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GDL: Streiks frühestens am Mittwoch (16. März)

11.03.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die GDL wird bis einschließlich Dienstag, den 15. März keine weiteren Streiks durchführen. Das gab die Gewerkschaft eben bekannt. Bis dahin will man den Arbeitgebern nun Zeit geben, ein besseres Angebot vorzulegen. In diesem Fall wird man auch weiterhin auf Arbeitsniederlegungen verzichten.

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Nachdem die sechs großen Privatbahnkonzerne Abellio, Arriva Deutschland, Benex, die Hessische Landesbahn, Keolis und Veolia Verkehr ihr gemeinsames Verhandlungsmandat beendet haben, muss die GDL nun Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn und 26 einzelnen Eisenbahnverkehrsunternehmen führen, die in Deutschland im SPNV tätig sind.

Die GDL fordert neben einem Flächentarifvertrag auf dem Niveau der DB-Entgeltstruktur auch verbindliche Personalübernahmeregelungen bei Betreiberwechseln von Linien und Teilnetzen sowie soziale Absicherungen im Fall von Fahrdiensttauglichkeit. Darüber hinaus möchte sie den Beruf des Triebfahrzeugführers für Hauptschulabsolventen unzugänglich machen.

76 Responses


  1. Christoph
    11.03.11 um 14:10

    Darüber hinaus möchte sie den Beruf des Triebfahrzeugführers für Hauptschulabsolventen unzugänglich machen.

    Ist es nicht eine der Hauptaufgaben von Gewerkschaften, sich für Schwächere einzusetzen und nicht, (formal) geringer Qualifizierte von vornherein auszugrenzen?!


  2. trainguide
    11.03.11 um 14:19

    Darüber hinaus möchte sie den Beruf des Triebfahrzeugführers für Hauptschulabsolventen unzugänglich machen.

    Die Forderung ist totaler Blödsinn. Das Ansehen einer Berufsgruppe richtet sich weniger daran aus, welche formale Vorbildung dafür verlangt wird, sondern sie orientiert sich am konkreten Verhalten. Und beim Stil der jetzigen Auseinandersetzung scheinen die Akteure bei der Eisenbahn kaum über das Niveau der Grundschule hinaus gekommen zu sein. Stoppt diese Kleinkinder! Werdet erwachsen und verhandelt !

  3. Ich wiedehole mich gerne, wenn ein Hauptschüler gut genung ist, zusammenhängende Sätze sprechen und auch schreiben kann, sich gut benimmt und ihm auch Entscheidungen treffen in Stresssituationen keine probleme bereiten sollte er wohl mit links den Realschulabschluss (Mittlerereife) nachholen können.

  4. Außerdem werden auch weit höhere Jobs von Hauptschüler absolviert. Wieso sollte also die Bahn keine Hauptschüler aufnehmen. Was mich aber mehr ärgert ist, dass die Medien (fast) nie von dem Verbot von Hauptschüler redet (wenn, dann nur nebensächlich) und immer der DB die Schuld zuweist. Eigentlich sollten garade sie, die Medien, das Volk aufklären, was die GDL für idiotische Ideen vorhat.


  5. Arnold Martinsen
    11.03.11 um 16:21

    > Darüber hinaus möchte sie den Beruf des Triebfahrzeugführers für Hauptschulabsolventen unzugänglich machen.

    Also ich bin kein Jurist, aber ich denke mal das waere auch total illegal. Formale Bildungsanforderungen mueesen schon mit der taetigkeit im Zusammenhang stehen.


  6. E Gerhard
    11.03.11 um 16:36

    @Joschi2x

    Das ist wenig überzeugend. Wenn jemand einen bestimmten Beruf ergreifen will, dann soll der künftige Arbeitgeber ihn testen und ggf. einstellen.
    Es ist doch einem Bewerber kaum zuzumuten, erst einen Schulabschluß nachzuholen, um dann Lokführer werden zu können.

    Natürlich sollte jeder von vorneherein die beste für ihn mögliche Bildung erwerben. Aber wenn er nun trotzdem als Hauptschüler die Befähigung zum Lokführer entdeckt, dann sollte man ihm den Beruf nicht aus rein formellen Gründen verwehren.

    In der Polizei hat man doch schon längst Abiturienten und Realschüler in eine Laufbahngruppe gebracht. Warum soll für Real- und Hauptschüler anderes gelten?

  7. @NK

    Jetzt bin ich ja mal gespannt was sie weit höhere Jobs nennen ? Ich finde ja alle Jobs wichtig, aber für gewisse Jobs muss man halt qualifikationen mit bringen. Ein Schüler der mit Hauptschulabschluss von der Schule abgeht, hat wohl dann nicht alle qualifikationen. Ist in manchen Jobs halt sehr wichtig, in anderen wiederum nicht.


  8. TfExperte
    11.03.11 um 17:03

    Also Realschulabschluss und gute Einsicht in die Technik ist wohl das allerwenigste für einen guten Triebfahrzeugführer.
    Das stimmt wohl mit der Tätigkeit überein.

    Es sind viele Möchtegerne-Lokführer bei den Tests durchgefallen, weil Sie es, auch mit Realschuleabschluss auch nicht raffen.
    Psychologisch muss man auch Fit sein. Schon mal die Konzentration ist nicht einfach.

    Es ist schon eine Schande in Deutschland, mit wie wenig Gehalt Lokführer auskommen müssen. In Vergleich zu andere Länder…

  9. @E Gerhard

    In unserer Geselschaft ist es schon zuzumuten, dass jemand einen Schulabschluss nachholt. Aber der jenige welche kann ja auch einfach eine Ausbildung irgendwo machen, dann hat er auch die nötigen Qualifikationen. Den soweit ich weiß ist zum Beispiel Mittlerereife + Ausbildung = Fachabi. Also theoretisch dürfte ich an einer Uni so gewisse Kurse besuchen. Ich denke das trifft dann auch auf den Hauptschulabschluss zu. Also Hauptschulabschluss + Ausbildung = Mittlerereife. Und bisher, meine ich, war es auch immer so, dass man entweder Mittlerereife haben musste oder aber eine abgeschlossene Ausbildung um zum Eisenbahner ausgebildet zu werden.

    Und natürlich gibt es vor jeder Ausbildung entsprechende Tests. Das gilt aber für alle Berufe. Schliesslich ist nicht jeder, egal welchen Abschluss derjenige hat, für alle Berufe geeignet.

    Und meiner Meinung nach müsste man den Hauptschulabschulss heutzutage auch neu bewerten. Ich finde er ist nicht mehr soviel wert wie er früher mal war. Gibt ja auch noch unterschiede im Hauptschulabschluss und zwar ab 9 Klasse oder ab 10 Klasse.


  10. trainguide
    11.03.11 um 17:58

    Es ist schon eine Schande in Deutschland, mit wie wenig Gehalt Lokführer auskommen müssen. In Vergleich zu andere Länder

    In den Ländern, Griechenland, Frankreich und Italien, wo angeblich riesige Gehälter bei der Bahn gezahlt werden sollen, sehen sich diese Bahngesellschaften mit vielen Problemen konfrontiert. Da werden offenbar Löhne gezahlt, die in keinem Verhältnis zur Produktivität stehen. Jedem ist sicherlich bekannt, wie es um diese EVU steht.

    Meines Erachtens ist das Lohnniveau der Lokführer in Deutschland vollkommen ausreichend, wenn man es mit Berufsgruppen ähnlicher Branchen/Qualifikationen vergleicht.

    Vergleichswerte sind nicht der deutsche Durchschnittslohn, in denen dann auch die Löhne der Industrie abgebildet werden, sondern die des Dienstleistungsgewerbes. Vergleicht man hier den Lohn und die Arbeitsbedingungen des Lokführers mit dem des Lkw-Lenkers, besteht kein Anlass zur Klage beim Lokführer.

    Wer wesentlich mehr verdienen will, soll in eine Branche wechseln, wo die IG Metall mit dem dortigen Arbeitgebern die Lohnabschlüsse trifft.


  11. TfExperte
    11.03.11 um 18:12

    Und genau steckt dort das Problem: Ein Lokführer mit einem Lkw-Lenker zu vergleichen.

    Aussenständer haben keine Ahnung über das Beruf Lokführer, wenn sie solchen Aussage machen. Problem ist sogar vorhanden innerhalb der DB AG. Deswegen auch GDL und Streiks.
    Größte Problem ist, was der Lokführer macht ist gar nicht so einfach zu fassen, wenn man es nicht selber gemacht hat. Nicht zu sprechen über so was zu Beschreiben.

    Produktionsvergleich mit dem Ausland, so wie beschrieben ist auch unbewiesen und unbegründet. Die Französischen Lokführer sind eine ganz andere Arbeitsverhältnisse ausgesetzt. Und gehen mit Recht schon mit 50 in Rente.


  12. Beobachter
    11.03.11 um 18:47

    @ TfExperte

    Ich möchte Ihnen zu Gute halten, dass Deutsch eventuell nicht Ihre Muttersprache ist.

    Zum Thema, Lokführer und Berufskraftfahrer gehören zu den gewerblichen Berufen, da beißt die Maus keinen Faden ab. Beide führen ein Fahrzeug und von daher ist die Eingruppierung arbeitsrechtlich treffend. Offenbar unterschätzen Sie aber die Anforderungen, die an Berufskraftfahrer gestellt werden. Das soll hier aber nicht das Thema sein.

    Und es ist auch richtig, die Produktivität eines Lokführers in die Gehaltsfindung einzubeziehen. Und die ist nun mal im Vergleich zu einem Industriearbeiter weitaus geringer. Shit happens ;)


  13. Hartmut S
    11.03.11 um 19:05

    @Beobachter

    Ja, die Berufskraftfahrer! Die leben zum überwiegenden Teil auf dem Stern der Glückseligkeit. Auch denen macht das Lohndumping viel Spaß. Die haben keine Organisation und freuen sich über Geld für viel Zeit und ihre Freiheit auf der Autobahn. Ja, ihnen gehört die Macht. Aber sie machen nichts!
    Also seid stark und fahrt schön rechts.


