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GDL schließt überbetrieblichen Tarifvertrag mit drei privaten Güterbahnen

16.03.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hat sich mit drei privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen im Güterverkehr auf den Abschluss eines überbetrieblichen Tarifvertrages geeinigt. Das betrifft die Assoft GmbH Unternehmensbereich Railmen, die MEV Eisenbahnverkehrs GmbH und die SBB Cargo Deutschland GmbH. Streiks wird es in diesen Unternehmen daher keine mehr geben.

Verhandlungsführer Matthias Birnbaum, Geschäftsführer bei SBB Cargo Deutschland, ist zufrieden: „Die Verhandlungen waren zwar lang und intensiv, fanden aber auch in einer konstruktiven Atmosphäre statt.“ Mit dem unternehmensübergreifenden Tarifvertrag sei ein „vernünftiger Kompromiss“ gefunden werden.

Der neue Tarifvertrag regelt das Lohngefüge, die Arbeitszeiten und Zuschläge den Mindesturlaub sowie Qualifikationsstandards. Außerdem gibt es betriebliche Versorgungen und Betreuungen der Mitarbeiter im Falle der unverschuldeten Fahrdienstuntauglichkeit, etwa nach traumatischen Ereignissen wie Selbstmorden.

Insbesondere die Berufszugangsvoraussetzungen sind für die Verantwortungen bei der SBB Cargo Deutschland GmbH besonders wichtig. „Uns kommt kein schlecht ausgebildeter Lokführer in eine Vier-Millionen-Lok, wir wollen Profis“ sagt Michail Stahlhut, CEO von SBB Cargo International, dem Mutterunternehmen von SBB Cargo Deutschland und Hupac.

Die Vereinbarungen bilden den Rahmen für einen Haustarifvertrag, in dem in den nächsten Wochen in den Unternehmen die Ausgestaltung der jetzt abgeschlossenen Vereinbarungen festgelegt werden sollen – das betrifft etwa Regelungen für einen zusätzlichen Freizeitausgleich bei häufiger Nachtarbeit.

42 Responses


  1. Hartmut S
    16.03.11 um 20:12

    Jo, es gibt Unternehmer die sich ihrer Verantwortung bewußt sind!


  2. M. Filusch
    16.03.11 um 20:29

    Na endlich bin ich mal der erste im Kommentieren und endlich geht es voran.

    Soeben habe ich noch eine weitere Meldung aufgeschnappt: Die GDL kehrt mit der DB an den Verhandlungstisch zurück!

    Viel Erfolg bei den Verhandlungen von meiner Seite!


  3. M. Filusch
    16.03.11 um 20:30

    Doch nicht der erste Schreiber…verdammt…damit kann ich aber leben ;o)


  4. trainguide
    16.03.11 um 20:40

    Nur drei Unternehmen von xy anderen Güter-EVU ? Also gibt es für die Güterbahnen keinen nennenswerten Arbeitgeberverband. Das ist wohl kein Erfolg. Die anderen EVU zahlen das Gehalt wohl weiter nach „Haustarif“ – wer weiß, ob die überhaupt einen Betriebsrat haben. Wenn sie keinen haben, legt der Arbeitgeber das Gehalt selber fest – ohne Verhandlung. Und dann gilt ggf. nur das Gesetz für den Urlaubsanspruch.


  5. M. Filusch
    16.03.11 um 20:59

    Es ist zumindest ein Anfang und was wesentlich positiver ist:

  6. Ich finde es auch gut dass wieder verhandelt wird. Aber mal ehrlich, das Angebot hätte die Deutsche Bahn auch schon früher unterbreiten können.

    Nichtsdesdotrotz geht es endlich weiter und kein Unbeteiligter wird mehr geschädigt. Ausser vielleicht bei den privaten Schienennahverkehrsfirmen (ausser NOB, siehe Artikel unten).

    Gütliche Einigung zwischen NOB und GDL


  7. trainguide
    17.03.11 um 11:55

    @M. Filusch

    Wenn sich GDL-Forderungen als nicht durchsetzungsfähig erweisen, wird es im Güterverkehr keinen Abschluss für alle EVU geben. Und wenn ein Tarifvertrag zu „teuer“ wird, steigt man einfach aus dem Arbeitgeberverband als EVU aus. Hier, im Güterverkehr, gibt es wohl keinen Arbeitgeberverband oder dieser verhandelt erst gar nicht. Dann kann die Gewerkschaft für jeden einzelnen Betrieb einen Abschluss aushandeln. Die Abschlüsse werden sich nur an der jeweiligen Leistungsfähigkeit des Betriebes orientieren und alle Abschlüsse werden eine große Spannbreite aufweisen müssen. Denn im Güterverkehr ist eben nichts planbar, wenn man kein großer „Player“ mit fettem Kundenstamm ist und gar nur als Subunternehmer eines anderen EVU agiert. Die Margen sind dann extrem schwach.

