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Nürnberg: Baubeginn für die neue Tram zur Wölckernstraße

27.02.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Am morgigen Montag (28. Februar) beginnen die Bauarbeiten für Nürnbergs Straßenbahnerweiterung über den Hauptbahnhof hinaus durch den Celtistunnel und die Pillenreuther Straße bis in die Wölckernstraße. Deshalb wird es in den kommenden Monaten zu Umleitungen und geänderten Verkehrsführungen in der Innenstadt kommen.

Die VAG Nürnberg hat die 950 Meter lange Trasse in mehrere Baubereiche eingeteilt. Es wird daher nicht eine Großbaustelle, sondern mehrere kleine geben, die nacheinander eingerichtet und auch wieder entfernt werden. Für die Anwohner und den Verkehr bringen die Bauphasen immer wieder Änderungen mit sich, über die kurzfristig in der Lokalpresse informiert wird.

Darüber hinaus sind bereits alle betroffenen Bürgerinnen und Bürger postalisch über die Maßnahmen informiert. Baufirmen und VAG werden die Zu- und Abfahrten zu den anliegenden Grundstücken weitestgehend ermöglichen.

Die Bauarbeiten laufen werktags von 7 bis 20 Uhr. Nächtliche Arbeiten beschränken sich auf das unbedingt erforderliche Maß. Während der Sommerferien muss jedoch nachts am Bahnhofsplatz geschweißt werden. Die Fahrleitungen werden im Herbst ebenfalls aus Sicherheitsgründen nachts installieren.

Die neue Straßenbahnverbindung ist die Basis für das ab Dezember 2011 neu strukturierte Liniennetz der Nürnberger Tram. Mit den Linien 5 (Tiergarten – Hauptbahnhof – Worzeldorfer Straße) und 8 (Erlenstegen – Hauptbahnhof – Tristanstraße) stehen den Fahrgästen dann zwei Durchmesserlinien zur Verfügung.

Der Streckenneubau wurde bereits 1994 vom Nürnberger Stadtrat beschlossen und in mehreren nachfolgenden Beschlüssen, zuletzt im September 2009, bestätigt. Insgesamt wird das Projekt 9,3 Millionen Euro kosten; 6,9 Millionen Euro werden dieses Jahr fällig. Davon trägt die Stadt 1,1 Millionen Euro. Die VAG finanziert alle anderen Kosten. Über betriebliche Effekte – ein Plus an Fahrgästen und betriebliche Einsparungen von zwei Straßenbahnzügen und Personal – rechnet sich das Projekt. Die VAG erwartet ab der Eröffnung eine jährliche Ergebnisverbesserung in Höhe von bis zu einer Million Euro.

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