  14. TfExperte
    11.03.11 um 19:13

    Lokführer ähneln sich eher zu den Piloten als LKW-Fahrer. Auch ein Piloten führt einen Fahrzeug.
    Also nochmals Lokführer sind NICHT gleichzustellen mit LKW-Fahrer.

    Und wer klagt über die niedrigere Produktivität eines Lokführer, hat entweder absolute keine Ahnung von der Arbeit eines Lokführers oder versteht nicht, das nicht-Produktivität eines Lokführers nicht das Problem des Lokführers ist, sondern die grottenschlechte Logistikplanung. Ein Lokführer WILL fahren und nicht stehen.
    Und dass kann durchaus verbessert werden.
    Und wenn man die schlechte Logistikplanung „finanziert“ mittels niedrigere Löhne: verbrecherisch!
    Also hoch mit den Löhne und das wird automatisch die Logistikplaner zwingen besser nachzudenken.

  15. Ich möchte mal einen von den Pfeifen die Lokführer mit LKW-Fahrern vergleichen eine Schicht lang mit auf dem Führerstand haben! Die sind doch nervlich schon am Ende wenn es darum geht ne Wagenliste und nen Bremszettel auszufüllen. An alle die davon ausgehen das wir „überbezahlten und unterforderten“ Lokführer nur herum sitzen und Däumchen drehen….wenn ihr von einem Berufsbild keine Ahnung habt. Dann seid lieber still!

  16. Es geht doch nicht um Geld oder Verantwortung des Lokführers, es geht den GDL Bossen nur um Macht. Sie wollen überall die Ergebnisse anderer Gewerkschaften toppen. Es geht denen nur um Mitglieder zu sich zu locken und dass mit allen Mitteln.
    Es geht um ihre Existenz, egal was aus dem Betrieb wird der jetz Lohn auf DB Niveau zahlen soll oder was für Schäden bei der Wirtschaft entstehen. Herr Weselsky ist ein Diktator und sein GDL Volk rennt hinterher-leider. Gemeinsame Verhandlungen werden bewußt abgelehnt wie die Schlichtung mit Herrn Struck.
    Hoffentlich kommen auch die Medien zur Besinnung.


  17. Beobachter
    11.03.11 um 21:40

    @ TfExperte @ Marc

    Lokführer ähneln sich eher zu den Piloten als LKW-Fahrer. Auch ein Piloten führt einen Fahrzeug.

    Im juristischen Sinne ist ein Flugzeug ein Luftfahrzeug, O.K., aber ich möchte mal einen der Herren Lokomotivführer im Cokpit eines Verkehrs- oder Frachtflugzeugs sehen :-). Es ist schlicht und ergreifend lächerlich, einen Lokomotivführer mit einem Verkehrsflugzeugführer zu vergleichen. Zwischen den Anforderungen an die physischen und psychischen Voraussetzungen liegen Welten. Das heißt aber nicht, dass jeder Verkehrspilot in der Lage wäre, eine Lokomotive in Bewegung zu setzen. Und weil viele Lokomotivführer auch einen PKW fahren können, sind sie dennoch nicht in der Lage, die Anforderungen eines Berufskraftfahrers zu meistern. Ein Berufskraftfahrer braucht keinen Bremszettel und keine Wagenliste auszufüllen, aber er muss dennoch vor jedem Fahrtantritt die sicherere Funktion seines Fahrzeugs überprüfen – dazu gehören auch die Bremsen. Aber schon in den Anfängen des LKW-Verkehrs konnte man nicht losfahren, wenn die Luftdruckbremse keinen ausreichenden Druck zur Verfügung stellte.

    Ein Berufskraftfahrer braucht auch ein Orientierungsvermögen in unbekannten Gegenden, er hat persönlichen Kontakt zu den Kunden, muss Lade- und Entladevorgänge durchführen oder überwachen usw. Dabei ist er die meiste Zeit auf sich allein gestellt und wird nicht von einer Fahrdienstleitung betreut. Er stellt seinen Truck nicht irgendwo ab und geht nach Hause – nach mir die Sintflut? Selbst wenn die Trucker doppelt so viel verdienen würden, kaum ein Lokführer wäre Willens und in der Lage, diesen Job zu bewältigen.

    Die Produktivität in Dienstleistungsberufen ist traditionell niedriger als im produzierenden Gewerbe. Das liegt einfach daran, dass im produzierenden Gewerbe Sachwerte geschaffen werden. Ein Diener wurde schon immer geringer entlohnt, als ein Handwerker. Und daran wird sich auch in den nächsten tausend Jahren nicht ändern.

  18. Ich möchte den LKW Fahrer sehen der die Bremsen an seinem 500 Meter langen LKW nach geschriebener Vorschrift prüft. Oder zeig mir mal jemand die Dienstvorschrift, das Signalbuch oder die BreVo (um nur ein Bruchteil der Vorschriften zu nennen) eines LKW Fahrers. Ich möchte diesen Leuten ihren Job keines Falls kleinreden. Aber lieber Beobachter. Was du von dir gibts. Ist absolut lächerlich!


  19. TfExperte
    11.03.11 um 22:39

    Lieber Beobachter,

    „Beobachten“ ist oberflächlich sich etwas ansehen. Also stimmt dein Namen schon. Was du von dir gibst, basiert auf sehr oberflächliches Wissen der Materie. Das ist nicht schlimmes. Schließlich kann nicht jeder alles wissen. Aber dann solche halbe Wahrheiten zu verkünden, ist der absoluten Hammer. Einerseits zum Schulterzucken, so witzig. Andererseits maßgebend, wie die Masse denken über andere Berufe.

    Übrigens gibt es genug Lokführer, die auch Piloten sind. (Ich bin z.B. einer! Und ich habe auch noch LKW Führerschein….). Ich werte JEDEN Beruf sehr. Auch der Putzer „ganz unten“. Jeder Beruf hat seine Verantwortung. Putzer, LKW-Fahrer, Piloten und auch der Lokführer. Und ob ich jetzt einen Eimer umstoße, 12 Autos zum Schrott fahre im Stau, 200 Mann im Ozean ertrinke, oder 500 Mann unter einem Viadukt zerschellen lassen kann werde ich mehr oder weniger bezahlt?
    Ein LKW Führerschein habe ich in 2 Wochen erreicht. Ein Putzerzeinweisung kann schon länger dauern… Lokführer werden? 3-4 Jahre, Pilotenlizenz kann ich noch schneller erreichen… Kostet mir nur mehr Geld (privat)
    Messen wir an Ausbildung über Gehaltshöhe?

    Also tue dir selber was gutes und Beobachte einfach den Text. Und schreibe nur etwas, wovon du Ahnung hast.

  20. @Beobachter

    Wir haben ja auch so wenige LKW Unfälle auf den Straßen zu verzeichnen! Dass liegt garantiert daran dass all die lieben LKW Fahrer ständig und Vorschriftsgemäß ihre Bremsen und die Sicherung ihrer Ladung überprüfen. Welches übrigens ein Lokführer ebenfalls können muss. Nur hat der Lokführer einen bis zu 700 Meter langen Zug, bestehend aus vielen verschiedenen Gütern, dass hat ein LKW Fahrer nicht. Er hat zu meist nur eine Fracht und vielleicht einen Anhänger. Ich will hier nicht den Job des LKW Fahrers klein reden, viele von ihnen machen einen tollen Job, aber sie gehen hier eindeutig zu weit und scheinen sich absolut kein Bild vom Job des Lokführers gemacht zu haben.


  21. Beobachter
    12.03.11 um 08:02

    @ Joschi2x @ TfExperte

    All diese Argumente habe ich schon tausende Male gelesen. Sie ändern aber nichts an der arbeitsrechtlichen Tatsache, dass Lokführer gewerbliche Arbeitnehmer sind. Und von daher ist die Aussage, dass sie im Vergleich in der Berufsgruppe der Führer von landgebundenen Fahrzeugen mit ihrem Einkommen nicht schlecht dastehen, durchaus richtig.

  22. Der Lokführer, ein Beruf in Gottes gnaden….

    Wenn jemand den Beruf so Hoch hängt und den mit Piloten vergleicht hat da was nicht richtig verstanden. Oder fliegt ein Pilot in Höhe 0m? Demwohl ist der vergleich zu einem Berufskraftfahrer wohl eher trefflich, Tf aufrüsten-Zugmaschiene(Bus) vorbereiten/ Licht am Fahrzeug kontrollieren/ Bremsanlage kontrollieren. Da man an beiden Fahrzeugarten eh nicht hinten und vorn gleichzeitig stehen kann ist ja hier auch nen 2ter Mensch erforderlich(Bremsprobe-Bremslicht)…Und Bremshunterstel zu berechnen bekommen die meisten wohl auch hin …Mathe lehrt man auch in einer Hauptschule…

    nebenbei: jetzt nicht von der hohen Verantwortung anfangen, die hat nen Busfahrer der u.U. auch Eure Kinder zur Schule fährt auch…


  23. TfExperte
    12.03.11 um 11:11

    @Stephan:
    Ein Lokführer fliegt tatsächlich in Höhe null. Das wird ganz oft so gesagt. Und ist auch ein prima Vergleich.

    @Beobachter:
    Wenn die Argumente schon 1000 Mal angebracht sind, vielleicht haben Sie dann eine bestimmte Wahrheit vielleicht?

    Und rechtlichen Grundlagen interessiert es absolut keinen Mensch wo sein Beruf hingehört. Das ist politisches Geschwafel der niedrigste Ordnung. Aber kein Argument.

  24. @Stephan

    Unter Gottes gnaden arbeiten wir alle auf der ganzen Welt.