    Die drei Unternehmen, die sich mit der GDL auf einen Vertrag verständigt haben, scheinen die Personalkosten auch anders in den „Griff“ zu bekommen. Z.B. für SBB Cargo ist das auch einfach: Man zieht das teure schweizer SBB-Cargo Personal einfach von Einsätzen nördlich Basel (fuhren bis Offenburg) ab und ersetzt es durch billigeres deutsches Personal der deutschen SBB-Cargo Tochter, was vielleicht künftig verstärkt auch in der Schweiz fahren könnte. Das spart der SBB Personalkosten nach schweizer Tarifrecht. ;-)

    Die Schweizer http://www.vslf.com/ werden es der GDL danken

  8. Nichtsdesdotrotz geht es endlich weiter und kein Unbeteiligter wird mehr geschädigt. Ausser vielleicht bei den privaten Schienennahverkehrsfirmen (ausser NOB, siehe Artikel unten).

    Wieso geschädigt, bei den guten Privatbahnen sind fast ausschließlich intelligente und arbeitswillige Lokführer beschäftigt, die nicht in GDL organisiert sind. NordWestBahn, Abellio und RegioBahn gehen die Forderungen der GDL doch am Arsch vorbei.

  9. @Signal

    Ich denke nicht, dass bei jeder der von ihnen genannten Bahnen ein niedriger Organisationsgrad. RegioBahn keine Frage, die haben sich ja erst vor kurzem selber auf die Schulter geklopft und gemeint dass sie nicht einen GDL Lokführer haben. Nur kann sich das von Heut auf Morgen durch nur eine Unterschrift ändern! ;-)
    Was Abellio angeht, die setzen auf Streikbrechertaktik soweit ich weiß. Sollen sie nur, wenn die zu viel Geld haben.
    NordWestBahn, habe ich keine Ahnung von aber auch hier reicht nur eine Unterschrift auf der Beitrittserklärung. Naja und was Kelios (Eurobahn) angeht, bei der vielen schon sehr viele Züge aus in den letzten Streiktagen.

    Übrigens arbeitswillig und intellegent sind die Lokführer alle genauso wie ihre Eisenbahnerkollegen. Nur haben die meisten davon kapiert dass die Privatisierung auf kosten der Mitarbeiter nicht drin ist. Ein Eisenbahnmitarbeiter muss schon noch von seinem Geld leben können. Und nicht nur am existens Minimum, wie sie das gerne hätten!


  10. Beobachter
    17.03.11 um 19:47

    @ Joschi2x

    Der GDL-Organisationsgrad ist zumindest in NRW sehr gering. So bekennen sich nach meiner persönlichen Kenntnis bei Abellio nur drei von 60 Lokführern zur GDL. Beim letzten Streik hat sich dort nur ein Lokführer beteiligt, und der wurde problemlos durch die reguläre Bereitschaft ersetzt.

    Auf meine Frage, ob sich denn Lokführer der Nord-West-Bahn an dem Streik beteiligt hätten, antwortete mir ein Nord-West-Bahn Lokführer ganz entrüstet: „Wir doch nicht, wir sind eher EVG orientiert.“

    Und offensichtlich können die Mitarbeiter von Abellio, Regiobahn und Nord-West-Bahn ganz gut von ihren Gehältern leben. Die wissen, was auf ihr Konto überwiesen wird, die GDL kann nur polemische Sprüche klopfen.

    Aber es geht ja hier nicht um den Schienenpersonenverkehr, sondern um den Güterverkehr. Wenn mir einer erzählen will, dass durch den gemeinsamen Tarifvertrag mit vier von einhundertfünfzig Eisenbahngüterverkehrsunternehmen ein Flächentarifvertrag zu Stande gekommen ist, frage ich mich schon, was er so nimmt. Das Zeug muss ja besser sein, als jede synthetische Droge. :-)


  11. TfExperte
    17.03.11 um 19:55

    Nur Mal kurz eine kurze Lehrgeschichte.

    Wer von euch allen arbeitet eine 40 Stundenwoche? Oder sogar weniger? Wer hat 5 Wochen Urlaub im Jahr?

    Das habt ihr absolut nicht an den guten Arbeitgeber aus der Privatwirtschaft zu danken. (Im seltenste Fall…)

    Dafür ist von der Gewerkschaften (sagt Arbeitnehmern) hart erkämpft worden.

    @Beobachter: du bist so unwahrscheinlich verwöhnt, das du es schon nicht mehr realisiert.


  12. TfExperte
    17.03.11 um 20:01

    @Signal:

    Es arbeiten überall intelligente und arbeitswilligen Lokführer beschäftigt. Es unterscheidet sich gar nicht nach Unternehmen. Nach meiner eigenen Untersuchungen ist die Motivierungsgrad absolut gleich.

    Das die Organisationsgrad bei den Privatunternehmen so wenig ist, kommt weil dort ANGST gilt. Angst um das verlieren des Arbeitsplatzes, wenn man seinen Mund aufzieht.
    Und genau DAS ist bei den Privatunternehmen ziemlich verbreitet und werden sogar Lokführer unter Druck gesetzt um gegen den Regeln zu verstossen. Und wenn du es nicht machst, fliegst du einfach raus.
    Der Personaldurchfluss bei den Privatunternehmen ist auch viel grösser als bei der Deutschen Bahn AG. Mit anderen Wörte: die Lokführer bei der DB AG sind der Firma viel treuer.

