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Wiederaufbau der Neißetalbahn ist abgeschlossen

29.03.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Der Wiederaufbau der Neißetalbahn ist abgeschlossen. Vom kommenden Freitag (1. April) an ist die Strecke wieder befahrbar. „Mit der Wiederinbetriebnahme der Neißetalbahn steht die Bahnstrecke für die tägliche Mobilität der Menschen in der Region wieder zur Verfügung“, zeigte sich Artur Stempel, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für den Freistaat Sachsen zufrieden.

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Während der dreimonatigen Bauarbeiten hatte die Deutsche Bahn insgesamt etwa zwei Kilometer Gleisanlagen in den Bereichen Hagenwerder und Hirschfelder sowie einen für den Transport der Baustoffe notwendigen Abschnitt bei Zittau neu errichtet. Am Berzdorfer See musste der Bahndamm komplett neu aufgeschüttet werden. Im Bahnhof Hagenwerder wurden die Kabelanlagen ersetzt oder repariert.

Die Signaltechnik im Bahnhof Hirschfelde soll, ebenso wie die letzten beiden Bahnübergangssicherungsanlagen, bis Ende kommenden Jahres fertiggestellt werden. Das Hochwasser hat die Anlagen so stark beschädigt, dass eine Reparatur wirtschaftlich nicht vertretbar gewesen wäre. Sie müssen nun neu errichtet werden, wozu umfangreiche Planrechtsverfahren nötig sind.

Für den jetzt beginnenden Zugverkehr auf der Strecke stehen damit an den Bahnübergängen in Hirschfelde zunächst keine technischen Sicherungsanlagen zur Verfügung. Damit gelten für die Straßenverkehrsteilnehmer dieselben Regeln wie bei einem unbeschrankten Bahnübergang mit Andreaskreuz und ohne Blinklicht. Dazu ist es erforderlich, die Straßengeschwindigkeit beim Annähern an den Bahnübergang auf 10 km/h zu reduzieren. Der Triebfahrzeugführer gibt seinerseits beim Annähern an den Bahnübergang ein akustisches Signal.

Insgesamt hat die Deutsche Bahn für den Wiederaufbau fünf Millionen Euro investiert. Eine Finanzierungsvereinbarung durch die öffentliche Hand steht noch immer aus. Um den Betrieb möglichst schnell wieder aufnehmen zu können, ist das Unternehmen zunächst in Vorleistung getreten und hat das Geld aus eigener Tasche vorgestreckt.

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Ein Kommentar


  1. trainguide
    29.03.11 um 13:47

    Um den Betrieb möglichst schnell wieder aufnehmen zu können, ist das Unternehmen zunächst in Vorleistung getreten und hat das Geld aus eigener Tasche vorgestreckt.

    Die Darstellung -„schnell“- entspricht nicht den Tatsachen. Es wurde ein halbes Jahr gezögert, bis mit dem Wiederaufbau begonnen wurde.

    Zudem ist es äußerst unseriös, sich den Wiederaufbau nur vom Land oder anderen externen Trägern finanzieren zu lassen. Für derlei Schäden muss die DB AG bis zu einer bestimmten Höhe pro Jahr bundesweit selber aufkommen. Dafür müssen Rückstellungen gebildet werden. Auch hier fehlt mal wieder ein eindeutige rechtliche Regelung. Stattdessen setzt man auf Transferzahlungen – die hier wohl ausblieben. Im Übrigen bezieht die DB Netz Trasseneinnahmen. Sie sollte die hierzu erzielten Erlöse vorlegen.

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