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Pritzwalk: Mutter und zweijähriges Kind getrennt – Grube entschuldigt sich

07.03.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Am vergangenen Freitag (4. März) wurde eine Mutter in Pritzwalk (Brandenburg) von ihrer zweijährigen Tochter getrennt. Der Zug fuhr los, als das Mädchen bereits im Zug, die Mutter jedoch noch auf dem Bahnsteig war. Wie die Märkische Allgemeine berichtet, habe eine Bahnsteigaufsicht es mit Verweis auf den Fahrplan abgelehnt, den bereits anfahrenden Zug nochmal anzuhalten.

Bahnchef Rüdiger Grube hat noch an diesem Wochenende persönlichen Kontakt mit der Frau aufgenommen. Die Bahn hat eine Untersuchung eingeleitet, der Bahnchef hat sich jedoch unabhängig von dieser bei der Kindesmutter entschuldigt. Das Kind war jedoch zu keiner Zeit Gefahr ausgesetzt.

Bereits unmittelbar nach der Abfahrt nahm der Fahrdienstleiter in Pritzwalk Kontakt mit dem Triebfahrzeugführer auf, der das Kind unverzüglich in seine Obhut nahm. Sieben Stationen musste das Kind im Zug verbleiben, weil es wegen des GDL-Streiks keinen Gegenzug gab. In Neuruppin hat eine Zugführerin das Kind in Empfang genommen und betreut, bis es von der Bundespolizei abgeholt und zur Mutter verbracht wurde.

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4 Responses

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  2. Klaus-Rüdiger Schrott
    07.03.11 um 10:41

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich finde das Verhalten der Bahn nicht korrekt. So fangen immer kleine Probleme an. Seit dem ohne Zugpersonal gefahren wird passieren immer wieder solche Fehler. Der Lokführer setzt den Zug in Bewegung und kann dabei manchmal nicht den Zug bei der Abfahrt beobachten. Hier wird am falschen Platz gespart.In meiner ehemaligen Tätigkeit als Lokführer im Reisezugdienst ist mir so etwas nicht bekannt gewesen, das solche Fehler passieren.Man sollte wirklich mal nachdenken ob es Sinnfoll ist am Zugpersonal Einsparungen zu treffen.
    Mit frerundlichen Grüßen
    Klaus-Rüdiger Schrott


  3. Jürgen E.
    07.03.11 um 10:58

    Es liegt im Nahverkehr nicht an dem Eisenbahnunternehmen, ob Zugbegleiter vorhanden sind oder nicht. Hier ist der Aufgabenträger gefragt. Die Verkehrsverbünde müssen die Zugbegleiter fordern und auch bezahlen.

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