    Verteile und Herrsche war mal der Kampfspruch des Arbeitgebers. Bei Privatunternehmen ganz normal. (und auch nur so erreichen sie einen Gewinn)

  13. Das die Organisationsgrad bei den Privatunternehmen so wenig ist, kommt weil dort ANGST gilt. Angst um das verlieren des Arbeitsplatzes, wenn man seinen Mund aufzieht.

    Das kann für den Kunden nur von Vorteil sein, den Quasimonopolisten mit seinen verwöhnten Mitarbeitern braucht kein Mensch.


  14. Privatbahner
    17.03.11 um 20:16

    Und genau DAS ist bei den Privatunternehmen ziemlich verbreitet und werden sogar Lokführer unter Druck gesetzt um gegen den Regeln zu verstossen. Und wenn du es nicht machst, fliegst du einfach raus.

    Können sie ihre wagen Behauptungen auch irgendwie belegen oder haben sie sich diesen Schwachsinn einfach nur aus dem Ärmel gesogen?


  15. Beobachter
    17.03.11 um 20:44

    @ TfExperte

    Wer von euch allen arbeitet eine 40 Stundenwoche? Oder sogar weniger? Wer hat 5 Wochen Urlaub im Jahr?

    Es gibt Leute, die arbeiten selbst und ständig. Und die haben 52 Urlaubstage pro Jahr und die Anzahl der Wochenstunden bestimmen sie auch noch selbst :-)

    This sentence can not be translated with Google Language Tools. The German word “selbst” means “self” and “ständig” means “always”. In this context the composite term “Selbstständig” does not mean “Independent”, but “Freelancer”.

    The correct translation:

    There are people who work self and always. They have 52 holidays per year and the number of weekly working hours, they also determine.


  16. M. Filusch
    17.03.11 um 21:58

    Ich kann mich des Eindruckes nicht erwehren, dass diese Diskussion über Arbeitsstunden und Urlaubstage hier irgendwie fehl am Platz ist.

    Alle pochen immer so auf das demokratische Prinzip und jeder ist mündig.
    Somit kann jeder seinen Arbeitsplatz frei wählen und kann sogar selbst bestimmen, zu welchen Bedingungen. Ob selbst und ständig, ob 5 Wochen Urlaub, 10 Wochen oder keiner. Ob nachträglich über die Gewerkschaft, ob tariflich oder außertariflich – dafür sind die meisten älter als 3×6.
    Also bitte nicht alle beklagen und bitte auch nicht diese „Was weißt Du schon vom Leben“-Haltung.

    Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienst in Schichten ist mit Sicherheit auch bei 39 h/Woche alles andere als einer der erholsamsten Jobs, genauso wie 45 Stunden als fester Angestellter von Mo-Fr oder als Freelancer zu Dumpingpreisen…

    Irgendwann muss man den Pflichten auch nachkommen, deren Rechte man nutzt, nich wahr?

    mfG

  17. @Kunde

    Und wo sehen Sie da Ihre Vorteile ? Sie haben keine ! Denn die Fahrkarten werden dadurch auch nicht billiger. Und die Steuern werden dadurch auch nicht sinken. Das einzigste wo Sie sicher sein können, dass Sie Lohndumping finanzieren und unterstützen!

    !!! Das hat ein Land wie Deutschland nicht nötig !!!

    @Privatbahner

    Ich denke sie können auch nicht das Gegenteil beweisen, sondern nur für sich sprechen!!! Wir brauchen ja nur die vielen Lokführer fragen die von den Privatbahnen zur Deutschen Bahn gewechselt sind. Die haben sicherlich nicht gewechselt, weil sie so glücklich mit ihren Arbeitgebern waren!

    @Beobachter

    Zitat: „So bekennen sich nach meiner persönlichen Kenntnis bei Abellio nur drei von 60 Lokführern zur GDL. Beim letzten Streik hat sich dort nur ein Lokführer beteiligt, und der wurde problemlos durch die reguläre Bereitschaft ersetzt.“

    Ich weiß das Abellio dass anders macht, aber da Sie ja meinen alles besser zu wissen, brauche ich hier auch nicht weiter dazu zu schreiben!

    Zitat: „Aber es geht ja hier nicht um den Schienenpersonenverkehr, sondern um den Güterverkehr. Wenn mir einer erzählen will, dass durch den gemeinsamen Tarifvertrag mit vier von einhundertfünfzig Eisenbahngüterverkehrsunternehmen ein Flächentarifvertrag zu Stande gekommen ist“

    Es mögen vielleicht nur 4 Schienengüterverkehrsfirmen sein, aber mit der Deutschen Bahn AG sind es schon bald 5. Und es sind nicht gerade die kleinsten Firmen auf der Schiene. Daher hat das schon Signalwirkung für die anderen Unternehmen.

