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Privatbahnen erklären GDL-Verhandlungen für beendet

04.03.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die sechs großen Privatbahnkonzerne Abellio, Arriva Deutschland, Benex, die Hessische Landesbahn, Keolis und Veolia Verkehr haben heute mittag in Berlin die Verhandlungen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) für beendet erklärt. Sie berufen sich auf den Branchentarifvertrag mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Man ist jedoch bereit, mit der GDL ausgelaufene Haustarifverträge zu verlängern.

Verhandlungsführerin Ulrike Haber-Schilling, Arbeitsdirektorin bei Veolia Verkehr: „Den Entschluss haben sich die beteiligten Unternehmen nicht leicht gemacht. Aber die GDL hat alle unsere Kompromissangebote ausgeschlagen und mit ihrer Sturheit den Bogen überspannt. Die Warnstreiks haben noch einmal deutlich gemacht, dass es der GDL nur um den Alleinvertretungsanspruch für die Lokführer geht. Das ist weder mit der grundgesetzlich verankerten Koalitionsfreiheit noch mit der – von der GDL selbst geforderten – Tarifpluralität vereinbar.“

Mitte 2010 begannen die privaten Verkehrskonzerne, sowohl mit der damaligen Tarifgemeinschaft Transnet / GDBA (heute EVG) als auch mit der GDL, über einen Branchentarifvertrag zu verhandeln. Die GDL lehnte gemeinsame Gespräche mit den anderen Gewerkschaften dabei stets ab. Die GDL wollte auch nicht in das einberufene Schlichtungsverfahren eintreten, in dem unter Vermittlung des früheren Bundesverteidigungsministers Peter Struck (SPD) eine Einigung erzielt worden ist.

Ulrike Riedel, Arbeitsdirektorin bei Benex: „Die GDL-Führung hat sich darauf versteift, einen Alleinvertretungsanspruch für alle Lokomotiv- und Triebfahrzeugführer durchzusetzen – auch für solche, die in Unternehmen arbeiten, die mehrheitlich von der EVG vertreten werden. Im Klartext: Die GDL will auch EVG-Mitglieder aus dem mit der EVG zu Ende verhandelten Branchentarifvertrag SPNV herauszwingen. Das würde den Branchentarifvertrag aushebeln und die erfolgreichen Verhandlungsergebnisse zur Makulatur werden lassen. Diesen Weg können und werden die Privatbahnen nicht gehen. Wir werden uns nicht zum Spielball von konkurrierenden Gewerkschaften machen lassen.“

Die Privatbahnen haben ein Zehn-Punkte-Papier zur Beendigung des Verhandlungsmandates herausgegeben:

  1. Die sechs Privatbahnen haben mit der EVG sowie der DB AG einen Branchentarifvertrag SPNV abgeschlossen, der für alle Berufsgruppen der Branche gilt und für alle Unternehmen der Branche künftig eine sehr starke Annäherung an die Beschäftigungsbedingungen beim Marktführer DB AG sicherstellen wird.
  2.  

  3. Die sechs Privatbahnen haben seit dem Beginn der Verhandlungen der GDL immer wieder angeboten, gemeinsam mit der DB und der EVG eine Lösung für die gesamte Branche zu finden. Zum Beginn der Schlichtung zum Branchentarifvertrag SPNV wurde dieses Angebot erneuert. Gleichzeitig haben Schlichter und politische Vertreter die GDL zu diesem Schritt aufgefordert. Die GDL hat sich beständig geweigert, an diesen Verhandlungen teilzunehmen.
  4.  

  5. Die „Verweigerungs-Strategie“ der GDL wird auch daran deutlich, dass sie sich seit Beginn der Tarifverhandlungen im Sommer 2010 um keinen Millimeter bewegt und in keinem Punkt Kompromissbereitschaft gezeigt hat. Die GDL verharrt auf ihren Eingangsforderungen, die eine Übertragung der Beschäftigungsbedingungen aus der alten Beamten-Bundesbahn auf die SPNV-Unternehmen beinhaltet.
  6.  

  7. Auch nachdem die GDL das Scheitern der Verhandlungen Mitte Januar erklärt hatte, haben die Privatbahnen ihren Verhandlungswillen mehrfach öffentlich bekundet. Die GDL hat diese Angebote öffentlich mehrfach zurückgewiesen und stattdessen zu Warnstreiks und zur Urabstimmung aufgerufen.
  8.  

  9. Die Unterschiede zwischen dem für alle Berufsgruppen im SPNV künftig geltenden Branchentarifvertrag und den Forderungen der GDL rechtfertigen in keinster Weise einen Arbeitskampf, wie ihn die GDL mit Warnstreiks angekündigt hat und mit der Urabstimmung einleiten will.
  10.  

