufgehoben.“

Ausdrücklich vom Streik ausgenommen ist die Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG), die die Stadt- und Straßenbahn Karlsruhe betreibt. Sie war zuletzt sehr stark betroffen. Allerdings wird es schon in der kommenden Woche auch da wieder Ausstände geben.

Die GDL will 105% des DB-Tarifs als Grundgehalt für alle Lokführer. Außerdem soll es verbindliche Personalübernahmeregelungen bei Betreiberwechseln im Nahverkehr geben. Darüber hinaus fordert sie innerbetriebliche Maßnahmen zur Weiterbeschäftigung bei voller Besitzstandswahrung im Fall von Fahrdienstuntauglichkeit. Zudem soll der Beruf des Lokführers für Hauptschulabsolventen unzugänglich gemacht werden.

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