    Zitat: „Und offensichtlich können die Mitarbeiter von Abellio, Regiobahn und Nord-West-Bahn ganz gut von ihren Gehältern leben. Die wissen, was auf ihr Konto überwiesen wird“

    Ich denke, dass ein jeder weiß was am Monatsende auf sein Konto überwiesen wird. Daher ist dass absolut kein Argument, sondern nur sinnloses gelaber von Ihnen. Und nur weil Sie als Scheinselbständiger es nicht gebacken bekommen mehr mit ihren Vertragspartnern auszuhandeln und nicht wissen was sie am Monatsende auf dem Konto haben, toben Sie sich jetzt hier aus. Naja machen sie nur, dadurch wird es für Sie auch nicht besser. :-D

    Zitat: „Es gibt Leute, die arbeiten selbst und ständig. Und die haben 52 Urlaubstage pro Jahr und die Anzahl der Wochenstunden bestimmen sie auch noch selbst

    This sentence can not be translated with Google Language Tools. The German word “selbst” means “self” and “ständig” means “always”. In this context the composite term “Selbstständig” does not mean “Independent”, but “Freelancer”.

    The correct translation:

    There are people who work self and always. They have 52 holidays per year and the number of weekly working hours, they also determine.“

    Und ich muss mich schon sehr für sie Schämen, wie Sie unsere ausländischen Mitmenschen behandeln und sich über sie lustig machen!! Obwohl Schämen trifft es nicht mehr! Ich hab für solcherlei Mitmenschen wie Sie nichts übrig.


  18. TfExperte
    17.03.11 um 22:34

    @ M Filusch

    So „frei“ kann man leider seinen Arbeitsplatz nicht wählen. Einfach kündigen und irgendwo anders anfangen. Da bist du wirklich nicht von diesem Leben. Oder hast einen Superjob, wobei du unverzichtbar bist.
    Aber dann kannst du sowas nicht äussern. Weil du dort etwas vergleichst womit man nicht vergleichen kann.

    @ Privatbahner
    Sowas brauche ich nicht zu „belegen“. Wenn man sich auskennt im Fach, weisst man Bescheid.
    Vergleich es mit: Ich behaupte die Welt ist rund, und jetzt soll ich beweisen, dass die Welt rund ist? Das ist ein bei jeden gebildeten Mensch ein bekannter Fakt. So ist auch bekannt bei den richtig informierten Eisenbahnmensch, dass bei den Privatbahnen durchaus kürzeren Wege durch dem Regelwerk gefunden werden.

    @ Beobachter
    Wenn man dann versucht eine ausländische Sprache zu verwenden, dann mache es richtig. Ein Selbstständiger auf Englisch heisst: self employed.
    Sollte das Englisch und mit dem Google Translate Tools mich beeindrucken oder irgendwie hinweisen auf etwas?


  19. Privatbahner
    17.03.11 um 22:51

    Sowas brauche ich nicht zu “belegen”. Wenn man sich auskennt im Fach, weisst man Bescheid.

    Sie können ihre These also nicht belegen, aber behaupten vom Fach zu sein. Sie glauben doch wohl selber nicht, dass man freierfundene Behauptungen so als Fakt verkaufen kann.

    Vergleich es mit: Ich behaupte die Welt ist rund, und jetzt soll ich beweisen, dass die Welt rund ist? Das ist ein bei jeden gebildeten Mensch ein bekannter Fakt.

    Warum ist es ein bekannter Fakt, weil es einer bewiesen hat.

    So ist auch bekannt bei den richtig informierten Eisenbahnmensch, dass bei den Privatbahnen durchaus kürzeren Wege durch dem Regelwerk gefunden werden.

    Woher soll das den angeblich so bekannt sein?

  20. Und wo sehen Sie da Ihre Vorteile ? Sie haben keine ! Denn die Fahrkarten werden dadurch auch nicht billiger. Und die Steuern werden dadurch auch nicht sinken. Das einzigste wo Sie sicher sein können, dass Sie Lohndumping finanzieren und unterstützen!

    Die Lokführer sind aber endlich mal motiviert mit ihren Fahrgästen besser umzugehen und pünktlicher zu fahren. Außerdem sparen die Aufgabenträger des Nahverkehrs dadurch Geld und können für die Kunden mehr Nahverkehrsleistungen bestellen. Ich unterstütze gerne Lohndumping wenn dadurch die Mitarbeiter eine bessere Leistung an den Tag bringen.


  21. TfExperte
    17.03.11 um 22:59

    @Privatbahner

    Es hat schon mehrere Vorfälle gegeben, die bekannt sind in den Fachkreisen. Also ist es ein bekannter Fakt und laut deiner Stellung: ist es dann bewiesen.

    Und damit ist es keine These, sondern einen Fakt. Nichts an erfunden.

    Aber… solche Fakten sind halt in den Fachkreisen bekannt. Und du bist offensichtlich nicht vom Fachkreis.
    Ist auch kein Problem, aber dann sei ruhig hier und mache kein Aufstand, wovon du keine Ahnung hast.

    Nochmals: es ist kein Problem keine Ahnung zu haben. Wir erklären gerne. Aber es soll respektvoll gehen. Und das fehlt hier allesamt.


  22. Privatbahner
    17.03.11 um 23:08

    Es hat schon mehrere Vorfälle gegeben, die bekannt sind in den Fachkreisen. Also ist es ein bekannter Fakt und laut deiner Stellung: ist es dann bewiesen.

    Wieder eine Behauptung die nicht mit Fakten belegt wurde und jetzt verstecken sie sich noch hinter ihrem angeblichen Fachkreis.