    Oh natürlich haben die Lokführer hohe Verantwortung. Aber das hat jeder Bus und LKW Fahrer auch. Und das hat hier auch keiner abgestritten. Es kommt aber schon auf das Verhältnis der Verantwortung an!

    Apropos habe ich hier schon öffters von ihnen gelesen, dass sie gerne Eierwerfen möchten auf Lokführer oder Eisenbahner die streiken. Wenn ich sie dabei erwische, werde ich den Eisenbahner vor ihnen schützen, mit allen mitteln.

    @Beobachter

    Das haben sie fein beobachtet, dass Lokführer auch nur Arbeitnehmer sind. Komischerweise dürfen sich Arbeitnehmer in einer Gewerkschaft organisieren und Forderungen stellen. Und sollten die Arbeitgeber nicht auf die Forderungen reagieren darf man das in Deutschland mit einem Streik durchsetzen. Aber da sie ja eh nicht auf die Bahn angewiesen sind, sollte ihnen dass doch sowas von egal sein.


  25. TfExperte
    12.03.11 um 16:08

    @Trainguide

    Der Herr Rammsauer und die Politik verstehen auch überhaupt das Problem nicht. Und da liegt eigentlich der Kern der Geschichte: Die GDL kann es nicht deutlich das Publikum/Politik erklären.

    Die Regelungen die dort beschrieben wurden, werden einfach verstoßen gegen das Europäische Recht. Da gewinnt dann die GDL ganz ganz einfach. Jeder Mitarbeiter darf selber entscheiden wobei er sich anschliesst, und diese Organisation hat Verhandlungsfreiheit.
    Wenn solch eine Regelung droht: Streiken bis zum geht nicht mehr.
    Weil DAS Geiselung einer speziellen Berufsgruppe ist. (Guter Grund, warum die GDL auch überhaupt existiert. Weil es halt spezielle Umstände gibt bei den Lokführern)
    Genauso bei den Piloten…auch einen eigenen Verein. Und da LKW-Fahrer kaum vertreten sind oder sogar organisiert sind (verteile und herrsche!) gibt halt kein GDLKW-Fahrer.

    Also solche Zeitungsartikel und Politiker-geschwafel ist nur ***.


  26. trainguide
    12.03.11 um 16:25

    Die Koalitionsfreiheit wird nicht beschnitten. Aber der Gesetzgeber kann das Tarifrecht so ändern, dass die GDL und alle anderen Spartengewerkschaften wirkungslos werden. Du kannst dann versuchen, gegen ein Gesetz zu streiken, aber das wäre dann ein politischer Streik, und der ist verboten. Machbar, aber das wäre dann ein willkommener Kündigungsrund. ;-)

    Daher plant Eure Tarifauseinandersetzung besser. Bestreikt die Betriebe, in denen die Mitarbeiter angeblich wenig verdienen und führt keinen Stellvertreter-Arbeitskampf bei der DB AG. Schließt die Tarifverträge mit den Betrieben einzeln ab und schaut euch deren Geschäftszahlen an.

    Ihr kommt dem Branchentarifvertrag so keinen einzigen Schritt näher, wenn ihr weiter bei der DB AG streikt ;-) Nur eines erreicht ihr: Dass die in Berlin wegen Euch das Tarifrecht abändern. Und dann hat die GDL auf ganzer Linie verloren.


  27. Beobachter
    12.03.11 um 16:47

    @ TfExperte

    Ein Lokführer fliegt nicht in Höhe Null, sein Zug wird auf Schienen geführt. Dabei haben die Stahlräder ständigen Kontakt zum Gleis. Nach allen physikalischen Regeln ist das kein „Fliegen“!

    Man kann falsche Argumente auch Millionen Mal verbreiten, sie werden dadurch nicht wahr. Es mag sein, dass die GDL jeden Bezug zur Wirklichkeit verloren hat. Will sie mit einem Tarifvertrag Gesetze schreiben?

    @ Joschi2x

    In meinem schon recht langen Leben habe ich viele Tarifkonflikte beobachtet. In keinem Fall haben sich die Arbeitgeber ehrfurchtsvoll den Forderungen der Gewerkschaften gebeugt und am Ende stand immer ein Kompromiss. Das war sogar unter Manfred Schell so ;). Aber der sächsische Dickkopf Claus Weselsky will mit dem Kopf durch die Wand. Nur jetzt muss er durch sieben Wände beim Personenverkehr und wie viele Wände ihm beim Güterverkehr noch im Weg stehen, werden wir sehen.

  28. @Beobachter

    Tja nur leider haben sie nicht richtig beobachtet, den die Gewerkschaft wartet ja nur auf ein verbessertes Angebot der Deutschen Bahn. Es wurde nie berichtet und behauptet, dass Herr Weselsky solange streiken lässt bis 100% der Forderungen erfüllt sind. Und dann macht man sich noch darüber lustig in dem man ein Angebot vorlegt, dass eine absolute Frechheit ist.
    Ja und die Privatenschienennahverkehrsfirmen haben nicht ein Angebot vorgelegt bisher. Und wenn doch, war bestimmt der EVG BranchenLohndumpingTV (BuraLohndumpTV) mit enthalten. Den würde ich auch nicht unterschreiben. Schlimm genug, dass man über seine Steuern Lohndumping bezahlen muss. Aber dass ist nicht nur auf der Schiene so, dass betrifft viele subventionierte bereiche in Deutschland.


  29. TfExperte
    12.03.11 um 23:37

    @Beobachter

    Je von Metaphern gehört? Und wer einen Anderer ein Dickkopf nennt ist, nach meiner Meinung, selber einer.

    übrigens, je von Verleumdung gehört?

    Ein Email an die GDL über dein Verhalten hier im Publikum konnte durchaus ein Gerichtsfall werden.

  30. @trainguide

    Ich denke das keine der drei Varianten die in ihrem verlinkten Artikel genannt werden, vor dem Verfassungsgericht bestand hätten!

  31. Ich würde eine einstweilige Verfügung begrüssen, es reicht langsam das uns Pendler´n Lebenszeit und Geld gestohlen wird … !!!

  32. @ Joschi2x:

    Die Verantwortung mit den Leben meiner Kinder soll unterschiedlich sein??? NIEMALS!!! Der Busfahrer hat aus meiner Sicht sogar noch die größere Verantwortung, muß sich stärker konzentrieren und auch immer mit Fahrfehlern anderer rechnen. Bei der Bahn denken andere für den Lokführer und überwachen sein Fahrweg, der geneigte Lokführer muß Strecke und Signale beobachten und dem entsprechend reagieren…

    Und JA …ich hab Eier….sie nicht??

  33. @Stephan

    Mich interressieren ihre kleinen schlechten Eier nicht. Ich möchte dazu, abschliessend feststellen, dass in der nähe von Eisenbahner zu meist Steine liegen.

    Sie scheinen also den letzten Bahnunfall nicht zu kennen, sonst wüssten sie auch, dass es im Schienenverkehr auch Fahrfehler geben kann. Ausserdem kann das Sicherungssystem auf einem Zug auch ausfallen, dann hindert einen Zug nichts mehr daran an Roten, Gelben, Grünen oder dunkelen Signalen vorbeizufahren. Ausserdem hat die Berufsgruppe Busfahrer ja auch soviel mit Suizieden zu kämpfen. Und nur weil ihre Kinder im Bus sitzen und nicht im Zug, ist ein Zugunfall nicht weniger schlimm als ein Busunfall. Ausserdem auch kein vergleich, in einem Zug sind schnell mal hunderte Verletzte und Tote, wie bei einem Flugzeugabsturz, in einem Bus zu meist weit unter hundert.


  34. Niklas Luerßen
    13.03.11 um 14:10

    Jipp. Ich schätze wie Joschi2x, daß etwaige Angriffe auf das Grundgesetz (hier Art. 9) vor dem Bundesverfassungsgericht, spätestens aber vor dem Europäischen Gerichtshof keinen Bestand hätte. Das BVerfG ist dafür bekannt, daß es insbesondere Grundrechte sehr sehr hoch hält und hat schon manche Vorhaben erheblichst eingeschränkt oder abgeschafft, bekannt seien hier der Große Lauschangriff, das Luftsicherheitsgesetz („man darf Menschenleben nicht gegeneinander aufrechnen“) und die Vorratsdatenspeicherung.


  35. Stefan Hennigfeld
    13.03.11 um 16:46

    Auch das Streikrecht findet seine Grenzen in der Verhältnismäßigkeit. Nun sind aber auch einige Tage Streik am Stück mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht unverhältnismäßig, aber so argumentiert auch keiner.

    Die Argumentationsweise ist die folgende: Unternehmen X sagt, man selbst sei nie zu Tarifverhandlungen aufgefordert worden und könne alleine gar keinen Flächentarifvertrag aushandeln. Man sei ja bereit, mit der GDL über einen Haustarifvertrag zu verhandeln, wenn diese dazu auffordert.

    Ob man mit dieser Argumentationsweise vor Gericht durchkommt weiß ich nicht, kann ich nicht sagen, müssen wir den Mittwoch abwarten.


  36. TfExperte
    13.03.11 um 17:05

    @Ogni

    Von einem Lokführer wird mehr „gestohlen“ an Geld und Lebenszeit, als dir bewusst ist. Auch hier stelle ich fest: Keine Ahnung vom Beruf Lokführer.

    @Stephan
    Lokführer haben mehr Verantwortung und brauchen wesentlich mehr Konzentrationsleistung als Bus(Auto)-Fahrer. Der Lokführer muss die Strecke ziemlich gut und genau beobachten, darf jedoch bei der Wahl seiner Geschwindigkeit davon ausgehen dass, bei fahrtzeigenden Signale, der Fahrweg frei ist. Etwas komplizierter als wie du es schreibst.
    Auch hier stelle ich fest: Keine Ahnung vom Beruf Lokführer.

