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Karlsruhe: Bau der Südostbahn beginnt

08.03.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Am vergangenen Donnerstag begann der Bau der Straßenbahn Südost in Karlsruhe mit dem symbolischen ersten Spatenstich. Die 2,2 Kilometer lange Strecke soll Ende 2012 in Betrieb genommen werden und die Südstadt, die Oststadt und das neue Stadtquartier im Osten der Südstadt Karlsruhes miteinander verbinden. Außerdem sollen die mehr als 2.000 Schüler der Friedrich-List-Schule davon profitieren.

Karlsruhes Erste Bürgermeisterin Margret Mergen (CDU) ist zufrieden mit dem Projekt: „Das Karlsruher Straßenbahnnetz wird mit der neuen Strecke im Südosten der Stadt deutlich aufgewertet. Die Straßenbahn Südost gewinnt sicher auf Anhieb viele neue Fahrgäste, die die preisgünstigen, umweltfreundlichen und zuverlässigen Taktverbindungen der Straßenbahnen in die Innenstadt, in andere Stadtteile oder auch mit den Stadtbahnen in die Region auf Anhieb nutzen werden.“

Insgesamt werden hier rund dreißig Millionen Euro investiert. Mit der Streckeneröffnung bedient die ab dem Bahnhofsvorplatz verlängerte Linie 6 die neue Strecke. Weitergeführt wird die Linie über die Tullastraße zum Hirtenweg / Technologiepark.

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Beim Bau wird erprobte Technik angewandt: Beim Bau der neuen Trasse wird in Karlsruhe bereits erfolgreich erprobte Technik angewandt. Die Gleise werden als feste Fahrbahn ausgeführt, auf denen die Schienen elastisch gelagert sind. Schall und Erschütterungen lassen sich auf diese Weise wirkungsvoll reduzieren.

Die neue Bahn wird überwiegend als Rasengleis angelegt. Die Betonplatte wird in den meisten Bereichen begrünt. Das Rasengleis fügt sich dadurch in die Stadt- und Parklandschaft ein und reduziert ebenfalls die Schallemissionen. In engen Gleisbögen wird die Schienenrille bewässert, um Quietschgeräusche zu unterbinden. Die Konstruktion derartiger „grüner“ Gleise bewährt sich schon seit vielen Jahren auf der Nordstadtbahn.

Auch die Fahrleitung wird an das städtebauliche Umfeld angepasst. In den Parkbereichen und den Gleisknoten kommt eine so genannte Einfach- oder Seilgleiter-Fahrleitung zum Einsatz, die ohne zweites Tragseil auskommt. In der Ludwig-Erhard-Allee wird dagegen eine Hochkettenfahrleitung eingesetzt: Mit dieser Konstruktion ist es möglich, die Anzahl der Fahrleitungsmasten deutlich zu reduzieren. Auch im Bereich des Kreativparks Ostaue, dem ehemaligen Schlachthofgelände, wurde die Anzahl von Fahrleitungs- und Beleuchtungsmasten zugunsten des Stadtbildes optimiert.

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