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Carius fordert zweigleisigen Ausbau von Erfurt nach Gera

28.03.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Der Thüringer Verkehrsminister Christian Carius (CDU) forderte in der vergangenen Woche den zweigleisigen Ausbau und die vollständige Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung auf Thüringer Gebiet. Dafür „ muss der Bund seiner Verantwortung für die Schieneninfrastruktur nachkommen und die notwendigen Mittel bereitstellen“, so der Minister im Landtag.

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Carius: „Das Land will auf die verstärkte Nachfrage auf der Strecke durch die Bestellung von vier zusätzlichen Zügen am Tag in jede Richtung reagieren. Dafür brauchen wir jedoch in einem ersten Schritt einen weiteren zweigleisigen Ausbau zwischen Weimar und Gera für zunächst 50 Millionen Euro.“

„Die Wirtschaftlichkeit der Strecke wurde im vergangenen Jahr erneut nachgewiesen. Ihr zügiger Ausbau ist auch für die Anbindung an den künftigen ICE-Knoten in Erfurt ab 2017 unerlässlich. Wir drängen bei der Bundesregierung darauf, die notwendigen Mittel bereitzustellen, damit wir 2012 mit dem Bau beginnen können,“ so der Minister weiter.

Die Landesregierung hat gemeinsam mit der DB Netz AG bereits Vorabplanungen in Angriff genommen, um das Baurecht für einen weiteren Schritt zum Ausbau der Strecke zu erlangen. Thüringen hat angeboten, sich an den Baukosten von 50 Millionen Euro mit zwei Millionen Euro zu beteiligen. Nach dem Ausbau hat das Land die Bestellung von zusätzlichen 150.000 Zugkilometern auf der Strecke zugesagt. Hierfür wären jährlich über eine Millionen Euro aufzuwenden.

Der westliche Teil der Mitte-Deutschland-Verbindung (Bebra-Eisenach-Erfurt) wurde bis 1995 als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 7 zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert. In den östlichen Teil der Strecke (Weimar-Jena-Gera-Gößnitz) wurden bislang rund 300 Millionen Euro investiert.

Dadurch konnte die Reisezeit von Erfurt nach Gera um 12 Prozent verkürzt werden und beträgt heute 1 Stunde und 6 Minuten. Die Fahrgastzahlen stiegen seit 1994 zwischen Weimar und Jena von weniger als sechstausend auf 8.200 Fahrgäste am Tag. Auf dem Abschnitt von Jena nach Gera von unter dreitausend auf 4.500 Fahrgäste.

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