  11. Das oberste Ziel der GDL ist es, einen Alleinvertretungsanspruch für alle Triebfahrzeugführer im SPNV durchzusetzen – auch für solche, die in Unternehmen arbeiten, die mehrheitlich von der EVG vertreten werden. Viele Triebfahrzeugführer im SPNV sind aber in der EVG organisiert. Im Klartext: Die GDL will auch EVG-Mitglieder aus dem mit der EVG zu Ende verhandelten Branchentarifvertrag SPNV herauszwingen. Dieses würde den Branchentarifvertrag SPNV aushebeln und die Verhandlungsergebnisse mit der EVG zur Makulatur werden lassen. Diesen Weg können und werden die sechs Privatbahnen nicht gehen.
  12.  

  13. Die GDL hat die Möglichkeit, in den Unternehmen, in denen sie Tarifpartner ist, die gekündigten Haustarifverträge neu zu verhandeln und abzuschließen. Diesen Schritt verweigert die GDL konsequent. Auch hier wird die Strategie der GDL deutlich, diejenigen Beschäftigten, die auf den Neuabschluss ihrer Haustarifverträge warten, in Geiselhaft zu nehmen, um in komplett anderen Unter-nehmen ihren Alleinvertretungsanspruch durchzusetzen und die EVG zu verdrängen.
  14.  

  15. Der Alleinvertretungsanspruch der GDL für alle Triebfahrzeugführer im SPNV, auch für diejenigen, die einer anderen Gewerkschaft angehören, ist weder mit der grundgesetzlich geschützten Koalitionsfreiheit noch mit der – auch von der GDL geforderten – Tarifpluralität vereinbar. Es verfestigt sich bei den Privatbahnen der Ein-druck, dass die GDL-Führung versucht, die Tarifautonomie zu missbrauchen, um den Konkurrenzkampf mit der größeren EVG auf dem Rücken der Unternehmen und der Fahrgäste auszutragen und damit das Gemeinwohl in Geiselhaft für ihre Ziel zu nehmen.
  16.  

  17. Die Privatbahnen kritisieren scharf das Verhalten und die Strategie der GDL. Gleichzeitig hat die Branche mit dem Branchentarifvertrag SPNV eine verlässliche und mit DB und der Gewerkschaft EVG abgestimmte Grundlage. Die Privatbahnen haben das Ziel, dass dieser Tarifvertrag Bestandteil aller künftigen Ausschreibungen und damit eine Mindestanforderung für die gesamte SPNV-Branche wird.
  18.  

  19. Die Gruppe der Privatbahnen im SPNV, die die Verhandlungen mit der EVG erfolgreich zum Abschluss geführt haben, fordert die GDL auf, im Sinne der Beschäftigten zügig die Verhandlungen über die in einzelnen Unternehmen ausgelaufenen Haustarifverträge aufzunehmen.
  20.  

Hiermit endet das gemeinsame Verhandlungsmandat der Tarifkommission der Privatbahnen.

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24 Responses


  1. Grenzgänger
    04.03.11 um 13:03

    Man wird sehen wer den längeren Hebel in der Hand hält.
    Das war doch eine Sippenwirtschaft mit der Eisenbahner Verarsch Gewerkschaft (EVG). Hauptsache schnell einen Abschluß. Hauptsache billig. Die AN sind der EVG und den AG egal.
    Da wird sich so manch einer warm anziehen müssen. Der Arbeitskampf ist eingeläutet und wird durchgezogen.
    Leider werden die Kunden in die Röhre schauen müssen(für einen Tag, eine Woche, oder mehr????).
    Es gibt auch EVU´s wo nicht gestreikt werden wird, z.B. die NWB.
    Die AN sind großteils in der EVG (mal freiwillig, mal nicht).

    Auf in den Kampf!!!!!!!!!!!!!!


  2. E Gerhard
    04.03.11 um 14:05

    Ich kann nur hoffen, daß die Arbeitgeber nicht nachgeben. Am Beispiel der Eisenbahnen im UK bzw. der Londoner U-Bahn kann man doch sehen, wohin dieses Nachgeben führt: zu Dauerkonflikten in fast jedem jahr. Die GDL wird mir dem erreichten nie zufrieden sein und stets neue Gründe für überhöhte Foderungen finden, um die EVG zu schädigen und neue Mitglieder zu gewinnen.
    Um den Fahrgast kümmert sie sich nicht. In unserer Region (Braunschweig) wurden in den letzten Jahren allein 3 Nebenstrecken stillgelegt, ohne das die GDL sich bemerkbar gemacht hätte. Ich hoffe, daß sie sich diesmal totstreikt.


  3. trainguide
    04.03.11 um 14:30

    Die Sympathien der GdL sind diesmal nicht so eindeutig verteilt. Das liegt schon einmal darin, dass Mehdorn, als Hassobjekt in der öffentlichen Wahrnehmung, wegfällt. Zuletzt -Streik 2007- bekam die GdL von FDP und den Grünen viel Zuspruch, und dieser Zuspruch war auch eine verdeckte Kritik am damaligen Bahnchef, dem man mit dem Streik von 2007 weiter in die Enge treiben wollte. Je stärker dieser mit dem damaligen Streik beschädigt wurde, desto größer war seinerzeit auch die Möglichkeit, Mehdorn los zu werden.

