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Metronom: Kritik an der GDL

22.02.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Bei der in Niedersachsen aktiven Metronom Eisenbahngesellschaft bedauert man den von der GDL angekündigt Warnstreik für die frühen Morgenstunden des heutigen Dienstag. Auch die Metronom-Züge könnten dabei betroffen sein. Jedoch ist man weiterhin gesprächsbereit und weist darauf hin, dass die GDL bis zuletzt nicht bereit war, über den Haustarifvertrag zu im Unternehmen zu verhandeln.

Am Metronom ist auch Arriva Deutschland beteiligt, die erst in der vergangenen Woche gemeinsam mit Abellio, Benex, der Hessischen Landesbahn, Keolis und Veolia Verkehr sowie der Deutschen Bahn einen Branchentarifvertrag für den ganzen SPNV mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) abgeschlossen haben.

Der GDL reicht das jedoch nicht, sie fordert 105% des DB-Lohnes bei allen im SPNV tätigen Eisenbahnverkehrsunternehmen und verbindliche Regelungen zum Personalübergang bei Betreiberwechseln. Darüber hinaus soll der Beruf des Lokomotivführers für Hauptschulabsolventen unzugänglich gemacht werden.

Entscheidender Unterschied zwischen den Forderungen der GDL und dem mit der EVG geschlossenen Vertrag: Der Branchentarifvertrag berücksichtigt die Besonderheiten des SPNV. Die GDL fordert einen Bundesrahmen-Tarifvertrag für Lokführer (BuRa-LfTV), unabhängig davon, ob sie Fern- und Güterverkehr oder im SPNV tätig sind.

Die Verträge der Mitarbeiter bei der Metronom Eisenbahngesellschaft regelt ein firmenbezogener Verbandstarifvertrag. Verhandlungen zu dessen Ausgestaltung wurden der GDL angeboten, aber unter Bezugnahme auf die Bestrebungen der GDL nach einem BuRa-LfTV bis auf Weiteres abgelehnt. Konkrete Forderungen an das Unternehmen Metronom wurden bisher nicht gestellt. Jedoch hat der Gesellschafter Arriva Deutschland an den Tarifverhandlungen über den BuRa-LfTV teilgenommen.

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