    @alle Streikgegner:
    Das Streikrecht ist ein tief verwurzeltes Recht in einer Demokratie. Arbeitskämpfe sind ein Machtsgeraengel zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Privatisierung der Eisenbahn in Deutschland ist auf Kosten der Arbeitnehmern durchgedrückt worden. Geld gespart hat es den Bund kein Pfennig. In Gegenteil. Die Privatisierung hat den Bund (also den Steuerzahler) sehr sehr viel Geld mehr gekostet? Wohin ist die Mehrheit des Geldes hingegangen? An einem Overhead an Managern.
    Etwa 50% der Einkünfte der Deutschen Bahn AG wird an den Honorarien der Führungskräfte ausgegeben. Dann ist noch kein Arbeiter bezahlt, kein Zug gefahren, keine Strecke gewartet. (Quelle: Jahresabschlussbericht 2008 DB AG, musst aber bissle Rechnen, da es versteckt ist… ;-))


  37. Steuerzahler
    13.03.11 um 17:30

    @ TfExperte

    Die Bundesbahn war ein Auffangbecken für Menschen, die nicht wettbewerbsfähig waren. Die Personalkosten der Bundesbahn überstiegen die Fahrgeldeinnahmen. Die Bundesbahn war eine Behörde, in der die Belange der Kunden hinten an standen.

    Gleiches gilt für die Reichsbahn (der DDR) mit dem Unterschied, dass diese ein VEB war.

    Die Bundesbahn war eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und ein Fass ohne Boden.

    Und noch heute sind die Kunden für manche Lokführer ein Störfaktor, den man ausschließen muss. Es spielt sich mit der Eisenbahn doch ohne Kunden viel besser :-). Nehmen Sie Ihre Modellbahn im Maßstab H0, da können Sie ihre Züge nach Herzenslust fahren aber lassen Sie die Kunden der Eisenbahn in Ruhe.

  38. @Steuerzahler

    So einen blöden Kommentar habe ich schon lange nicht mehr gelesen .
    Zeugt von Dumm- und Unwissenheit .

  39. TfExperte – ich muß davon nichts verstehen … (o,:

    Es reicht, wenn ich sehe was 100.000den von Pendlern (ich bin nur einer davon) an solchen Streiktagen angetan wird !!!

    M.f.G. gez. OGNI


  40. TfExperte
    13.03.11 um 20:19

    @Steuerzahler

    Die Deutsche Bundesbahn war eine funktionierende Eisenbahn. Mit zuverlässige Techniken, geführt von Techniker die Ahnung vom Betrieb hatten. Sie ist gerne kaputt geredet worden von der Politik und Auto-Lobby um die Privatisierung zu begründen.

    Die Bundesbahn hat arbeitsunfähigen (z.B. einen guten Lokführer deren Rücken kaputt gefahren ist) nicht einfach abgeschoben in die Arbeitslosigkeit, sondern weiter beschäftigt. Das würde ich nicht direkt „Arbeitsbeschaffungsmassnahme“ nennen, sondern Verantwortungsgefühl der Firma für seine Arbeitnehmern.

    Klar konnte die Deutsche Bundesbahn und Reichsbahn effizienter geführt worden. Dass kann jedes Unternehmen.

    Lokführer sind mehr oder weniger „geprüfte“ Einzelgänger und sollten nicht unbedingt die grösste Kunden-Unterhalter sein. Auf ein „sturren“ Kopf wird sogar psychologisch geprüft. Ein Lokführer muss durchaus Angriffe auf seine (sichere) Arbeitsweise wiederstehen können. Auch wenn Fahrgäste ihm anbrüllen, weil er so langsam gefahren hat, aber er es gemacht hat um mehr Sicherheit zu bieten. (Und weil er mit einem halben Bein im Gefängnis steht. Sofort steht die Kripo im Führerstand, wenn du mal falsch gehustet hast.)
    Und tatsächlich, solche Kommentare wurde ich von einem 5 Jährigen erwarten… Mann-o-mann.

  41. Die Deutsche Bundesbahn war eine funktionierende Eisenbahn. Mit zuverlässige Techniken, geführt von Techniker die Ahnung vom Betrieb hatten. Sie ist gerne kaputt geredet worden von der Politik und Auto-Lobby um die Privatisierung zu begründen.

    Und weil sie so gut funktioniert hat, wurde ein Drittel des Schienenetzes stillgelegt und der Verkehrsträger Bahn nachhaltig geschwächt. Viele Strecken wurden systematisch eingestellt, obwohl es an potenzielen Kunden nicht mangelte. Nur die Kunden, die sich auch ein Auto leisten konnten, hatten keine Lust sich nach den zwei Zügen auf ihrer Strecke zu richten, weil die gute alte Bundesbahn nicht in der Lage war einen verlässlichen Takt mit günstigen Anschlüssen herzustellen. Dann wurde die Strecke eben eingestellt und der Kunde hatte keine andere Wahl als sich ein PKW anzuschaffen.

    Die Bundesbahn hat arbeitsunfähigen (z.B. einen guten Lokführer deren Rücken kaputt gefahren ist) nicht einfach abgeschoben in die Arbeitslosigkeit, sondern weiter beschäftigt. Das würde ich nicht direkt “Arbeitsbeschaffungsmassnahme” nennen, sondern Verantwortungsgefühl der Firma für seine Arbeitnehmern.

    Es ist mir sowas von egal wie ihr Bundesbahnverträumten Tfs diese unnötige Mitarbeiterfreundlichkeit nennt, aber der Verkehrsträger Bahn ist dazu da, um Menschen zu befördern und nicht für paradisische Arbeitszustände zu sorgen. Euch Bundesbahnvernarten Tfs würde ich mal empfehlen einen Job in der freien Wirtschaft auszuüben, damit ihr endlich mal von eurem hohen Ross runter auf den Boden der Tatsachen kommt. Der Behördensumpf Bundesbahn hat dem Verkehrsträger Bahn nachhaltige irreparable Schäden zugeführt. Die Bahnprivatisierung kam viel zu spät, sie hätte eigentlich schon in den 70ern durchgeführt werden müssen. Dann hätte die Bahn in der Gesellschaft heute eine ganz andere Stellung und hätte wesentlich mehr Fahrgäste.

    Klar konnte die Deutsche Bundesbahn und Reichsbahn effizienter geführt worden. Dass kann jedes Unternehmen.

    Bei der Bundesbahn gab es noch viel mehr Ungereimtheiten, so zum Beispiel mangelndes Interesse der verbeamteten Mitarbeiter. Trotz riesen Wasserkopf waren nicht sehr viele bereit sich für neue Angebote und mehr Fahrgäste den Finger krum zu machen, weil die Altervorsorge und der Arbeitsplatz gesichert waren. Auf keinen wurde der Druck zur Veränderung ausgeübt und somit blieb man lieber beim altbewährten und die Kunden liefen in Scharen weg.


  42. TfExperte
    13.03.11 um 20:51

    @ Signal

    Wow. Unwissenheit im höchsten Sinne, oder?

    Je von „Autolobby“ gehört? Jede sollte und musste doch sein eigenes Auto haben und fahren…
    Deswegen ist die Bundesbahn politisch kaputtgemacht worden. Die Bundesbahn war ein ausführendes Organ, der nach den Landes und Staatsregeln geführt worden aus dem Ministerium.
    Danke für das zu Verstehen…

    Das dir die Mitarbeiterfreundlichkeit „egal“ sei, redest du nur, weil du selber Arbeit hast.
    Ich finde es besser das ein Arbeitsunfähiger einen Arbeitsplatz in der Firma angeboten wird, als das er Abgeschoben wird in die Arbeitslosigkeit.
    Im Leerlauf Zuhause sitzen, kostet dem Steuerzahler mehr Geld, als ihm weiter zu beschäftigen.


  43. Dipl.-Ing.
    13.03.11 um 21:07

    Je von “Autolobby” gehört? Jede sollte und musste doch sein eigenes Auto haben und fahren…

    Wenn die Bundesbahn nicht in der Lage ist einen verlässlichen und vertakteten Nahverkehr von früh morgens bis spätabends anzubieten, dann braucht auch jeder sein eigenes Auto. Ich hätte damals gerne auf die Anschaffung eines Autos verzichtet, nur leider konnte ich das erreichen meines Arbeitsplatzes nicht mehr mit den Fahrplänen der Bundesbahn vereinen, da die Fahrpläne jedes Jahr weiter reduziert wurden. Zuletzt fuhr nur noch ein D-Zugpaar am Tag welches vielleicht für Oma Gertrude, die ihre Enkel in Gifthorn besucht brauchbar war aber nicht für Menschen die mit der Bahn zur Arbeitsstelle, zur Schule oder einfach mal in die nächst größere Stadt zum einkaufen fahren wollten. Letztendlich wurde sie eingestellt und abgebaut.

    Um es nochmal ganz eindeutig klarzustellen, die Bundesbahn hat mich zur Anschaffung eines Autos gezwungen und nicht umgekehrt.

  44. Wow. Unwissenheit im höchsten Sinne, oder?

    Nö, das sind Lebenserfahrungen die man als in der freien Wirtschaft arbeitender Mensch so macht. Aber das ist für euch in eurer rosa-roten und zuckersüßen Behördenbahnwelt ja völlig fremd.

    Je von “Autolobby” gehört? Jede sollte und musste doch sein eigenes Auto haben und fahren…

    Was blieb den Bürgern auch anderes übrig, die Bundesbahn hat den Wandel der Zeit verpasst, dass Menschen rund um die Uhr und jeder Zeit mobil sein wollten. Statt den Nahverkehr in den 60ern systematisch zu vertakten hat man weiter die kriegsänlichen Kuddel-Muddel Fahrpläne beibehalten, wo dann morgens beispielsweise vier Züge für die Schüler fuhren und anschließend war fünf Stunden lang betriebsruhe. Wer nach 18 Uhr noch mobil sein wollte, der konnte auf die Bahn lange warten nämlich bis zum nächsten Morgen.

