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EVG fordert Verkehrs- und Energiewende zu Gunsten der Schiene

15.03.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert – auch vor dem Hintergrund der Ereignisse in den japanischen Atomkraftwerken Fukushima 1 und 2 – eine energiepolitische Wende, die sich aber auch auf die zukünftige Verkehrspolitik auswirken soll. Es sei, so der EVG-Chef Alexander Kirchner, notwendig den Verkehrsträger Schiene massiv zu stärken, weil er der mit Abstand umweltfreundlichste sei.

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Kirchner: „Statt ständig dem Drängen der Lobbyisten nachzugeben, sind jetzt mehr denn je mutige und zukunftsweisende Beschlüsse erforderlich.“ Vor diesem Hintergrund nannte er die Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke bis 2037 den „absolut falschen Weg“. „Was wir dringend brauchen, ist ein überzeugendes Konzept, welchen Energiemix wir in Deutschland wollen und welche Verkehrsträger davon profitieren sollen“, so Kirchner.

„Dabei ist schon jetzt klar: Verkehrsmittel, die mit regenerativer Energie betrieben werden können, gehört die Zukunft“, so Kirchner. Dafür sei die Eisenbahn schon heute ein Musterbeispiel. Kein anderer Verkehrsträger in Deutschland setze so viel „sauberen Strom“ für seinen Betrieb ein wie die Bahn. Der Bahnstrom wird zu etwa zwanzig Prozent aus regenerativen Energiequellen gewonnen.

Kirchner: „ Wenn es der Bundesregierung wirklich ernst ist mit ihrer 2009 auf der UN-Klimakonferenz gegebenen Zusage, den CO2-Anteil deutlich zu verringern, muss jetzt massiv in den Verkehrsträger Schiene investiert werden.“ Dazu müsse insbesondere der Anteil der Schiene im Güterverkehr von jetzt 17 auf 25 Prozent erhöht werden. Dazu sei aber wesentlich mehr Geld notwendig.

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