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S-Bahn Stuttgart: VRS nimm Entschädigungsangebot von DB Regio an

14.02.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die S-Bahn Stuttgart war im vergangenen Jahr so unpünktlich wie seit 2003 nicht mehr. Insbesondere zur Hauptlastzeit morgens und abends hatte im Schnitt jede vierte S-Bahn bis zu drei Minuten Verspätung. Der Verband Region Stuttgart (VRS) als zuständiger Aufgabenträger hält das für nicht hinnehmbar und fordert von Vertretern der Deutschen Bahn kurzfristig signifikante Verbesserungen.

„Es muss eine dauerhafte Lösung gefunden werden, um ähnliche Probleme wie 2010 zu vermeiden“, sagte Regionaldirektorin Jeannette Wopperer. Der Verband Region Stuttgart erwarte, dass vor Bauarbeiten mögliche Auswirkungen von Veränderungen verlässlich abgeschätzt werden.

Als Entschädigung hat der VRS Angebotsverbesserungen mit DB Regio ausgehandelt. Das Gespamtpaket wird ein Jahr kostenfrei erbracht und hat einen Wert von rund 1,3 Millionen Euro. Es umfasst die Anpassung des 15-Minuten-Takts am Morgen bis etwa 8.30 Uhr und am Abend bis gegen 19.00 Uhr sowie teilweise längere Züge am Abend.

„Uns war wichtig, dass diese Verbesserungen den Fahrgästen zu Gute kommen“, sagte Jeannette Wopperer. Es handele sich um einen vorgezogenen Einstieg in die vom Verkehrsausschuss ohnehin gewünschten Taktverbesserungen. Im nächsten Jahr sollen die Verbesserungen aus den Geldern bestritten werden, die die Region für nicht gefahrene Züge einbehalten hat. Erst danach muss der Verband Region Stuttgart die zusätzlichen Leistungen bezahlen.

„Was letztes Jahr passiert ist, darf so nicht mehr passieren“, sagte Lars Grübnau, Leiter Produktion der DB Netz AG für den Regionalbereich Südwest. Drei Hauptgründe hätten zu der misslichen Situation geführt: Kapazitätsengpässe auf der S-Bahn-Rampe wegen Umbauten im Gleisvorfeld des Bahnhofs, überdurchschnittlich viele Baustellen und eine „Fülle von Großstörungen“.

Die DB Netz AG habe im S-Bahn-Bereich deshalb technische und organisatorische Verbesserungen vorgenommen. So gibt es ein Präventivprogramm für anfällige Stellwerke, Signale und Weichen. Auch personell habe man aufgestockt, um im Fall der Fälle mögliche Mängel rasch beseitigen zu können.

An einer besseren Information der Fahrgäste, speziell bei Störungen, arbeite DB Station und Service, machte Sven Hantel, Regionalbereichsleiter Südwest, deutlich. Bis Ende 2011 sollen regionale Ansager im Störungsfall vom Stuttgarter Hauptbahnhof aus mit Durchsagen an allen S-Bahn-Stationen informieren können.

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