    Warum die GdL heute die DB bestreikt, bleibt aber heute etwas unklar. Von den Parteien hört man z. Zt. nichts an Unterstützung. Es kann sein, der Streik läuft sich letztendlich tot, so dass die GdL einen Kompromiss akzeptieren wird, der nicht annähernd ihrer Forderungen entsprechen könnte. Auch die Mitgliedschaft von Teilen des GdL-Vorstandes bei CDU und FDP wird ihr nicht viel helfen. Die Öffentlichkeit und die Politik stehen wohl z. Zt. eher an der Seite der DB AG. Die privaten EVU spielen in dem Konflikt in der Wahrnehmung nur eine kleine Rolle. Das ganze Geflecht ist für Außenstehende so kompliziert, dass es schwer ist, im öffentlichen Raum auf großen Zuspruch für die GdL zu hoffen.


  4. Stefan Hennigfeld
    04.03.11 um 14:40

    @ E. Gerhard

    Das ist ein wichtiger und oft unterschätzter Punkt, der aber beide Bahngewerkschaften betrifft:

    Wenn Ausschreibungen anstehen, dann machen sie sich bemerkbar und stellen (durchaus berechtigte) Forderungen. Aber ich habe noch nie gesehen, daß irgendein Gewerkschafter zu Mahnwachen, Demonstrationen oder sonstwas aufgerufen hätte, wenn eine Strecke stillgelegt werden soll.


  5. Jürgen E.
    04.03.11 um 15:06

    Ob der heutige Warnstreik ein so toller Erfolg für die GDL war, kann ich nach meinen Beobachtungen am Düsseldorfer Hbf nicht schließen. Ein Häuflein von sieben GDL-Mitgliedern stand verloren vor dem Bahnhof und keiner hat sie beachtet. Nur ein paar Pressevertreter machten ein paar Aufnahmen.

    Da nur ein abgestellter Zug einen Bahnsteig blockierte, lief auf den anderen Bahnsteigen der Verkehr, wenn auch oft mit großen Verspätungen. Es fuhren sogar S-Bahnen der DB Regio NRW. Ein DB Mitarbeiter an Gleis 18 lächelte entspannt und meinte es liefe doch recht gut und zwei Mitarbeiter der Nord-West-Bahn wiesen die Frage, ob denn jemand von ihren Kollegen streiken würde, entrüstet zurück.

    Wie hieß es doch in der Mitteilung der GDL? 80% der Züge fielen aus oder waren verspätet. Interessant sind für die Arbeitgeber aber nur die Züge, die wegen der Streikmaßnahmen ausgefallen sind, denn ob der Zug wegen einer technischen Panne oder hartem Winterwetter verspätet ist, spielt keine Rolle.

    Da bei den Ansagen im Hauptbahnhof immer die Streikauswirkungen als Grund angegeben wurden, war „Die Bahn“ mal nicht der Bösewicht. Ein gelungener Schachzug.


  6. Mattes Weiss
    04.03.11 um 17:26

    Man wird sehen wer den längeren Hebel in der Hand hält.

    Die genannten Privatbahnen und auch zwei nicht genannte sind ja ganz offensichtlich von den bisherigen Warnstreiks so schwer beeindruckt, daß sie von sich aus die nächste Eskalationsstufe eingeläutet haben ;-)

    Und in dieser jetzigen Lage wird es der DB – mit dem Verweis auf die „Wettbewerbssituation“ – sehr schwer fallen, einen Tarifvertrag zu unterschreiben (mal ganz abgesehen davon, ob ein TV „nur“ mit der DB überhaupt im Interesse der GDL wäre).


  7. Christian Schmidt
    04.03.11 um 19:00

    Oh, das wird spannend, ob in Deutschland die wir-gegen-die Strategie von ASLEF durchsetzbar ist. Ich finde die Strategie der Lokfuehrer ja insbesondere unfair gegenueber allen anderen in Eisenbahnfirmen beschaeftigeten Arbeitnehmern.


  8. Stefan Hennigfeld
    04.03.11 um 21:46

    @ Mattes Weiss

    Für die Nordwestbahn hat Veolia Verkehr verhandelt, für die Eurobahn hat Keolis verhandelt. Hinter den G 6 verbergen sich so gut wie alle im SPNV fahrenden Privatbahnen.

  9. Also liebe SPNV Privatbahnen, was sie jetzt getan haben ist unverantwortlich!!! Schon allein gegenüber ihren Kunden sind sie verpflichtet weiter zu verhandeln, den die werden aufgrund ihrer Entscheidung die Leittragenden sein! Vielen Dank!

