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DB-Personalvorstand fordert ein Ende der Streiks

05.03.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

DB-Personalvorstand Ulrich Weber fordert von den GDL-Mitgliedern unter den Mitarbeitern, die Streiks zu beenden. In einer dem Eisenbahnjournal Zughalt.de vorliegenden Mitarbeiterinformation heißt es, dass die Deutsche Bahn alle Forderungen der GDL erfüllt hat – dennoch habe diese die Verhandlungen einseitig abgebrochen. Behauptungen, der EVG-Tarifvertrag würde das Lohnniveau bei der DB senken, weist Weber zurück.

In dem zweiseitigen Informationsschreiben werden die Mitarbeiter ausdrücklich darauf hingewiesen, dass niemand im Konzern Verschlechterungen zu befürchten hat. Man wird die konzerneigene Lohn- und Gehaltsstruktur beibehalten. Sie liegt einige Prozentpunkte über der des Branchentarifvertrages für den SPNV.

Es heißt wörtlich: „Der von der GDL kritisierte Entwurf eines BuRa-LfTV betrifft nur diejenigen Bedingungen, welche die GDL für die anderen Unternehmen fordert. Die GDL versucht, gezielt zu verwirren, indem sie die Regelungen bei der DB absichtlich in einen falschen Zusammenhang mit einem möglichen BuRa-LfTV stellt. Dieses Verwirrspiel mit unseren Mitarbeitern können und wollen wir nicht mehr akzeptieren.“

Auf zwei Punkte weist das Schreiben hin:

Die DB hat ausdrücklich keine höhere Wochenarbeitszeit ohne Lohnausgleich vorgeschlagen. Richtig ist: Wir haben die Fortführung und deutliche Verbesserung der Beschäftigungssicherung der DB angeboten und in diesem Zusammenhang die Beibehaltung der 39-Stunden-Woche sowie die gleichzeitige Anpassung des monatlichen Entgelts um 2,5 Prozent angeboten.

Die DB hat schriftlich angeboten, die volle Entgelttabelle des DB-Tarifvertrages auch in den BuRa-LfTV zu übernehmen. Für die Mitarbeiter der DB bleibt es ohnehin bei allen Entgeltbestandteilen,unabhängig davon, ob die GDL dies bei den anderen Unternehmen erreicht.

Weber: „Wir beabsichtigen selbstverständlich keinerlei Verschlechterungen für unsere Mitarbeiter. Ganz im Gegenteil – wir wollen, dass unsere Mitarbeiter vom Aufschwung profitieren!“ Die GDL wird daher noch einmal aufgefordert, sich an konstruktiven Lösungen zu beteiligen.

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