    Und damit ist es keine These, sondern einen Fakt. Nichts an erfunden.

    Ich würde ihnen erstmal empfehlen ihre deutsche Rechtschreibung und Grammatik zu verbessern.

    Aber… solche Fakten sind halt in den Fachkreisen bekannt. Und du bist offensichtlich nicht vom Fachkreis.

    Welcher Fachkreis soll das sein? Die GDL-Propagandabateilung, es ist schon erbärmlich zu welchen Mitteln diese armselige Gewerkschaft greift.

    Ist auch kein Problem, aber dann sei ruhig hier und mache kein Aufstand, wovon du keine Ahnung hast.

    Wollen sie sich weiter hinter ihren Floskeln verstecken um ihre willkürliche Behauptung nicht belegen zu müssen.

    Nochmals: es ist kein Problem keine Ahnung zu haben. Wir erklären gerne. Aber es soll respektvoll gehen. Und das fehlt hier allesamt.

    Sie meinen anscheinend, sie hätten das Wissen mit Löffeln gefressen.


  23. M. Filusch
    17.03.11 um 23:13

    @Experte
    genau diese Art von „Lebenserfahrungs“-Bemerkungen sprach ich gerade an: Warum kann man seinen Arbeitsplatz nicht frei wählen? Welche Hindernisse gibt es da?
    Schließlich leben wir nicht im Mittelalter.
    Womit kann man das denn zum Beispiel nicht vergleichen?

    Eventuell muss man da auch Verzicht auf den vorhandenen Standard üben – aber das fällt den meisten eben nicht so leicht.
    Da ist es eben leichter zu behaupten, es wäre nicht zu ändern.

    Niemand ist unersetzbar – ob in diesem Leben oder einem anderen – Schröder haben wir nicht vermisst genauso wie irgend einen anderen Bundeskohl oder Politkasper. Aber außer Ihnen scheint ja auch kaum jemand zu wissen, wie man so in Deutschland lebt oder nur den Hauch einer Ahnung davon zu besitzen, welche Zwänge da so existieren.

    Wenn man mit Situationen im Leben nicht zufrieden ist, dann sollte man sie eventuell an den richtigen Punkten korrigieren und nicht 20 Jahre damit herumlaufen, darüber klagen und anderen zu dozieren, dass es keine Wahl im Leben gäbe…

  24. @Kunde

    Zitat: „Die Lokführer sind aber endlich mal motiviert mit ihren Fahrgästen besser umzugehen und pünktlicher zu fahren.“

    Also ich habe noch keinen Lokführer getroffen der gerne oder bewusst mit Verspätung fährt. Zu meist sind es Betriebsbedingte Verspätungen wie Signalstörungen, Fahrzeugstörungen, Überholungen usw..
    Was den Umgang angeht zwischen Kunde und Lokführer, so sind die meisten Lokführer bemüht, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, freundlich weiter zu helfen. Ausnahmen gibt es überall, in allen Wirtschaftsbereichen.

    Zitat: „Außerdem sparen die Aufgabenträger des Nahverkehrs dadurch Geld und können für die Kunden mehr Nahverkehrsleistungen bestellen.“

    Nettes Wunschdenken von Ihnen, dass ist allerdings zu bezweifeln.

    Zitat: „Ich unterstütze gerne Lohndumping wenn dadurch die Mitarbeiter eine bessere Leistung an den Tag bringen.“

    Traurig genug dass Sie das tun, aber ich denke nicht dass auch nur ein Mitarbeiter irgendeines Betriebs durch Lohndumping motiviert wird mehr zu tun als man muss.

    Vielleicht sollten Sie mal einen selbst versuch machen und zu dumping Lohn arbeiten.


  25. Geplagter Zughalt Leser
    17.03.11 um 23:28

    @Joschi2x & TfExperte
    Zughalt ist weder das Seelsorgetelefon der GDL, noch die Bundesbahnrückholaktion der Linken. Sie spammen schon seit Tagen jeden Artikel bezüglich des aktuellen Tarifstreits mit Kommentaren voll. Es ist einfach nur nervig, vor allem weil Behauptungen und eigene Meinungen vermischt mit Falschaussagen als Fakt dargestellt werden. Ich möchte wieder in Ruhe die Artikel mit produktiven Kommentaren lesen können wie früher. Ohne dabei von Behördenbahnwiederhabenwollern und Gewerkschaftsfunktionären gestört zu werden, die anscheinend nichts besseres zu tun haben, als den ganzen Tag den Lesern ihre Meinung aufs Auge zu drücken.

    Bitte unterlassen Sie ihre Kommentare und ich appeliere auch an die Journalisten dieser Qualitätspresse die Kommentare der beiden genannten nicht mehr hier zu veröffentlichen.

  26. @Privatbahner

    Machen Sie doch den ersten Schritt und beweisen Sie mit Fakten das Gegenteil, bzw. dass es nicht so ist wie TfExperte es behauptet. So lange Sie dass nicht können sollten Sie Ihre heiße Luft wo anders ablassen!


  27. Privatbahner
    17.03.11 um 23:34

    Machen Sie doch den ersten Schritt und beweisen Sie mit Fakten das Gegenteil, bzw. dass es nicht so ist wie TfExperte es behauptet. So lange Sie dass nicht können sollten Sie Ihre heiße Luft wo anders ablassen!