    Ihre bisherigen Angebote enthielten auch immer, den stark Arbeitgeber orientierten, EVG BranchenTV den die GDL in keinsterweise haben möchte. Ist doch klar das es so nicht zu neuen Verhandlungen kommt.

    Aber ich kann sie ja verstehen liebe Privatennahverkehrsunternehmen, wann bekommt man schon eine solche Goldene Fahrkarte wie von der EVG. Die möchte man natürlich nicht gegen eine wesentlich schlechtere eintauschen. Aber andere müssen jetzt leiden und ihnen scheint das sch..ß egal. Wer erpresst jetzt wen ?

    Ihre Kunden mussten nun schon dreimal umsonst leiden. Es ist traurig und unverantwortlich!


  10. trainguide
    05.03.11 um 08:50

    @Joschi2x
    Wieso sollte das von den Privatbahnen unverantwortlich sein ? Das ist eher ein herber Rückschlag für die GdL, da sie jetzt mit jeder Firma mühsam einzeln verhandeln muss, und es schwieriger wird, da sie bei vielen Betrieben kaum Mitglieder hat.

    Dieser Streik wird der GdL schwer schaden, weil sie die DB dermaßen stark bestreikt, obwohl die DB die Kernforderug der GdL unterstützt.

    Bevor also weiter blindwütig weiter gestreikt wird, sollte die GdL erst einmal dafür sorgen, ihren mickrigen Organisationsgrad bei vielen privaten EVU zu steigern, um überhaupt ernst genommen zu werden.

  11. @Trainguide
    Natürlich ist es unverantwortlich, weil so wie das aussieht tragen sie es somit weiter auf dem Rücken der Kunden damit aus. Ich denke die GDL wird zwar mit jeder Firma einzeln weiter verhandeln, aber die Forderungen werden wohl nicht anders werden. Wäre Verhandlungstaktisch auch unklug.

    Ausserdem hatten wir das schon mal hier und ich sages es gern noch einmal, wer dem Geschwätz der Arbeitgeber in den Pressermitteilungen hier zu 100% glaubt, das alle Forderderungen ja erfüllt seinen, der kann nicht auf dieser Welt aufgewachsen sein oder ist sowas von blind. Erstmal haben die Arbeitgeber ein Verhandlungfähiges Angebot zu unterbreiten, dass weder den EVG BranchenTV einschliesst noch irgendwelche Verschlechterungen anbietet in den Kernforderungen als zuvor schon verhandelt.

    Wer hat den die Verhandlungen abgebrochen ? Es waren doch die Privatennahverkehrsfirmen die sämtliche Verhandlung mit hinblick auf den EVG BranchenTV abgebrochen haben. Daher bleib ich bei meiner Meinung, die Arbeitgeber wollen es nun vollends auf dem Rücken der Fahrgäste (ihrer Kunden) austragen und so soll es dann auch sein.

    GDL streikt für euer Recht und euere Rahmenbedingungen! Auch wenn nicht alles stehen bleibt, teuer wird es trotzdem für die kleinen Nahverkehrsfirmen. Und lange halten die dass bestimmt nicht durch.


  12. E Gerhard
    05.03.11 um 20:59

    @Joschi2x

    Schön wie hier GdL-Propaganda betrieben wird. Nur sind die Privatbahnen ja gar nicht so klein, und wie voll die Sreikkasse der GdL ist, muß sich auch noch zeigen.

    Im übrigen habe ich mit DB-Mitarbeitern gesprochen, die z.B. im Reisezentrum sitzen oder auch als ZuB tätig sind, und die sind nun wirklich nicht alle Fans der GdL. Zum einen weil sie nicht wissen, was sie vom Streik der GdL haben, zum anderen weil die GdL-Führung in ihrer Wortwahl gegenüber der EVG nicht pingelig ist. Und die sollen hinterher wieder vertrauensvoll zusammenarbeiten?

    Die Lokführer arbeiten übrigens hart daran, Goodwill zu zeigen: Vor ein paar Tagen (kein Warnstreik, normaler Fahrbetrieb) stand ein Zug am Bahnsteig . Der Lokführer kaute ein Brot. Da die Anzeigetafeln an den Bahnsteigen defekt waren und ein anderer Zug in Richtung Magdeburg erhebliche Verspätung hatte, fragte ich ihn, ob er früher fahren werde (auch in Richtung Magdeburg) als der verspätete Zugt. Antwort: Ich fahre um 10h45. Es war 11h40. Meine Gegenfrage: Es ist doch schon 11h40, wann fahren Sie denn? Antwort: 10h45. Erneute Frage: Das ist doch fast eine Stunde vorher gewesen? . Dieselbe Antwort: 10h45. Ende des „Gespräches“.

    Ich liebe die gute Stimmung, die die GdL verbreitet.


  13. Hartmut S
    05.03.11 um 22:20

    @E Gerhard

    Der Kollege hatte bestimmt ein GDL-Flaster auf der Nase! Und was erlauben Lokführer: Er kauen Brot.
    Oh man!