    Deswegen ist die Bundesbahn politisch kaputtgemacht worden. Die Bundesbahn war ein ausführendes Organ, der nach den Landes und Staatsregeln geführt worden aus dem Ministerium.

    Für die Angebote und die Ausführung des Betriebes war die Bundesbahn immer noch selbst verantwortlich und wenn sich keiner aus dem Wasserkopf für die Erarbeitung neuer Verkehrskonzepte einsetzt ist klar, dass das Verkehrsministerium selber auch kein Intresse an der Bahn hat. Die Politik hat auf den Fahrgastrückgang nur reagiert. In Wirklichkeit hat sich die Bundesbahn selber kaputt gemacht, weil der verbeamtete Wasserkopf aufgrund von Desintresse nicht auf die Wünsche der Fahrgäste reagiert hat.

    Das dir die Mitarbeiterfreundlichkeit “egal” sei, redest du nur, weil du selber Arbeit hast.

    Mitarbeiter in der freien Wirtschaft besitzten solche Privilegien auch nicht, warum soll es bei der Bahn anders sein. Damit der Betrieb in Zukunft für die Aufgabenträger noch teurer wird und die Fahrgäste letztendlich mehr draufzahlen müssen, wodurch das Auto wieder an Attraktivität zunimmt.

    Ich finde es besser das ein Arbeitsunfähiger einen Arbeitsplatz in der Firma angeboten wird, als das er Abgeschoben wird in die Arbeitslosigkeit.

    Bei der Agentur für Arbeit, die sie wahrscheinlich nicht kennen, werden spezielle Arbeitsplätze für körperlich beeinträchtigte Arbeitsuchende angeboten. Darüberhinaus haben Firmen wie die Deutsche Bahn einen sehr großeren internen Arbeitsmarkt auf dem bereits beschäftigtes Personal bevorzugt vermittelt werden muss.

    Im Leerlauf Zuhause sitzen, kostet dem Steuerzahler mehr Geld, als ihm weiter zu beschäftigen.

    Und was machen die dann bei der Deutschen Bahn. In den Büros des Overhead Bleistifte zählen und damit den Steuerzahle über steigende Fahrpreise ebenfalls belasten.


  45. Jürgen Eikelberg
    13.03.11 um 21:41

    @ TfExperte

    Ich muss mich doch schon sehr wundern, das ein „Experte“ aus Canada mit Hilfe von Google Sprachtools hier mitdiskutiert und die Bedürfnisse der deutschen Lokführer angeblich so genau kennt.

    I’m really surprised that an „expert“ from Canada can assess the needs of German locomotive drivers.


  46. TfExperte
    13.03.11 um 21:47

    @ Signal
    Warum musst du deine Unwissenheit auch noch weiter bestätigen?

    Entweder mangelt’s dir an Kenntnisse der Geschichte und wie es bei der Bundesbahn früher lief oder bist einfach ein gehirnwäschter Besserwisser.

    Es gibt sowas wie „Corporate Responsibility“, leider in Deutschland grösstenteils unbekannt. Das sind keine Privilegien, sondern erworbene Rechte durch jahrelange Arbeit für die Firma.

    Und bei der freien Wirtschaft läuft alles Perfekt?
    Noch mehr Beweis der Dummheit braucht man nicht.


  47. Dipl.-Ing.
    13.03.11 um 21:56

    Deswegen ist die Bundesbahn politisch kaputtgemacht worden. Die Bundesbahn war ein ausführendes Organ, der nach den Landes und Staatsregeln geführt worden aus dem Ministerium.

    Die Mitarbeiter der Bundesbahn haben sie wenn überhaupt selbst kaputt gemacht. Aber das kann ja heute nicht mehr so schnell passieren, da durch die Regionalisierung 1996 die Daseinsvorsorge für den Nahverkehr an die Aufgabenträger unter Führung der Länder gegangen ist. Dadurch steigen seit Jahren die Fahrgastzahlen, weil der Nahverkehr nicht mehr an die Bedürfnisse der Mitarbeiter, sondern an denen der Kunden ausgerichtet wird. Strecken werden reaktiviert und das Angebot verdichtet. Durch Ausschreibungen wird das Angebot für den Steuerzahler effizienter und attraktiver. Zustände die mit der Bundesbahn undenkbar waren. Es gibt zwar noch einige Ungereimtheiten, die Weichenstellungen in den 90ern sind trotzdem richtig und überfällig gewesen. Statt ein Zurück zur Bundesbahn zu fordern sollte man die jetzt geschaffene Strukturen weiter verbessern.


  48. TfExperte
    13.03.11 um 22:03

    @Jürgen Eikelberg

    Ja und? Es gibt Experten aus der ganzen Welt die von der Deutschen Bahn eingestellt worden sind um sie zu helfen. Und ich habe die Geschichte der Deutschen Eisenbahnen weitestgehend studiert. Weil einfach sehr interessant. Ausserdem habe ich sehr viel Interesse in JEDEN Berufsgruppe und werte aller Arbeit. Und wenn einer sehr negativ oder „einfach“ denkt über ein anderen Beruf aus UNWISSENTHEIT, stört mich das sehr.

    Ich wundere mich, dass es soviele Deutschen gibt, die sowas unverschämtes sagen dürfen im Internet.
    Es grenzt hier an „defamatory libel“ was die Leuten schreiben.

  49. Warum musst du deine Unwissenheit auch noch weiter bestätigen?

    Du wiederholst dich, gehen dir die Argumente aus?

    Entweder mangelt’s dir an Kenntnisse der Geschichte und wie es bei der Bundesbahn früher lief oder bist einfach ein gehirnwäschter Besserwisser.

    Ich weiß ganz genau wie es bei der Bundesbahn früher lief aber nicht aus der Sicht eines Mitarbeiters, sondern eines Kunden. Mir mangelt es gewiss nicht an Kenntnis der Geschichte, weil ich sie selber erlebt habe.

    Es gibt sowas wie “Corporate Responsibility”, leider in Deutschland grösstenteils unbekannt. Das sind keine Privilegien, sondern erworbene Rechte durch jahrelange Arbeit für die Firma.

    Man muss ja nicht alles aus Kanada übernehmen. Die Frage ist wer braucht sowas. Jeder wird doch wohl noch selber in der Lage sein, sich bei Arbeitsunfähigkeit selber auf einen anderen Arbeitsplatz zu bewerben. Da reicht oftmals schon der interne Arbeitsmarkt eines Unternahmens aus.

    Und bei der freien Wirtschaft läuft alles Perfekt?

    Aus der Sicht des Kunden hat sich das Nahverkehrsangebot in den letzten Jahren deutlich verbessert. Durch Ausschreibungen wird die Attraktivität des Nahverkehrs weiter erhöht. Die Abschaffung des Behördensuff ist als deutlicher Erfolg zu werten.

  50. Es gibt Experten aus der ganzen Welt die von der Deutschen Bahn eingestellt worden sind um sie zu helfen.

    Wie man gesehen hat ist aber nichts sinnvolles dabei heraus gekommen. Die Bundesbahn konnte mein Mobilitätsbedürfnis nie befriedigen.

    Und ich habe die Geschichte der Deutschen Eisenbahnen weitestgehend studiert.

    Deshalb meinst du mehr Ahnung zu haben, als ein deutscher Staatsbürger der Jahrzehnte lang gerne die Bahn für die täglichen Wege benutzt hätte. Was ihm aber nicht möglich war.

    Ich wundere mich, dass es soviele Deutschen gibt, die sowas unverschämtes sagen dürfen im Internet.

    In Deutschland zählt die Meinungsfreiheit zu den Grundrechten, ich weiß ja nicht wie das in Kanada ist.

    Ausserdem habe ich sehr viel Interesse in JEDEN Berufsgruppe und werte aller Arbeit. Und wenn einer sehr negativ oder “einfach” denkt über ein anderen Beruf aus UNWISSENTHEIT, stört mich das sehr.

    Die Intressen der Kunden dürfen nicht über der der Arbeitnehmer stehen, sonst ist die Bahn nur eine Arbeitsbeschaffungmaßnahme statt ein Verkehrsmittel. Außerdem ist das was ich schreibe meine eigene Erfahrung und Meinung. Ich verstehe immer noch nicht was das mit „Unwissenheit“ zu tun hat.

  51. @Jürgen Eikelberg

    Ich muss mich doch sehr über sie wundern, schon mal was von Datenschutz gehört ? Wir schreiben hier alle anonymisiert, und dass ist auch gut so, sonst wären sich hier schon einige an die Gurgel gegangen. Verraten sie bald auch unsere eMail-Adressen, IP-Nummern, Internetzugangsorte und desweiteren hier ? Sie haben mit ihrer Seite hier auch Verantwortung übernommen, denken sie daran! Es ist auch völlig egal woher hier wer kommt, anscheinend hat der Mann Ahnung sonst würde er hier nicht schreiben. Und das er nicht aus Deutschland ist, kann man klar und deutlich herraus lesen oder ?

    Übrigens stellt nicht nur die Deutsche Bahn AG Berater ein, sondern auch viele andere Firmen auf der ganzen Welt. Und die Berater kommen auch aus der ganze Welt.

  52. @Signal

    Und sie sollten sich mal zusammen reißen mit ihrem geballten unwissen. Die ganze Privatisierung ist politisch gewollt und schon mehr als einmal in die Hose gegangen. Das hier die Autolobby groß ist in Deutschland, weiß doch ein jeder oder ? Da finde ich es schon sehr wahrscheinlich, dass TfExperte recht hat.
    Ausserdem ist nicht die Bahn schuld, dass an ihrem Ort nichts an Zügen fährt sondern allein die Politik, die so schnell wie möglich Gewinne sehen wollte. Und da mussten dann halt viele schöne Strecken und Ausweichsgleise dran glauben, den alte Bahnanlagen sind sehr begehrtes Land und bringen kurzeitig viel Geld um die Bilanzen zu schönen. Damit Politik und Bahn gut da stehen. Ausserdem ist bis Heute der Fernverkehr ein verlust Geschäft und finanziert sich nur durch die Einnahmen im Güter- und Nahverker. Die Fahrpreise müssten mehr als deutlich erhöht werden. Nur dann ist die Schiene absolut keine konkurrenz zum Auto mehr, was sie jetzt ja auch kaum noch ist. Aber das ist ja auch wieder Politisch so gewollt, sonst wären die Straßen und Autobahnen nicht so stark subventioniert vom Staat und auch schon längst Mautpflichtig oder privatisiert (wie in Frankreich).