    Ich habe die willkürliche Behauptung nicht aufgestellt, also brauch ich sie auch nicht zu beweisen. Ich stelle nicht einfach im Internet Verleudungungen auf, um anderen Leuten meine Meinung aufs Auge zu drücken.

  28. @Geplagter Zughalt Leser
    Ich bin genau ihrer Meinung. Wird diese Lobbyarbeit im Internet eigentlich auch durch die Mitgliederbeiträge der Gewerkschaftsmitglieder finanziert?


  29. TfExperte
    17.03.11 um 23:45

    @Privatbahner

    Wer besteht auf saubere Rechtschreibung, sollte es selber besser können. In dem Satz „ihnen empfehlen“ wird „ihnen“ immer noch gross geschrieben in der Deutschen Rechtschreibung.
    Es tut mir Leid wegen der Rechtschreibung, aber die steht hier nicht zur Diskussion. Bin halt kein Muttersprachler. Dafür spreche ich aber 4 anderen Sprachen fliessend. Und wenn ich Zeit habe, wird auch die Rechtschreibung berichtigt.

    Und tatsächlich ist mir das System Eisenbahn mit dem Babylöffel eingegossen worden. Mit 28 Jahre, zertifizierte, Bahnerfahrung in 7 Länder auf 2 Kontinente brauche ich mich nicht belehren zu lassen von Nichtswisser die denken alles zu wissen.

    Sie behaupten die Welt sei rund, beweisen Sie es. Das heisst nicht verstecken hinter floskeln, sondern einfach FACHWISSEN. Und wenn man nicht vom Fach ist, weiss man es halt nicht. Keine Schande, aber dann München zu und erstmal lernen.
    Es ist müssig es hier erklären zu müssen. Ein Fachbegriff gibt’s da auch für mit was Sie machen: „trollen“.

    @Filusch:
    Leider ist es nicht so einfach wie du es beschreibst. Nicht alle Arbeitgeber sind so perfekt wie deinen im Moment. Manchmal gibt’s keine Möglichkeit zu klagen, manchmal wird ein Arbeitnehmer ziemlich drangsaliert oder glattweg ausgebeutet. Und mal eben „weglaufen“ beim Arbeitgeber bedeutet einfach kein Einkommen. Und wenn man keine ordentliche Honorarien eingeschleusst hat, gibt’s auch keine Reserven um mal ein oder zwei Monate ohne Einkommen klar zu kommen. Der Vermieter schmiesst dich sofort raus, wenn du auch sagst: diesen Monat keine Miete…
    Also bleibt einer arbeiten auf einer Stelle wo er nicht will. Sogar 40 Jahre manchmal… Und mal eben etwas Einklagen, macht auch kaum einer. Zu teuer.
    Da gibt’s so manche Zwänge in Deutschland. Da hat sich seit dem Mittelalter nur etwas an der Arbeitsumstände geändert. Aber auch unter Zwang von Gewerkschaften. Es gibt Grenzen an Ausbeuterei. Und sich solidarisch zusammenschliessen, hilft dort durchaus.
    Und dabei sind die Deutsche Gewerkschaften noch himmlisch freundlich zu den Arbeitgebern. (in Vergleich zum Ausland)


  30. TfExperte
    17.03.11 um 23:50

    @Geplagter Zughalt Leser
    Wir haben bisher nur VERTEIDIGT, falls das noch nicht klar sei. Ich bin kein GDL-er aber stehe zu ehrlichen Bezahlung von ausführenden Eisenbahnbetriebspersonale. Da hapert’s in Deutschland ziemlich dran.

    Hauptsächlich verursacht durch irgendwelche Personen die denken komplett Ahnung von der Materie zu haben. Dafür dann einen unglaublichen Unsinn schreiben, das eigentlich trauriger Diskriminierung der Arbeitsgruppe „Eisenbahn“ ist.

    Das ist kein Spammen, dass heisst ein Standpunkt verteidigen.

  31. @Geplagter Zughalt Leser

    Dann meinten Sie sicherlich nicht Kunde, sondern mich.

    Erstens, es drängt Sie keiner die Kommentare zu lesen.
    Zweitens, unwahrheiten die hier verbreitet werden lasse ich mitnichten so stehen.
    Drittens, eine produktive Diskussionen und Kommentare begrüße ich sehr, ist aber wie Sie sehen nicht möglich, da hier jeder meint es besser zu wissen. Es wird eher agressiv auf den anderen eingehakt.
    Viertens, habe ich mich sehr wohl auch versucht konstruktiv bei anderen Artikeln ein zu bringen. Wird aber wie immer bombardiert, von immer den gleichen Personen, die auch mal unter anderm Namen hier auf kreuzen.
    Fünftens, welche Kommentare sind den ihrer Meinung nach produktiv ?


  32. Privatbahner
    17.03.11 um 23:59

    Mit 28 Jahre, zertifizierte, Bahnerfahrung in 7 Länder auf 2 Kontinente brauche ich mich nicht belehren zu lassen von Nichtswisser die denken alles zu wissen.

