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Bonn: Arbeitslok zweiterstellt

10.03.11 (Allgemein) Autor:Test Kunde

Runderneuerte Diesellok der Stadtwerke BonnDie Stadtwerke Bonn haben ihre Arbeitslok „KÖF II“ zweiterstellt, also grundlegend erneuert. Die Lokomotive, Baujahr 1952, hat trotz ihres stolzen Alters immer wieder fleißig Schienen, Rolltreppen, Maschinen und vieles mehr problemfrei transportiert und gelangte 2009 an ihre Alters- und Kräftegrenzen. Daher das kommunale Unternehmen vor der Frage, ob sie ein neues Fahrzeug beschaffen oder das bisherige sanieren oder sogar zweiterstellen wollen.

Somit ging dann im Jahr 2007 das Arbeitstier nach Hattingen und wurde dort bis 2009 mit modernster Technik wie einem neuen Motor oder auch einem neuen Getriebe und neuen Bremsen versehen. Ebenso wurden der digitale Funk und ITCS, eine neue Zugsicherung, eingebaut. Diese Maßnahme kostete rund 380.000 Euro, während eine neues Gefährt mit mindestens 1,5 Millionen Euro zu Buche geschlagen wäre.

Nun, nach gut eineinhalb Jahren, sind auch die diversen Tests mit der „neuen alten“ Lok abgeschlossen, sodass diese nun, gemeinsam mit ihren vier grundsanierten Loren und dem Plateauwagen, auch bis zu 30 Meter lange Schienen mit einem Gesamtgewicht von 70 Tonnen transportieren kann.

Früher verkehrte die Lokomotive gelegentlich mit Waggons als Personenzug auf der Stadtbahnlinie 66, doch heutzutage wird sie nur noch als Lastenfahrzeug eingesetzt und transportiert zurzeit die Rolltreppen aus den U-Bahn-Stationen in die Betriebshöfe zur Entsorgung. Das Fahrzeug ist das erste zweiterstellte Fahrzeug der SWB.

Bild: Stadtwerke Bonn

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