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Investitionsprogramm für Mecklenburg-Vorpommern

18.02.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und Bahnchef Rüdiger Grube haben sich auf einen kontinuierlichen Ausbau der Eisenbahninfrastruktur im Land geeinigt. An den Gesprächen nahmen auch Landesverkehrsminister Volker Schlotmann (SPD) sowie die DB-Geschäftsfeldleiter Berthold Huber, Alexander Hedderich und André Zeug teil.

Sellering: „Viele wichtige Vorhaben konnten in den vergangenen Jahren umgesetzt werden, darunter der Umbau der Gleisanlagen im Seehafen Rostock, der Umbau des Bahnhofs Greifswald oder die Erneuerung der Ziegelgrabenbrücke Rügendamm. Das wichtigste Vorhaben ist zurzeit der Ausbau der Strecke zwischen Berlin und Rostock für Geschwindigkeiten bis zu 160 km/h und für schwere Güterzüge. Ende 2013 sollen die Arbeiten beendet sein, dann werden die Fernverkehrszüge auf dieser Strecke keine zwei Stunden mehr brauchen. Mit dieser Investition wird das langjährige Bemühen die Strecke Berlin-Rostock in das Kernnetz des transeuropäischen Verkehrsnetzes TEN aufzunehmen unterstützt.“

Von besonderer Wichtigkeit ist dabei nach wie vor das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nummer 1, der Ausbau der Eisenbahnstrecke zwischen Lübeck und Stralsund. Sellering appellierte an die Bahn, gemeinsam mit dem Land beim Bund auf eine Finanzierungsvereinbarung zu drängen. Weiteres Thema war aus aktuellem Anlass der Einbau von Zugsicherungstechnik, insbesondere auf eingleisigen Strecken.

Bahnchef Grube: „Wir bekennen uns eindeutig zum Bahnland Mecklenburg-Vorpommern. In den nächsten fünf Jahren werden wir hier insgesamt rund 590 Millionen Euro investieren, davon 519 Millionen Euro in das Schienennetz und 47 Millionen Euro in den Ausbau der Bahnhöfe. Wir sorgen dafür, dass Güter aus den Ostseehäfen ihre Ziele im Hinterland schnell und sicher erreichen. Dazu gehört auch das freiwillige Nachrüsten von Bahnstrecken mit automatischen Bremssystemen..“

Verkehrsminister Schlotmann: „Ziel muss sein, Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Das gilt ebenso für den Personenverkehr wie für Gütertransporte. Für den Güterverkehr ist der zügige Ausbau der Bahnstrecken Rostock-Berlin und Stralsund-Berlin besonders wichtig, um die Hinterlandanbindungen der Häfen im Land weiter zu verbessern.“

Alle Parteien haben sich darauf verständigt, künftig weiterhin im regelmäßigen Dialog stehen zu wollen.

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