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Stuttgart 21: Was geschah unmittelbar vor dem 30. September?

18.02.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Sowohl die Parkschützer als auch das Aktionsbündnis Bei Abriss Aufstand veröffentlichten am gestrigen Donnerstag eine eidesstattliche Erklärung der Privatperson Mark Pollmann. Dieser gibt an, er sei am 28. September von einer Person aus hohen Polizeikreisen, dessen Namen er nicht kenne, darüber informiert worden, dass wenige Tage später ein großer Polizeieinsatz im Schlossgarten geplant sei.

Der Polizeieinsatz im Schlossgarten am 30. September dürfte allgemein bekannt sein, so dass er an dieser Stelle keiner weiteren Erläuterung bedarf. In einer Hau-Ruck-Aktion sollten die Bäume im mittleren Schlossgarten innerhalb einer Nacht gefällt werden. Bereits der Bauzaun um den Nordflügel des Bonatzbaus wurde nachts aufgestellt.

Pollmann ist eine Privatperson, kein Polizist und er sagt, er kenne die Namen der Informanten nicht und er wollte sie auch nie wissen. Allein deshalb ist deren Glaubwürdigkeit möglicherweise fraglich. Angeblich sollen Polizisten aufgefordert worden sein, am 30. September krank zu werden. So etwas sind bei Beamten durchaus übliche Methoden des „Arbeitskampfes“.

Auf der Internetseite des Aktionsbündnisses Bei Abriss Aufstand meldete sich mittlerweile eine Person, die angibt, am 28. oder 29. September im Sozialen Netzwerk Twitter eine Meldung eines Befürworters gelesen zu haben, der sich damit „gebrüstet“ habe, dass die Baumfällarbeiten nun durchgezogen würden.

Insgesamt bleibt es jedem selbst überlassen, wie viel Bedeutung man einer solchen eidesstattlichen Versicherung zumisst. Sie ist acht Seiten lang und im Internet veröffentlicht worden. Um sie unseren Lesern zuverlässig zugänglich zu machen, gibt es sie auch auf dem Server des Eisenbahnjournales Zughalt.de.

Eidesstattliche Versicherung von Mark Pollmann

Ein Kommentar

  1. Die Aussage „Angeblich sollen Polizisten aufgefordert worden sein, am 30. September krank zu werden. So etwas sind bei Beamten durchaus übliche Methoden des „Arbeitskampfes“.“ passt nicht zu den Informationen in der Aussage.
    Dort ging es nicht um einen Arbeitskampf. Es ging darum, daß aufgefordert wurde, sich „krank“ zu melden (Seite 3, 5. Absatz). Möglicherweise um sie vom weiteren Einsatz fern zu halten. Das hat nichts mit Arbeitskampf zu tun.
    Ich würde jedem raten die Aussage selbst zu lesen, der obige Artikel fasst schlecht zusammen und verwirrt nur.

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