    Das gibt ihnen trotzdem nicht das Recht eine ganze Branche zu verleumden, ohne Fakten liefern zu können.

    Sie behaupten die Welt sei rund, beweisen Sie es.

    Sie lenken ab, ich habe nicht behauptet, dass die Erde rund ist.

    Das heisst nicht verstecken hinter floskeln, sondern einfach FACHWISSEN.

    Sie verstecken sich nur hinter ihrem angeblichen Fachwissen, um den Lesern eine Meinung einzubläuen ohne dafür die nötigen Beweise liefern zu können.

  33. Nettes Wunschdenken von Ihnen, dass ist allerdings zu bezweifeln.

    Ihre Zweifel sind gänzlich unbegründet, wenn die Nahverkehrszüge einen höheren Kostendeckungsgrad aufweisen, bleiben bei den Aufgabenträgern mehr Mittel übrig, um diese anschließend in zusätzliche Fahrten investieren zu können.


  34. TfExperte
    18.03.11 um 00:11

    @Privatbahner

    Ich habe keine Branche verleumdet. Das habe ich auch nie behauptet. Ich habe ein Paar einfachen Fakten wiederholt aus den Fachkreisen. Das Gleiche gilt auch in der Flugwelt. Ist nichts grosses besonderes, sondern Risikomanagement. Nochmals: wer sich damit nicht auskennt, kein Problem. Das Beweis liegt hier gerade auf meinem Tisch und lässt sich technisch nicht im Internet stellen. Wir können uns gerne mal treffen und ich erkläre dir das genauestens.
    Es ist unsinnig hier auf der Stelle zu fordern das „Beweis“ geliefert werden muss. Du liest ja auch Zeitung und guckst Nachrichten und glaubst alles liebevoll was dort erzählt wird.
    Du willst ja nur die Diskussion „tot“ machen. Und das hilft kein Meter. Ich bläue keinen meine Meinung an, sondern relativiere nur angeblich „harte Fakten“ von Nichtwissern die sowas von deutlich daneben sind. Sämtliche Vergleiche zwischen Berufsgruppen und Niedermachungen von Organisationen OHNE tieferes Wissen, lass ich nicht stehen.

  35. Vielleicht sollten Sie mal einen selbst versuch machen und zu dumping Lohn arbeiten.

    Jetzt tu nicht so als wären Lokführer die ärmsten überhaupt. Die Löhne im Eisenbahngewerbe stammen aus einer Monopolsituation und sind viel zu hoch. Sie müssen erstmal auf ein mit dem Verkehrsträger Straße wettbewerbsfähiges Niveau gesenkt werden.

  36. @Kunde

    Ja natürlich bleibt etwas Geld bei den Ausschreibern (Verbünden). Und das würde sich doch jetzt auch nicht durch die TVs der Gewerkschaften ändern. Denn die gewonnen und vergebenen Ausschreibungen laufen unberührt davon weiter. Aber ich denke nicht, dass sie das ganze Geld in neue Linien investieren würden. Vielleicht in Zusatzverkehre, bei Messen oder sonstigem. Eher wahrscheinlich finde ich, dass sich die Verbünde selbst ein stück genehmigen würden für ihre Chefetagen.

  37. @Kunde

    Habe auch nicht behauptet das Lokführer bei der Deutschen Bahn AG arm sind. Aber bei den privaten Bahnen sieht dass halt anders aus. Ich glaub es war ein gewisser „Mustang“ der hier irgendwo in den Artikeln schrieb, dass er gerne mal mit seiner Familie in den Urlaub fahren oder sich gerne ein Auto leisten würde. Die aber wohl nicht gehen mit seinem jetzigem Gehalt.

    Arbeit muss sich lohnen und ausreichen für den Arbeitnehmer in jeder Branche. Aber das wird wohl wunschdenken von mir bleiben.


  38. TfExperte
    18.03.11 um 00:45

    @Kunde
    Der Wettbewerb zwischen Strasse und Schiene ist leider nicht so direkt vergleichbar. (wie hier schon ausgiebig erklärt ist)
    In Kürze: Die Infrastruktur „Strasse“ wird von allen Seiten subventioniert und die Kosten dafür wird auf die Allgemeinheit umgeschlagen. Das ist auch gut so. Also ein „Sozialer Service“ an die Gemeinschaft. Sonst würdest du als „Verbraucher“ der Strasse, auch vor der Tür mit dein Parkplatz in der Strasse erstmal richtig zur Kasse gezogen. Aber damit hat auch die Spedition den „Genuss“ der Strasse, ohne VIEL dafür zahlen zu müssen.
    Von der Eisenbahn wird jetzt plötzlich erwartet „Gewinn“ zu machen. Unmöglich, da sie für viel mehr Kosten aufkommen muss.
    Also garantiert wettbewerbsunfähig.
    Mann sollte eine höhere Vision haben und uns allen überlegen, wie der Raum im Lande und die verfügbaren Ressourcen so effizient wie möglich zu verwalten. Die Schweiz versteht dort schon etwas mehr. Da fordert man ganz einfach: LKW auf die Schiene. Und die Bahn rollt sie effizient zur anderen Seite der Berge. Das entspricht eine Vision mit Zukunft und nicht politisches Gelobby oder Grüne Partei irgendwas.

