Eisenbahnjournal Zughalt.de

Nachrichten über Eisenbahn und öffentlichen Verkehr

Am 16. April ist Tag der Bahnhofsmission

08.04.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

In mehr als hundert deutschen Städten gibt es eine Bahnhofsmission. So unterschiedlich die einzelnen Einrichtungen auch sein mögen, sie alle sind eng verwoben mit dem sozialen Gefüge des Bahnhofs und dem Bahnhofsviertels einer Stadt. Und genau das wird am Tag der Bahnhofsmission Thema sein: Der übernächste Samstag, den 16. April steht unter dem Motto „Ein Segen für die Stadt – Die Bahnhofsmission.“

[ad#Content-AD]

An diesem Samstag laden die ökumenisch getragenen Kircheneinrichtungen ein und stellen ihre vielfältigen Aktivitäten vor. Es gibt viele Gründe, wieso Menschen mit ihr in Kontakt kommen. Für manche Reisende ist ein Gespräch mit den Mitarbeitenden die erste zwischenmenschliche Begegnung an einem neuen Ort. Sie nehmen Reisehilfen in Anspruch, entweder beim Aussteigen oder unterwegs während der Fahrt.

Andere erhalten Hilfe bei der Suche nach einer Unterkunft, brauchen Unterstützung, weil sie Schwierigkeiten mit der deutschen Sprache haben oder weil ihnen das Portemonnaie gestohlen wurde.

Für die Bewohner des Bahnhofsviertels ist der Bahnhof alltäglicher Lebens- und Sozialraum. Sie nutzen ihn, um einzukaufen, um Bekannte zu treffen oder sich anonym unters Volk zu mischen. Und weil in Bahnhofsvierteln oft genug die Bausubstanz schlecht und die Mieten billig sind, verdichten sich hier mehr als anderswo die sozialen Probleme. Menschen brauchen Hilfe und finden diese in den Bahnhofsmissionen.

Wer arm ist, arbeitslos oder wohnungslos, wer unter psychischen Problemen oder Suchterkrankungen leidet, der bekommt hier sofort erste Hilfe und kann oft weitervermittelt werden in langfristige Unterstützungsangebote, denn die Bahnhofsmissionen sind eng in das Hilfenetz der Städte eingebunden. Aber auch, wer nur ein wenig Gesellschaft sucht, ist herzlich zu einem Kaffee eingeladen.

Menschen wollen uneigennützig helfen und deshalb sind die Bahnhofsmissionen auch ein Ort für gesellschaftliches Engagement. Sie sorgen auf diese Weise für Solidarität und mehr sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Die Beiträge der Bürger sind vielfältig: Ehrenamtliche Mitarbeitende übernehmen die täglichen Aufgaben, Schülerpraktikanten erhalten für einige Wochen einen Einblick in die soziale Arbeit, Spender sorgen für finanzielle und materielle Unterstützung, Mitarbeiterteams aus Unternehmen streichen am Wochenende die Räume der Bahnhofsmission.

[ad#Bigsize-Artikel]

Kommentare sind geschlossen.