  14. @E Gerhard

    Ich weiß jetzt nicht was das freundliche Personal aus dem Reisezentrum mit den Lokführeren gemeinsam haben bei dieser Auseinandersetzung. Ergo bedeutet das wohl, dass sie sich nicht mit den aktuellen Geschehnissen auseinander gesetzt haben oder ? Anders kann ich ihren Kommentar leider nicht deuten. Sie scheinen ja nur auf die Einkommenserhöhung der Lokführer anzuspielen, dass ist bei diesem Streik aber eher ein zweit rangiges Thema. Nennen sie mir ein Personal im Servicebereich eines Bahnhofs, dass seinen Job verliert wenn eine Linieausschreibung durch einen billigeren Konkurrenten gewonnen wurde ? Die Servicepersonale in diesen bereichen sind alle relativ sicher in ihren Jobs. Aber ein Kundenbetreuer oder Lokführer ist sich, dank der Marktöffnung, da nicht mehr sicher. Gewonnene Auschreibung von Linien werden für ca. 10 bis 15 Jahre vergeben, was im umkehrschluss heißt das die Kundenbetreuer und Lokführer alle 10 bis 15 Jahre um ihren Job bangen dürfen. Übrigens teuer ausgebildetes Personal, zu meist von unseren Steuergeldern, sitzen dann auf der Straße. Es ist doch ganz klar dass da die Lokführer und Kundenbetreuer in der Gewerkschaft GDL was dagegen haben! Möchten sie alle 10 Jahre um ihren Job bangen ? Möchten sie durch schlecht ausgebildetes Personal ersetzt werden ? Personal was sich nicht mehr verständigen kann als „boah ähe, voll krass“ ? Sein sie doch froh das sie von dem Lokführer überhaupt noch eine richtige Antwort bekommen haben, demnächst bekommen sie nur noch eine antwort wie „verpiss dich alter“ usw..

    Ich will das nicht, deshalb bin ich für die GDL. Jeder von uns will doch einen sicheren Job und genung Geld verdienen dass man auch davon Leben kann, oder nicht ? Daher verstehe ich auch, dass die Lokführer wollen das es ihren Kollegen bei den Privatenbahnen auch gleich getan wird. Die Verdienen laut GDL bis zu 30% weniger und die Arbeitgeber sahnen die fetten Überschüsse ab und geben es ihren Aktionären, Managern oder sonst wem. Diese Angleichung auf ein einheitliches nievau ist schon fast die einzige Lohnforderung der GDL. Sie bringt aber auch gleichzeitig einen faireren Wettbewerb auf die Schiene. Die mageren 5% die sie darüber hinaus gefordert haben ist sicherlich Verhandlungssache.

    Übrings, ich habe noch keinen Lokführer oder Kundenbetreuer gesehen der mit dem Personal im Reisezentrum zusammen gearbeitet hat. Die einen sitzen nur im Zug die anderen nur im Reisezentrum. Da sehe ich keine Schnittmenge.

    Und das mit dem Lokführer, ich denke sie haben einfach nur einen schlechten Tag erwischt. Ich kenne Lokführer und auch Kundenbetreuer die hätten ihnen sicherlich eine andere Antwort gegeben. Man kann nicht alle über einen Kamm ziehen. Ausserdem waren sie sicher aufgebracht und sauer gegenüber dem Lokführer aufgetreten. Da ist es nur verständlich, dass man auch mal eine dem entsprechende Antwort bekommt.

  15. @Joschi2x was das Reisezentrum oder Servicepoint mit euch gemeinsam hat?…das sind die die ihren Kopf hinhalten während ihr euch auf euren Triebfahrzeug einschließt bei einem Warnstreik lieber Kollege! Ich bin auch Db Mitarbeiter im Betriebsdienst und ich und viele andere haben kein Verständnis und wissen auch nicht wirklich was die GdL will!Es ist Marktwirtschaft der der sich billiger anbietet bekommt die Zuschläge, wenn sich bei Ausschreibungen keiner billiger anbietet wird der mit dem grösseren Wagenpark genommen und das ist DBAG. Damit vernichtet ihr auf Dauer die Arbeitsplätze die ihr angeblich jetzt mit Warnstreiks bekämpft…das die Mitglieder der GdL da noch mitziehen…oder ist dies schon eine Sekte ..sry aber da läuft was schief!


  16. Jürgen E.
    06.03.11 um 10:34

    @ Joschi2x

    Bisher hat noch kein DB-Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz verloren, wenn ein Mitbewerber eine Ausschreibung gewonnen hat. Dank eines Beschäftigungssicherungsvertrages und des internen Stellenmarktes bleibt er weiter bei der DB AG. Aber so etwas passt natürlich nicht in die Argumentation der GDL.

    Und davon ab, die Arbeitnehmer draußen im Lande bangen täglich um ihren Arbeitsplatz – nicht nur alle 10 – 15 Jahre! Das sollten Sie sich mal hinter die Ohren schreiben.