    Was die Weiterbeschäftigung von Personalen angeht, finde ich es eine gute sache. Gerade beim Fahrpersonal. Denn kein anderes Personal bei der Bahn hat soviel mit Suizieden, also unverschuldeter Arbeitsunfähigkeit, zu tun als die Fahrpersonale. Und da finde ich es nur richtig, diese Personale entsprechend zu unterstützen und zu schützen. Bei den Bahnen gibt es so unglaublich viele Arbeitsmöglichkeiten, wo man solche Leute noch gut einsetzen kann.

  53. Und sie sollten sich mal zusammen reißen mit ihrem geballten unwissen.

    Oh jetzt wird unter anderem Namen weiter geschrieben und mir stellt sich immer noch die Frage: “Welches unwissen”.

    Die ganze Privatisierung ist politisch gewollt und schon mehr als einmal in die Hose gegangen.

    Wo sind die Entscheidungen der 90er in die Hose gegangen? Es war absolut richtig die Bundesbahn ihren Kompentenzen für den Nahverkehr zu entbinden. Seit der Privatisierung wurde das Angebot massiv ausgeweitet und jedes Jahr steigen die Fahrgastzahlen.

    Da finde ich es schon sehr wahrscheinlich, dass TfExperte recht hat.

    Oh jetzt hat ein selbsternannter Experte aus Kanada der mal auf Dienstreise in Deutschland war wahrscheinlich Recht. Weiß einer überhaupt was er für die Deutsche Bundesbahn gemacht hat? Kann ja sein das er Lokomotiven oder sonstwas entwickelt hat und von der Attraktivität und Dichte des Angebotes damals überhaupt keine Ahnung hat.

    Das hier die Autolobby groß ist in Deutschland, weiß doch ein jeder oder ?

    Die Autolobby hat sich nie gegen die Bahn gestellt, die Bahn war während des Wirtschaftswunders nach dem zweiten Weltkrieg nicht in der Lage dem gesteigerten Mobilitätsbedürfnis der Bevölkerung gerecht zu werden, weil das Fahrplanangebot zu schlecht war.

    Ausserdem ist nicht die Bahn schuld, dass an ihrem Ort nichts an Zügen fährt sondern allein die Politik, die so schnell wie möglich Gewinne sehen wollte. Und da mussten dann halt viele schöne Strecken und Ausweichsgleise dran glauben, den alte Bahnanlagen sind sehr begehrtes Land und bringen kurzeitig viel Geld um die Bilanzen zu schönen.

    Die Strecken wurden damals ab den 60ern stillgelegt, weil die Kunden nicht bereit waren sich mit einem Verkehrsangebot mit wenigen Zugpaaren pro Tag zufrieden zu geben. Aufgrund der geringen Nachfrage hat man dann irgendwann beschlossen Strecken still zu legen, um das Bundesbahndefizit zu senken.

    Ausserdem ist bis Heute der Fernverkehr ein verlust Geschäft und finanziert sich nur durch die Einnahmen im Güter- und Nahverker. Der Güterverkehr ist auch nicht profitabler als der Fernverkehr.

    Die wirklichen Einnahmequellen sind die bezuschussten Sparten, zu denen der Nahverkehr und die Infrastrukturtöchter gehören.

    Die Fahrpreise müssten mehr als deutlich erhöht werden.

    Wofür, damit diejenigen die ein Auto haben, demnächst überhaupt nicht mehr mit der Bahn fahren.

    Aber das ist ja auch wieder Politisch so gewollt, sonst wären die Straßen und Autobahnen nicht so stark subventioniert vom Staat und auch schon längst Mautpflichtig oder privatisiert (wie in Frankreich).

    Subvention ist der falsche Ausdruck, der PKW-Besitzer zahlt über die KFZ-Steuer für Ausbau und Erhalt der Verkehrswege. Wer keine Aternative hat wird in den meisten Fällen automatisch zum Autohalter.


  54. TfExperte
    14.03.11 um 01:04

    @ Signal

    Meinungsfreiheit ist wortwörtlich die Freiheit seine MEINUNG zu äussern. Dafür muss jeden Satz anfangen mit „Ich denke.. Ich finde.. Ich meine..“ Wer was anderes schreibt als dass, kann Verleumdung zu lasten gelegt werden. Und das ist strafbar.

    Auf Englisch sagt man auch: „Freedom of Speech doesn’t mean Freedom of Filth“. Du kannst halt NICHT immer alle Mist überall hinschreiben. Und das ist auch gut so.

    Auch: als „Kunde“ herumgeblickt haben und „erfahren“ haben, bedeutet nicht, dass man die Kenntnisse hat um über die Richtigkeit eines Streiks zu urteilen. Deswegen schon auszusagen „ich weiss es ganz genau“ ist lächerlich und ziemlich unseriös zu nehmen.
    Aus Kundensicht ist sehr klar ist ein Arbeitskampf sehr unangenehm. Und genau DORT fehlt es die GDL an „Fachkenntnisse“ um das genau zu erklären. Aber gehe davon aus, dass es dann die Arbeitnehmern auch das Wasser an die Lippe steht.
    Aus meinem detaillierte Insiderwissen, als Mitarbeiter und Berater der DB AG, haben mich die Berufsverhältnisse besonders interessiert. Deshalb sehr viel intern in den Gewerkschaften darüber diskutiert, wieso und warum solchen schiefen Arbeitsverhältnisse entstanden sind. Sehr komplex und in diesem Fall hier einfach gesagt, erkundigt euch tüchtig und gebe dann erst eine Meinung. Sonst benimmt Ihr euch wie die meinsten Amerikaner. Dummes oberflächliche wissen.
    Und das macht aus den Besserwisser hier echte Nichtswisser und tragen nicht zur Diskussion bei.
    Auch an den Forumsverwalter: Datenschutz gilt als höchstes gut. Verleumdung von anderen (Berufsgruppen) sollte vermeiden werden.
    Meinungsfreiheit ist prima, sollte aber deutlich eine Meinung sein und kein „Schlechmacherei“.

    Ich bin gerne bereit zu erklären warum eine Berufsgruppe so speziell ist, aber mit solchen sinnlosen Antworten, macht das Forum sich zweifelhaft..

  55. @Signal

    Unter anderem Namen ? Sie sind ja völlig durchgeknallt, ich schreib hier schon ein weile kommentare, sogar parallel zu diesem TfExperten!

    Sie scheinen es ja nicht zu wissen, aber die Politik hat schon öffters versucht die Bahn zu privatisieren. Nur musste sie kurz vor der Pleite wieder aufgefangen werden. Ausserdem wurde auch viel zu spät richtig investiert in die Bahn.

    Was die Autolobby angeht, sie glauben ja wohl nicht dass sie es an die große Glocke hängen oder gahangen haben. So gut gläubig können sie auch nicht sein!

    Was die Konkurrenz von Straße zu Schiene angeht, ist es sowieso unfair geregelt. Für die Autobahnen sollte zumindest eine Maut erhoben werden, mit wenigstens die Leute bezahlen die auch die Autobahnen kaputt machen. Die Bahn muss ja auch ihr eigenes Schienensystem in schuss halten und dafür muss ja auch jeder Trassengebühren bezahlen der darüber fahren will.
    Verstehen sie mich nicht falsch, ich fahre auch Auto, aber ich wäre bereit Maut zu bezahlen. Die KFZ-Steuer sollte dann eher für die Straßen der Kommunen genutzt werden. Die sehen ganz schlimm aus.

    Bei einer Maut wäre die Schiene auch wieder Konkurrenzfähiger.


  56. TfExperte
    14.03.11 um 03:54

    @ allgemein

    Die Frage lautet immer: ist öffentlicher Verkehr ein Geschäft oder ein sozialer Service?

    Kein Mensch wird behaupten das eine Autobahn Gewinn bringen muss. Macht sie auch nicht, und soll sie auch nicht. Sie wird von jedermann verwendet. Die Kfz-Steuer, Kraftstoffsteuer und LKW-Maut tragen nur ein sehr geringes Teil bei an der Finanzierung von ALLEN Strassen, Parkplätze, Brücken usw. Das finde ich auch kein Problem.
    Aber um zu behaupten das der öffentlicher Verkehr wie Busse, Strassenbahnen und Eisenbahnen „Gewinn“ bringen müssen ist der absoluten Unsinn. Und weil die Autolobby sich dumm und dämlich verdient an dem Autoverkehr, wird die Politik natürlich auch für das Auto wählen. Da ist nichts mit freier Entscheidung.
    Und diese dumme gewollte Konkurrenzfähigkeit wird ausgekämpft über die Gehalter des Eisenbahnpersonals. Am liebsten das Fahrpersonal.
    Weil so „offensichtlich“ ist, dass die Ineffizient sei. Blind waren die Leute immer schon für nett aufgemachte Werbekampagnen der Autos.
    Aber keiner der Mal richtig nachdenkt über die gewaltige Ressourcenverschwendung der Auto- und Strassenverkehrsbranche.
    Die Schweiz ist sich schon viel mehr Bewusst darüber und nutzt kräftig den öffentlichen Verkehr und investiert mächtig darin. Und auch in Personal muss man investieren. Mit einer glänzenden Infrastruktur und Rollmaterial ist es nicht getan. Sein Personal „Gesund“ halten ist auch sehr wichtig.

