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VRR-Tarifraum erweitert sich

17.02.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Zum 1. Januar 2012 wird sich der Tarifraum des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) auf die Kreise Kleve und Wesel am Niederrhein erweitern. Die Integration der alten Verkehrsgemeinschaft Niederrhein in den VRR schreitet damit immer weiter voran. Die SPNV-Aufgabenträgerschaft für diese beiden Kreise liegt bereits seit dem 1. Januar 2008 beim VRR.

Die bisherigen Niederrhein-Preisstufen 1 bis 4 gehen in den VRR-Preisstufen A bis D auf. Die Geltungsbereiche der Preisstufe D werden dabei neu definiert und darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass die politischen Gremien des VRR die Einführung einer Preisstufe E beschließen.

Insbesondere auf langen Strecken über beide ehemalige Verbundräume hinweg (z.B. Emmerich – Düsseldorf) werden tendentiell zunächst günstiger. Die hieraus resultierenden Mindereinnahmen werden für die Jahre 2012 bis 2017 auf rund fünf Millionen Euro geschätzt. Dafür kommen der VRR, die Nahverkehrszweckverband Niederrhein und DB Regio ebenso wie die Kreise Wesel und Kleve auf. Danach sollen die Verluste durch positive Mengeneffekte, wie z.B. beim Schokoticket, aufgefangen sein.

Der neue Verkehrsraum Rhein-Ruhr erstreckt sich über ein Gebiet von 7.345 Quadratkilometern und verfügt über ein 2.248 Kilometer langes Schienennetz. Die jährlich Verkehrsleistung im SPNV beträgt rund 45 Millionen Zugkilometer. Im Einzugsbereich des neuen VRR-Gebietes leben rund 8,1 Millionen Menschen.

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