  17. E Gerhard
    06.03.11 um 12:59

    Hartmut S sagt:
    Samstag 5. März 2011 um 22:20

    @E Gerhard

    Der Kollege hatte bestimmt ein GDL-Flaster auf der Nase! Und was erlauben Lokführer: Er kauen Brot.
    Oh man!

    Antwort

    Lesen können ist hilfreich:

    Ob der Lokführer in der GdL ist, weiß ich nicht. Deshalb habe ich auch von der „Stimmung“ geschrieben, die „die GdL verbreitet“. Der ton dieser Antwort gibt mir ja auch recht.

    Hinweis auf (P)Flaster

    Zweitens mag er gern essen. Er kann zwischendurch aber in einem Satz mitteilen, wann er voraussichtlich fahren wird. Weiß er das nicht, so mag er auch das sagen. ZuB sagen öfter, daß sie keine Informationen zu Anschlußzügen erhalten haben, die sie an die Reisenden weitergeben könnten. Das nimmt ihnen dann auch keiner übel. Ich habe vorausgesetzt, daß Jürgen E. diesen Hintergrund versteht.

    Deshalb Hinweis auf „Oh Mann“ (Oh man)

    Mahlzeit!

  18. @Dummie

    Ich habe zwar nie behauptet das ich vom Beruf Lokführer bin aber das ist auch nicht Thema hier. Aber ich finde es schön das sich mal hier ein Eisenbahner blicken lässt und seine Meinung sagt. Jetzt kommen wir aber mal zum Punkt, sie sind Eisenbahner im Betriebsdienst und haben soviel besseren zugriff auf das was die GDL will als wir hier. Es ist, meiner Meinung nach, für ihre Person sehr beschähment nicht zu wissen was die GDL will, sie sitzen schliesslich an der Quelle. Und natürlich halten die Servicepersonale die Stellung, es ist nun mal ihr Job. Ich habe nur ausgesagt das die Servicepersonale, bis auf die Aufsichten an den Bahnsteigen, herzlich wenig mit den Zugpersonalen zu tun haben. Ausserdem verstecken sich die Lokführer und Kundenbetreuer nicht. Haben sie schon mal ins Fernsehen geschaut ? Komischerweise waren im letzten Bericht des WDR eine Handvoll GDL Leute vor dem Kölner Dom zu sehen. Für jeden frei ansprechbar. Aber sie meinen ja die verstecken sich. Sie haben es ja vielleicht gut, sie sitzen auf ihrem Stellwerk oder im Reisezentrum oder sonst wo und haben ihren sicheren Arbeitsplatz schön für sie. Seien sie doch froh das sie 1.9% jetzt mehr verdienen dank EVG. Und bald machen sie villeicht auch wieder minus, den es heißt ja das die Stundenanzahl erhöht werden soll ohne Lohnausgleich! Da können sie sich bei ihrer EVG herzlich bedanken.

    @Jürgen E.
    Schön das es einen Beschäfigungssicherungsvertrag bei der DB AG gibt für die Eisenbahner. Nur was nützt das einem Eisenbahner der bei den Privatbahnen arbeitet, was nützt das einem Eisenbahner wenn es für ihn nichts mehr an seinem Heimatort zu tun gibt ? Soll er jetzt alle paar Jahre umziehen ? Oder soll er sich eine zweit Wohnung nehmen ? Es gibt jetzt schon genügend Eisenbahner die 6 Stunden und mehr zu ihrem Arbeitsort anreisen ein paar Tage oder Wochen arbeiten und dann wieder zurück zu ihren Familien fahren. Was ist mit den Eisenbahnern die gern an ihrem Heimatort bleiben wollen, den die Arbeit ist ja nicht weg sondern sie wird ja nur von einem anderen Unternehmen gefahren. Der Eisenbahner der bleiben möchte wird nicht durch den Beschäftigungssicherungsvertrag geschützt. Der sitzt auf der Straße. Und da er ja vielleicht schon zu alt und zu teuer ist, wird ihn dann auch keiner von den privaten Bahnen nehmen. Denn dazu sind die Privaten, dank des EVG BranchenTV, ja nicht verpflichtet sondern nur angehalten dazu. Das heißt entwerder arbeitet der Eisenbahner zu den Konditionen des Privatenanbieters oder sitzt auf der Straße. Das heißt der Eisenbahner der schon lange in seinem Job arbeitet, einen hohe Lohnstufe erreicht hat muss höchst wahrscheinlich wieder ganz unten bei der ersten Lohnstufe anfangen die dann wahrscheinlich auch noch niedriger ist als bei der DB AG.

    Ausserdem muss ich mich nicht von ihren belehren lassen, ich weiß ganz genau das jeder um seinen Arbeitsplatz kämpft. Dann sollen sich doch die ganzen Job sparten in einzelnen Gewerkschaften zusammenschliessen und kämpfen. Ich bin absolut dafür. Sie sollen aber anderen nicht ihr erkämpftes schlecht reden, nur weil sie unfähig sind sich in einer Spartengewerkschaft zu organisieren!