    Und das ist was man nur mit einem weitgehenden Tarifvertrag erreichen kann. Sonst findet Missbrauch statt bei den kleineren Unternehmen.
    Und dafür kämpft die GDL. (Schon immer… da ist nichts neues bei)


  57. Beobachter
    14.03.11 um 09:27

    @ Joschi2x

    Ich möchte höflichst daran erinnern, dass wir in Deutschland für LKW über 12 Tonnen eine Maut auf Autobahnen und (demnächst auch auf ausgewählten Bundesstraßen) erheben. Dies hatte aber keine Auswirkung auf den Wettbewerb zwischen Straße und Schiene.

    Der Staat hat bis in die 1990er Jahre den Straßengüterfernverkehr mit rigider Kontigentierung und Konzessionierung sowie festgelegten Tarifen zu Gunsten der Eisenbahn beschränkt. Gewirkt hat es nur wenig.

    Eine PKW-Maut hätte auch keine positive Wirkung auf den Personenfernverkehr auf der Schiene. Ob ich nun 124 Euro für eine Bahnfahrkarte ausgebe oder für eine PKW-Maut bleibt unter dem Strich gleich, weil ich mit dem PKW unabhängiger und bequemer unterwegs bin. Da lege ich dann gerne noch ein paar Euro für den Sprit drauf – die Fixkosten muss ich sowieso zahlen.

    Aber das ist jetzt schon viel zu weit vom Thema entfernt.

  58. Es ist schon verwunderlich das die proStreik(GDler??) hier so leicht durch die Meinung der entnervten Mitmenschen unter Druck geraten und ihre Sachlichkeit verlieren. Stimmt da was mit der öffentlichen Meinung nicht mehr? Geht der soziale Zusammenhalt verloren, weil sich die Mitbürger (berechtigt oder unberechtigt sei dahingestellt) gegen den Streik zu Lasten der DBAG und den Pendlern mal „Luft“ machen?

    Liebe GDLer, wenn Ihr die privaten Bahnen eins auswischen wollt, wieso müssen wir als Pendler der DBAG dieses Gejammer mit ausbaden. Stellt doch einfach nen Lok/Zug vor die Schuppen/Gleisanlagen der privaten Bahnen damit die Ihre Fahrzeuge nicht aus den Depots herausbekommen und fahrt uns pünktlich via DBAG zur Arbeit.

    Und es grummelt weiterhin bei den Pendlern….

  59. @TfExperte

    Nein gewinn bringen soll es nicht, aber ansatzweise kostendeckend sollte es schon sein.

    @Beobachter

    Ich möchte nur abschliessend zum Thema Maut feststellen, dass viele unsere Autobahnen benutzen die keine KFZ-Steuer abgeführt haben, da kann man schon verlangen, dass diese ihren Teil beitragen. In anderen Ländern müssen wir ja schliesslich auch zahlen. Und da wir in Deutschland nun mal ein Durchfahrtsland sind, würde dass schon viel bringen. Vielleicht sogar der Schiene. Und ich finde die LKW-Maut gut, sie ist nur viel zu teuer erkauft.

  60. @Stephan

    Sie haben kein Verständnis für die streikenden Eisenbahner, also warum sollten diese Eisenbahner Verständnis für sie aufbringen ? Ich habe ja auch keines für sie. Sie sind hier im Eisenbahnjournal nur am drohen ihren unmut mit Gewalt luft zu machen, für sowas kann keiner verständnis haben. Und ich denke der Sozialezusammenhalt ist unter der Eisenbahnern sehr sehr gut. Sogar Gewerkschafts übergreifend. Und was die Meinung des Volkes angeht, haben sie anscheinend nicht die letzten Umfragen gelesen. Ich finde sie ist aber auch eher zweitrangig zu bewerten.

    Was wollen sie eignetlich ? Die Gewerkschaft hat bisher gerade maximal an 2 von 7 Tagen in der Woche gestreikt. Und das ist, meiner Meinung nach, noch sehr verhältnismäßig.
    Und dass, was sie hier vorschlagen wäre unverhältnismäßig und dürfen die Eisenbahner auch nicht. Ausserdem scheinen sie die Realität nicht zu kennen oder ? Sonst wüssten sie, dass es nicht nur ein Depot gibt sondern ganz viele Abstellplätze, verteilt auf die Region wo das Unternehmen fährt.

    Und die Gewerkschaft ist sich schon ihrer Verantwortung bewusst, oder haben sie nicht gelesen, dass sie „unbefristet“ Streiks ausschliesst ?!

  61. @ Joschi2x

    Die Auswirkungen der unterschiedlichen Massen bei einem Unfall ob Straße oder Schiene ist mir schon bewusst. Ein Unfall wie Horsdorf hier anzuführen zeigt mir gedoch das Sie nicht in der Lage sind zu verstehen was ich damit aussagen wollte. Ein LINT zu craschen ist genauso schlimm in den Folgen wie nen Citaro. Dennoch haben Lokführer meist weniger zu beobachten, weil Sie eben schienengebundenes Fahrzeug haben und nur „nach vorn“ schauen brauchen, ein Berufskraftfahrer muß sein ganzes Umfeld im Blick haben und dennnach sicherer fahrer.

    Und ein Suizidgefährdeter Mensch wird sich so oder so zu seinem Schöpfer begeben, ob vor nem Zug, Straßenverkehr, Brücken oder Gebäude.

  62. @Joschi2x NACHTRAG:

    Ich stell hier mal so fest:Ich habe niemals mit Gewalt gedroht! Ich schrieb davon der GDL mein Protest zu zeigen, und zwar mit (jetzt nicht mehr gekühlten Eiern,Danke für Ihren Verbesserungsvorschlag!).

    Das Sie mir unterstellen wollen, das ich nen Lokführer hauen will zeigt doch wie sehr sich die Kommentare sinnlich durchlesen. Wozu hab ich sonst Eier gekauft???

    Und ich bleibe dennoch bei meinem Standpunkt: Wer die DBAG bestreikt, die ja verhandeln wollen, um die privaten zu treffen ist meines Erachtens sehr kontraproduktiv! Desweiteren ist zu beobachten das die öffentliche proStreik-Meinung DER BAHNFAHRER stark zusammenschrummpft. Und genau die sind es die Eure Löhne bezahlen.

    Zum Thema Diskriminierungsfreiheit bei der Bahn: Was macht der GDL-Streik mit uns Pendler?? Diskriminierungsfrei sieht anders aus. Sie treffen damit einen Nerv der viele Pendler wohl sehr übel aufstößt.

    Desweiteren würde ich Sie gern in der Verhandlungsrunde mit DBAG und G6 sehen wollen, Sie könnten Abhilfe bringen und nen positives Ergebniss erreichen, scheinen Sie doch recht redegewand zu sein (ernst gemeint).

  63. @Stephan

    Ob sie nun Eier werfen oder mit der Faust zu schlagen ist einerlei oder ? Gewalt ist beides und nicht nur hauen. Sie sehen das sehr ein dimensional.

    Und schön dass sie der Deutschen Bahn AG, die halb Wahrheiten abkaufen, aber es gibt noch Leute die denken können und wissen, dass das alles nur Verhandlungsgeplenkel sind. Die auch keinen anderen Sinn haben als sie zu verunsichern.

    Ein Nahverkehrslokführer hat nun mal keine andere Möglichkeit als den Nahverkehr zu bestreiken, logisch oder ?

    Sie trauen mir Verhandlungsgeschick zu ?!? Das kann nicht ihr ernst sein, dafür bin ich, wie viele andere nur ein kleines Licht unter vielen.

  64. @ Joschi2X

    Genau auf Ihre Aussage habe ich spekuliert:

    ZITAT: Sie trauen mir Verhandlungsgeschick zu ?!? Das kann nicht ihr ernst sein, dafür bin ich, wie viele andere nur ein kleines Licht unter vielen.ZITAT ENDE

    Ihre Worte in der öffentlichen Meinung. Ihr Wort zählt zu wenig und wenn SIE ALLES GLAUBEN, was sie von der GDL eingebläut bekommen haben Sie den realitätssinn verloren.

    Ich kann dem Kommentator OHNI nur beipflichten das Sie den Frust der Bahnkunden NICHT verstehn WOLLEN( wohl auch nicht könnten).

  65. @Stephan

    Aber dadurch, dass sie alles der Deutschen Bahn abkaufen sind sie näher an der Realität oder was ?!? Hallo aufwachen, sie verschlafen sonst noch. Die Arbeitgeber waren ja auch schon immer die Guten. :-)

    Genauso wenig wie sie sich Gedanken über die Belange der streikenden Eisenbahner den Kopf machen, mach ich mir Gedanken über ihre!

    Sie können soviel spekulieren wie sie wollen, fakten bleiben fakten. Und sie verdrängen sie einfach nur und meinen dadurch mehr recht zu haben. Bleiben sie ruhig auf ihrem Standpunkt und ich bleibe auf meinem, das wird das einfachste sein.

    Ausserdem heißt der Herr OGNI und nicht OHNI, soviel Zeit muss sein. ;-)


  66. TfExperte
    14.03.11 um 14:44

    @ Joschi2x:
    Ich erwarte absolute NICHT dass eine öffentliche Eisenbahn Gewinn bringt oder nur annähernd kostendeckend ist.
    Das erwarte ich genauso wenig von einer Autobahnstrecke zwischen Hamburg und München oder die Strasse bei dir vor der Tür.

    Autobahnen und Eisenbahnstrecken sollen einen Bedarf decken an Personenverkehr. Also die „Allgemeinheit dienen“.
    Und da Landschaftsressourcen und Kraftstoffressourcen knapp sind und mehr knapper werden…. braucht man eine Vision.

    @Stephan:
    Bitte aufhören mit Argumenten basieren auf Halbwissen (oder eigentlich „Keinwissen“. Ein Lokführer hat wesentlich mehr zu tun und, merkwürdigerweise, hat sich mehr zu konzentrieren als ein LKW-Fahrer. Aber dafür braucht man Insiderwissen.

