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Kölle putzmunter – auch die KVB

27.03.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Kölle putzmunter – auch die KVBBereits seit 2006 ist das Verzehren von Speisen und Getränken, insbesondere Alkohol, in den Fahrzeugen der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) verboten. Nach fünf Jahren kann das kommunale Verkehrsunternehmen auf deutliche Erfolge verweisen. So sind die Kosten für die Müllentsorgung (nicht Fahrzeugreinigung) seit 2006 signifikant gesunken, von 17.400 Euro damals auf 13.050 Euro im jetzt abgelaufenen Jahr 2010.

Seit 2006 werden die Fahrzeuge – zusätzlich zur nächtlichen Reinigung in den Depots – auch tagsüber an den Endpunkten der Linien gesäubert. Dadurch hat sich die Aufenthaltsqualität enorm gesteigert. Zusätzlich ist auch die Hemmschwelle für neuerliche Verunreinigungen gestiegen. Wenn der Müll bereits herumliegt, neigen die Leute eher dazu, ihre eigenen Hinterlassenschaften schlicht dazuzustellen.

Aber auch die Mitarbeiter sind in den letzten Jahren sensibilisiert worden. Sie sollen grobe Verunreinigungen kurzfristig an die Leitstelle melden und möglichst schnell für Abhilfe sorgen. Zeitnahe Reinigung und Entfernung von Graffiti nehmen den Schmierfinken die Motivation: Wenn Vandalismusschäden schnell wieder verschwinden, verlieren sie die Lust.

In den kommenden Wochen wird wieder umfangreich an die Sauberkeitskampagne erinnert. Mit Plakaten und verteilten Müllsäckchen für die Handtaschen gehen die Mitarbeiter auf die Fahrgäste zu. Bereits am vergangenen Freitag war KVB-Chef Jürgen Fenske in den Abendstunden gemeinsam mit seinen Mitarbeitern auf verschiedenen Linien unterwegs. Das Engagement der KVB gehört zur Initiative Kölle putzmunter.

Die KVB gehen hier jedoch keinesfalls einen Sonderweg. Die Düsseldorfer Rheinbahn hat ebenfalls seit einigen Jahren die Einnahme alkoholhaltiger Getränkte und warmer Speisen in ihren Beförderungsbedingungen untersagt. Die Kooperation östliches Ruhrgebiet (KöR) verbietet jede Form von Verzehr in ihren Bussen und Bahnen. Die benachbarten Stadtwerke Bonn setzen dieses Verbot in ihren Bahnen zumindest auf Kölner Seite um.

Bild: Qualle. Lizenz: CC-by-SA 3.0

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2 Responses

  1. Die Hemmschwelle ist eher gestiegen als gesunken ;-)

    Manchmal klappt Sauberkeit aber auch ohne Essensverbot – die Busse und Bahnen in Frankfurt sind auch so ziemlich sauber. Dass die U-Bahnen von sich aus stinken, ist aber eine andere Sache… Koennte eventuell sein, dass der Geruch von den Bremswiderstaenden her kommt, die ja zumindest bei Kaelte in den Fahrgastraum gelueftet werden. Wuerde zumindest erklaeren, warum man das vor allem an kalten Tagen auf langen Gefaellestrecken riecht und staerker, je naeher man an der Heizung sitzt.

  2. Wenn man 45 Minuten in diesen B80D fahren muss wird man jawohl noch was Essen und Trinken dürfen. Ich halte mich an diese Regelung nicht interessiert mich auch nicht was die KVB sagt allerdings nehme ich meinen Müll auch mit wenn ich aussteige.

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