  19. E Gerhard
    06.03.11 um 14:31

    Ich weiß, daß das folgende teilweise off-topic ist. Deshalb nur ganz kurz diese Anmerkung (hoffentlich übt der Moderator Nachsicht):

    Ich bin in einer großen Organisation mit vielen Mitarbeitern tätig. Die Arbeitsabläufe sind vielseitig und extrem zerteilt. Jeder Mitarbeiter hat sein eigenes schmales Arbeitsgebiet und die meisten denken nur bis zum Rand ihres eigenen Schreibtisches (natürlich gibt es auch Ausnahmen).
    Die Organisation (nein, es ist nicht die Bahn) funktioniert leidlich, wenn alles planmäßig verläuft. Geschehen aber Unregelmäßigkeiten und Fehler, dann ist es meine Aufgabe, diese Fehler auszubügeln, den Beschwerden nachzugehen. Das eigentliche Problem besteht dann darin, der einen Abteilung klarzumachen, was bei der anderen schiefgelaufen ist, und dann eine Korrektur vorzunehmen.
    Dieses interne Überwinden des Schubkastendenkens der Mitarbeiter ist sehr oft viel komplizierter als ein rechtliches oder technisches Problem zu lösen. Es geht also um interne Vermittlungstätigkeiten. Der Arbeitgeber hält seine Organisation übrigens für gut.
    Lese ich nun die Beiträge hier im Forum, dann bekomme ich den Eindruck, daß auch bei der Bahn ganz viele nur im allerkleinsten Rahmen denken. Das mag nicht nur ihre Schuld sein. Von ganz oben wurde ja diese Kultur vorgegeben und vorgelebt.
    Nur kann ich nicht glauben, daß die Bahn in ihrer heutigen Form, Bedeutung und Größe überlebt, wenn die Fka nichts mit den ZuB, die ZuB nichts mit den Lokführern und die Lokführer nichts mit allen anderen zutunhaben wollen. Der gestrandete Reisende sucht sich dann eben ein anderes Transportmittel.
    Aber dieses Thema sollte nicht nur die GdL, sondern auch die EVG und den Arbeitgeber beschäftigen. Ich liebe die Bahn (ehrlich: ich fahre (fuhr?) aus Überzeugung mit der Bahn, nicht mangels Alternative).
    Jeder Mitarbeiter sollte sich also als Vertreter seiner Gesamtorganisation sehen und den Kunden entsprechend behandeln. Dann blüht das Unternehmen, nicht durch schicke Werbung, die keiner mehr glaubt.


  20. Jürgen E.
    06.03.11 um 17:51

    @ Joschi2x

    Sie sind vielleicht kein Lokführer, aber Sie argumentieren wie ein gelernter GDL-Funktionär. Aber as ist nicht weiter verwerflich.

    Der Beschäftigungssicherungsvertrag der DB sichert allen Mitarbeitern eine Weiterbechäftigung im Falle von Ausschreibungsverlusten. Natürlich sichert er nicht eine bestimmte Einsatzstelle auf Lebenszeit. Das gab es vielleicht mal bei der Deutschen Bundesbahn und wohl auch bei der Deutschen Reichstbahn.

    Das gab es aber nicht bei der Deutschen Bundespost und auch nicht bei der Reichspost. Je höher man in der Besoldungsstufe nach oben kletterte, desto größer war die „Gefahr“ einer Versetzung. Und das waren auch Beamte. Berufssoldaten werden turnusmäßg alle vier Jahre versetzt.

    Was soll ein Eisenbahner machen, wenn es an seinem Heimatort nichts mehr zu tun gibt? Natürlich umziehen oder lange Anfahrtwege in Kauf nehmen. Das machen jedes Jahr hunderttausende Arbeitnehmer. Natürlich ist die Arbeit nicht weg, aber anderenorts gibt es noch genügend zu tun. Auf dem Arbeitsmarkt ist heute Flexibilität angesagt und wenn es nicht so wäre, bräuchte man gar nicht so viele Personenzüge, welche die Berufspendler Tag für Tag, Woche für Woche und Monat für Monat zu weit entfernten Zielen bringen. Und auch diese Menschen sehen ihre Familienangehörigen nur wenig.

    Natürlich verliert derjenige seinen Job, der nicht flexibel ist. Würde mir auch so gehen, wenn mein Arbeitgeber mir sagt, ab nächsten Monat arbeitst Du in Hamburg (oder in München, Frankfurt, Brüssel, Amsterdam, London, Paris).