    @Beobachter:
    So „bequem“ wird’s im Auto nicht sein im Stau… Eine Stunde zu brauchen über eine sonst 20 Minuten Strecke… bwah.
    Autofahren in Deutschland ist eh kein Spass mehr. Viel viel zu voll.


  67. GDL_Hasser
    14.03.11 um 14:59

    Bitte aufhören mit Argumenten basieren auf Halbwissen (oder eigentlich “Keinwissen”. Ein Lokführer hat wesentlich mehr zu tun und, merkwürdigerweise, hat sich mehr zu konzentrieren als ein LKW-Fahrer. Aber dafür braucht man Insiderwissen.

    Das ist doch völliger schwachsinn, ein Lokführer braucht nicht mal lenken oder auf den Gegenverkehr achten. Ein Lokführer muss sich höchstens konzentrieren, um bei seiner langweiligen Tätigkeit nicht einzuschalfen. Der Beruf ist eine Anlerntätigkeit die jeder in einer Ausbildung binnen weniger Monate erlernen kann.

    Sind sie auch Hauptschüler? Ihre Rechtschreibung und Grammatik sind groten schlecht und sehr schwer lesbar.

  68. @Joshi2x

    Belegen sie doch mal bitte folgenden Schwachsinn:“Sie scheinen es ja nicht zu wissen, aber die Politik hat schon öffters versucht die Bahn zu privatisieren. Nur musste sie kurz vor der Pleite wieder aufgefangen werden. Ausserdem wurde auch viel zu spät richtig investiert in die Bahn.“ Die Angabe von Jahreszahlen reicht mir. Wann wurde die Bahn in Deutschland schonmal privatisiert und anschließend wieder reverstaatlicht? Auch was sie hier sonst so von sich geben zeugt wirklich von purer „Unwissenheit“.

  69. @Signal

    Entschuldigung, ich habe mich falsch ausgedrückt, man hat öffters versucht die Bahn umzureformieren und damit auf den Weg zu einer Privatisierung zu schicken. Das scheiterte letztendlich 1993 in einer dicken pleite. Man hat dann 1994 die West- und Ostdeutsche Bahn fusioniert und zur Heutigen Deutschen Bahn AG gemacht. Vor 1994 wurde mehrmal erfolglos versucht die Bahn zu reformieren.


  70. Jürgen E.
    14.03.11 um 18:14

    @ Joschi2x

    Die Deutsche Bundesbahn bestand von 1949 bis 1994 als Behörde. Es hat in den 1980er Jahren das Programm DB 90 gegeben, mit dem die Wettbewerbsfähigkeit erhöht werden sollte. Die Zahl der Instanzen wurde von fünf auf drei verringert. Die Produktivität sollte um 40 Prozent gesteigert und die Personalkosten um bis zu 30 Prozent gesenkt werden. An eine Privatisierung oder an einen Verkauf hat man damals noch nicht gedacht.

    Als Behörde konnte die Bundesbahn nicht in die Insolvenz gehen, da die Bundesrepublik Deutschland in voller Höhe haftete. Sie konnte sich allerdings als Behörde unbeschränkt am Kapitalmarkt mit Krediten versorgen, sie unterlag nicht der Kontrolle durch den Haushaltsauschuss des Bundestages. Daher war die Bundesbahn ein unkalkulierbares Haushaltsrisiko. Dies wurde nach der Wiedervereinigung durch die Übernahme der Altlasten der Reichsbahn noch verschärft.

    Mit der Bahnreform übernahm der Bund die Altlasten der beiden Staatsbahnen und schuf mit der Budgetierung und der Einbindung der DB AG in in die Nahverkehrsplanung der Länder eine verlässliche Bahnpolitik. Seit dieser Zeit ist die Zahl der Bahnkunden deutlich gestiegen, nicht zuletzt durch die Ausschreibungen und den Wettbewerb zwischen den Eisenbahnunternehmen.


  71. TfExperte
    14.03.11 um 18:57

    @ GDLHasser,

    Wer meckert über Rechtschreibung sollte selber erst Perfekt sein. Grotenschlecht ist grottenschlecht geschrieben.
    Nein, ich bin einfach kein Deutscher, also kein Muttersprachler und habe ein Hochschulabschluss, falls es dir interessiert.

    Rechtschreibung und Grammatik ist wichtig, aber da es hier nicht um offizielle Verträge oder Regelwerkstext geht, ist dies untergeordnet.
    Und wenn es „schwer lesbar ist“, beweisst das genau dein Problem: Unflexibiltät.
    Und ausserdem deinem „Nichtwissen“ der Bahn, hast du gerade wieder bewiesen. Ein Lokführer macht wesentlich mehr, als was du schreibt.

    Und nein, ich bin kein GDL-Liebhaber, war lange her mal Mitglied (auch bei GDED und Transnet), habe auch in den oberen Regionen diskutiert über die Arbeitsverhältnisse in Deutschland und sehr sehr viel gelernt, das es gar nicht so einfach ist, wie ihr das alles so vorstellt.


  72. TfExperte
    14.03.11 um 19:11

    @ Jürgen E.
    Es hängt leider etwas komplizierter zusammen als was du schreibst. Leider zuviele Annahmen drin, oder zu wenig Hintergrundinformationen. Alle Leser sind keine Diplom Volkswirte, aber etwas mehr Hintergedanken sollten wir uns erlauben.

    Die Bahn ist mal als Privatunternehmen angefangen und verstaatlicht. Nur ein kleiner Grund war aus Militärischen Gründe, eher Verstaatlichung weil die Privatwirtschaft es nicht gerafft hat.

    Die heutige steigenden Bahnkundenzahlen ist nicht-zuletzt an die versuchten (und gescheiterten?) Privatisierung oder Ländereinbindung, sondern an Faktoren wie höheren Benzinpreise, Umwelt-Bewusst werden und Staus auf die Autobahnen.
    Ich bin selbst jahrelang von einem Vorort aus, mit zweimal umsteigen, in Frankfurt Hbf reingefahren und war sehr froh es mit dem Auto zu machen. Es hat mir sehr viel Geld gespart, auch wenn ich noch ein Auto dazu hatte.
    Und ich musste auch bezahlen für die Bahnfahrt.

    Verlässlich ist die Bahnpolitik im Moment keinesfalls mit den vielen wechselnden Eisenbahnverkehrsunternehmen. Die Qualität (oder Quälität?) für die hiesigen Kunden bei einer privaten EVU sollte nicht nur gemessen werden an „pünktlich fahren“ sondern auch auf Sicherheit. Und da gibt’s krasse Sachen bei den Privaten Unternehmen. (Da geht Sicherheit öfters nicht vor Pünktlichkeit).
    Schon das letzte wäre einer meinen größten Argumenten die Bahn ein Staatsunternehmen sein zu lassen.

  73. Aber könnten dann die vielen bestehenden Privatbahnen mit einer neuen staatlichen Bundesbahn mithalten … ???


  74. Jürgen E.
    15.03.11 um 10:09

    @ TfExperte

    Es ist richtig, dass die ersten Eisenbahnstrecken von privaten Firmen errichtet wurden. Durch Fehlplanungen bei diesem kapitalintensivem Streckenbau und den teilweise konkurrierenden Trassen kam es zu Firmenzusammenbrüchen. Die politische Lage in Deutschland wurden von den Ländern – damals noch Monarchien – geprägt. Daher kam es auch zur Gründung der Länderbahnen. Erst nach Ende des ersten Weltkrieges wurde die Deutsche Reichsbahn als Staatsbahn ins Leben gerufen. Zuvor waren allerdings die meisten Privatbahnen auf Länderebene verstaatlicht worden.

    Es ist nicht richtig, dass die steigende Zahl der Bahnkunden den Faktoren Benzinpreis, Umweltbewusstsein oder Staus zurückzuführen sei. Früher wurstelte jede Kommune mit einem eigenen Straßenbahn oder Busnetz herum. Wer von Düsseldorf nach Dortmund wollte, musste drei Fahrscheine erwerben, einmal in Düsseldorf, dann bei der Bundesbahn und noch einmal in Dortmund. Erst mit der Gründung der Verkehrsverbünde wurden die Tarife vereinheitlicht und die Eisenbahn mit einbezogen. Das galt aber nur für die Tarife, nicht aber dafür, wann mit welchem Zugmaterial eine Strecke befahren werden musste. Da machte die Bundesbahn weiterhin, was sie für gut genug für die Fahrgäste hielt. Sie setzte altes und unattraktives Rollmaterial ein und legte weiterhin Strecken still. Die Gründung der Verkehrsverbünde erfolgte auch nicht gleichzeitig und bis zur Bahnreform wurden die Defizite von den beteiligten Kommunen getragen. So wurde der VRR (Verkehrsverbund Rhein-Ruhr) bereits 1980 gegründet, viele andere aber erst nach der Bahnreform.

    Durch die Neuordnung und die Ausschreibungen mit der Verpflichtung zum Einsatz von Neufahrzeugen und gewissen Qualitätsstandards hat sich die Attraktivität der Eisenbahn insgesamt erhöht. Und nur das hat zu einem verstärkten Kundenzuspruch geführt. Auch dort, wo die DB AG als Sieger bei einer Ausschreibungen hervorgegangen ist. Und das sogar zu einem Bruchteil des Preises, den sie nach einer Direktvergabe vorher erzielt hat.

    Auch bei der Staatsbahn hat es schwere Unfälle gegeben und die meisten Sicherheitseinrichtungen und -bestimmungen sind erst nach schweren Unfällen eingeführt worden. Es wäre müßig, hier alle schweren Eisenbahnunfälle in Deutschland aufzuführen. Ich fühle mich bei einem privaten Eisenbahnunternehmen genau so sicher oder unsicher, wie bei der DB AG.

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