    Die Löhne im Eisenbahnbetriebsdienst in Deutschland entsprechen leider auch nicht die Anforderungen die im Eisenbahnbetriebsdienst gestellt werden. Das ist gerade der ganze Punkt in den Verhandlungen. Und wird mit der Strasse verglichen, hat man deutlich die Probleme in dem Berufsleben nicht verstanden. Also zu hoch sind die Löhne nicht. Aber man sollte auch nicht direkt an „Lohn“ denken. Es gibt noch viel mehr Sachen die geregelt werden müssen. Zwar ist es mit den neueren Fahrzeugen bei der Bahn schon besser geworden, aber die Arbeitsumstände sind noch nicht dass was sie sein könnten (besser: müssten) nach „Stand der Technik“.
    Wieviel Lokführer schaffen es bis zum 65.en Lebensjahr? Kaum einer… die meisten sind vorher kaputtgeschrieben. Warum? Weil der Beruf nur „Knöpchendrückerei“ sei? Es hängt viel viel mehr dran. Aber das wird hier einfach zu technisch. Bewirb dich mal. Kommt erst mal durch den Test. Ist gar nicht so einfach wie du das denkst.
    (etwa 5% der Bewerber schafft es, nach dem Bewerbungsgespräch bis zum Ende der Tests. Danach schafft nur etwa 80% der Bewerber dann tatsächlich den Führerschein zu erreichen und im Betrieb zu landen.
    Also wenn sich 400 Mann bewerben, werden 200 für ein Gespräch eingeladen (200 gehen direkt in die Tonne), 10 werden eingestellt, 8 schaffen es Lokführer zu werden. 1 schafft es bis zum 55 Lebensjahr. 0.01 bis zum 65.en…


  39. Steuerzahler
    18.03.11 um 08:29

    Ob die Infrastruktur „Straße“ von allen Seiten subventioniert wird ist eine strittige Frage. Schließlich zahlen die Autofahrer eine KFZ-Steuer, sie zahlen Mineralölsteuer, die Ökosteuer fließt in die Rentenkasse, und schwere LKW zahlen eine Maut, Grundstückseigentümer zahlen Erschließungsgebühren. Es ist schwer, da noch Platz für Subventionen zu finden. Es ist eher so, dass der Staat mit den Einnahmen noch Überschuss erwirtschaftet. Und niemand, der beruflich auf der Straße unterwegs ist, bezieht seinen Lohn aus öffentlichen Mitteln.

    Bei der Eisenbahn hingegen ist es so, dass nicht nur die Infrastruktur, sondern auch der Betrieb zum überwiegenden Teil aus Steuermitteln finanziert wird. Da hilft auch der „Trick“ mit der privatisierten Bundesbahn nicht. Die Einnahmen stammen zum geringsten Teil aus privatwirtschaftlichem Engagement, sondern durch die Regionalisierungsmittel aus Steuereinnahmen. Die paar Cent aus den Fahrgeldeinnahmen kann man getrost vergessen.

    Von Visionen in eine schöne Eisenbahnwelt mit rundum glücklichen Eisenbahnern kann ich mir nichts kaufen. Gerade hier verlange ich einen effizienten Umgang mit den finanziellen Ressourcen. Und ob es ein Lokführer bis 65 schafft, ist dabei völlig unerheblich. Auch in anderen Verkehrsberufen sitzt kaum einer in dem Alter noch am Steuer. Entweder hat er sich für andere Aufgaben qualifiziert oder er genießt den Ruhestand. Auch die Tatsache, dass von vierhundert Bewerbern nur acht eingestellt werden, hat nichts mit der Lohnfindung zu tun. Das ist sogar noch ein guter Wert, wenn man ihn mit dem Durchschnitt aller Berufe vergleicht.

    Ich habe als Kind niemals mit leuchtenden Augen vor der großen Lok gestanden und von einem Lockführerberuf geträumt. Daher fällt es mir auch leicht, diesen Job wie alle anderen Jobs zu betrachten.


  40. TfExperte
    18.03.11 um 13:05

    @Steuerzahler
    Anscheinend basierst du deine Zahlen auf Nachrichten der Autolobby. Du vergisst aber die ganze Volkswirtschaft in Betracht zu nehmen. Vater Staat zahlt das groesste Teil der Kosten der Staat. Und eine Erschliessungsgebuehr deckt auch nur ein kleiner Teil der tatsächlichen Kosten.

    Und nein, ich meinte keine Visionen von einer schöne Eisenbahnwelt, sondern von einer effiziente Anwendung der verfügbaren Ressources. (Und nicht nur basiert auf finanziellen Ressourcen).

    Und nein, meine Meinung ist nicht basiert auf Jugendträume, sondern eine nüchterne Betrachtung der verfügbaren Ressourcen auf diesen Erdklumpen.
    Es ist gut dass du darum den Beruf Lokführer ganz leicht wie jeden anderen Beruf zu betrachten. Das mache ich ja genauso. Und Die GDL macht das genauso. Und jeder Beruf hat seine speziellen Anforderungen. Mal groesser, mal kleiner… Und das versucht eine Gewerkschaft im Allgemeinen klar zu machen.

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