    Es ist klar, das der Beschäftigungssicherungstarifvertrag nur für die DB AG gilt, aber die Personalübernahme klappt bei den Privaten recht gut. Und wenn zukünftig ein DB-Lokführer zu einem Mitbewerber wechselt, wird er nicht in der untersten Lohnstufe anfangen, sondern seine Berufsjahre werden anerkannt. Davon profitiert der neue Arbeitgeber nämlich auch. Warum soll es bei Eisenbahnverkehrsunternehmen anders sein, als sonst wo in der Wirtschaft, wo Leute mit Berufserfahrung gesucht werden. Die GDL versucht hier mit Schauermärchen ihre eigenen Mitglieder zu verunsichern.

    Dann sollen sich doch die ganzen Job sparten in einzelnen Gewerkschaften zusammenschliessen und kämpfen. Ich bin absolut dafür. Sie sollen aber anderen nicht ihr erkämpftes schlecht reden, nur weil sie unfähig sind sich in einer Spartengewerkschaft zu organisieren!

    Englische Verhältnisse? Nein Danke. Ich bin davon überzeugt, dass die Mehrheit der Arbeitnehmer in Deutschland mit ihren Gewerkschaften zufrieden sind.


  21. trainguide
    06.03.11 um 17:53

    @E Gerhard

    Deinen Eindruck kann ich vielfach bestätigen. Soweit man die Gelegenheit hat, Gespräche mit anderen zu führen, die in großen Unternehmen arbeiten, hört man sie oft über
    Hierarchien und Zuständigkeiten reden oder über die aufgewandten Wochenstunden klagen. Der Titel und das berufl. Aufsteigen spielen eine große Rolle. Arbeitet man dagegen selbstständig oder in einem kleinen Team, muss man alles überschauen und vieles eigenständig machen. Für Posten-Gedankenspiele hat man keine Zeit und solche Gesprächspartner, vor allem aber die Hierarchiefixierten ermüden im direkten Umgang auch oft. An viel hohlem Geschwätz soll man die Bedeutung messen. Das gibt es ein schönes Sprichwort: Hast du eine Powerpoint-Präsentation oder wirklich was zu sagen ? Jeder Chef hält sich die Trottel, die er will. Das ist in der DB-Bürokratie nicht anders, wie bei der Deutschen Bank oder sonst wo.
    Ich glaube aber, dass ein zufriedener Lokführer als Arbeitnehmer nicht nur das Geld und die blanken sozialen Leistungen anerkennt, sondern wie hoch auch seine Wertschätzung als Arbeitskraft eingestuft wird. Die alte Frau Suckale, ex. DB-Personalvorstand, verstand es im letzten Arbeitskampf diese auch noch herabzusetzen. Das war nicht nur kontraproduktiv, sondern dumm. Und so etwas findet sich heute bei der BASF wieder.


  22. Hartmut S
    06.03.11 um 22:53

    @E Gerhard

    Das war schon richtig zu deuten:

    Ich liebe die gute Stimmung, die die GdL verbreitet.

    Das zum „E“inen! Der „T“on dieser Antwort war sicherlich rein zufällig, denn überall wo Menschen arbeiten gibt es solche und solche!


  23. pelorette
    07.03.11 um 19:02

    Immer wenn es um wichtige Entscheidungen ging, hat sich die GDL verpisst. Das war bei der Gründung der DB AG so und ist jetzt wo es um den Flächentarifvertrag geht wieder so. Nur dumme Sprüche und nicht dahinter. Wie kann ein Vorsitzender öffentlich sagen, unsere Vorderungen sind nicht verandelbar. Hat der nicht verstanden wie das läuft? Ich gebe Dir was und Du gibst mir was. Diese Typen wollen nur Randale. Streiken ist das einzige was sie können. Viele wissen nicht mal warum sie eigentlich streiken. Die werden auch stark unter Druck gesetzt. Viele trauen sich nicht was dagegen zu sagen und ihre wirkliche Meinung zu vertreten.
    Hoffentlich bricht der Streik endlich der GDL das Genick.

  24. title=“Daten Triebfahrzeugführer bei der DBAG:“>

    Monatlicher Bruttoverdienst 2700 Euro
    Monatliche Zuschläge* knapp 300 Euro (etwa für Nachtarbeit)
    Wöchentliche Arbeitszeit 39 Stunden
    Jahresurlaub 29 Tage (2011)
    Jahressonderzahlung 1/2 Monatsbrutto (im November)
    Überstunden Regelung über Jahresarbeitszeitkonto
    Tarifplus im Jahr 2008 11 Prozent (in zwei Stufen: 8+3%)
    Tarifplus im Jahr 2009 4,5 Prozent (in zwei Stufen: 2,5+2%)

    *Neben dem monatlichen Bruttoentgelt gibt es diverse kleinere Zuschläge, die sich über den Monat summieren. Gewährt werden sie etwa für Arbeit in der Nacht, am Wochenende oder an Feiertagen. Auch zur Sonderzahlung des halben Monatsbruttos kommt ein durchschnittlicher Zulagenanteil – etwa 200 Euro.

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