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GDL-Streik steht bevor

20.02.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die GDL ruft ihre Mitglieder zum Streik aufEs bleibt dabei! Die GDL wird ihre Mitglieder von morgen an zu Warnstreiks aufrufen. Angeblich soll es zunächst den Personenverkehr in Nordrhein-Westfalen treffen. Und zwar quer durch alle Eisenbahnverkehrsunternehmen: DB Regio, DB Fernverkehr, Privatbahnen – genaueres hat die GDL jedoch auch noch nicht gesagt. Die Deutsche Bahn kündigte indes an, man habe sich vorbereitet.

Die Gewerkschaft möchte einen bundesweit gültigen Rahmentarifvertrag für Lokomotivführer aller Eisenbahnverkehrsunternehmen durchsetzen. Dieser soll unternehmensübergreifend gelten, sowohl bei der Deutschen Bahn als auch bei den sechs großen Privatbahnkonzernen Abellio, Arriva Deutschland, Benex, der Hessischen Landesbahn, Keolis und Veolia Verkehr. Tarifverhandlungen hat die Gewerkschaft zuvor als gescheitert erklärt.

Seit einigen Tagen fliegen gegenseitige Schuldzuweisungen von einer zur anderen Seite. Konstruktive Gespräche sind da eher unwahrscheinlich. Bereits die Arbeitskämpfe 2007/2008, als es um die Einführung eines eigenständigen Tarifvertrages für das Fahrpersonal der Deutschen Bahn ging, zog sich über Monate hin. Ein schnelles Ende ist auch diesmal nicht in Sicht.

Die GDL hält das Angebot für völlig unzureichend, während die Arbeitgeberseite auf den mit der EVG getroffenen Abschluss verweist. Eine bekannte Ausgangssituation. Anders als 2007/2008 sitzen jetzt jedoch auch so gut wie alle im Nahverkehr tätigen Privatbahnen mit im Boot.

Die Einigung mit der EVG wurde auch erst im Rahmen eines Schlichtungsverfahrens gefunden. Zwar wurde die GDL zum Eintritt in die Schlichtung eingeladen, lehnte jedoch dankend ab. Begründung: Die konstruktiv laufenden Verhandlungen. Wenige Woche später waren sie gescheitert.

Gerade jetzt, wo der aufkommende Vorfrühling Hoffnung macht, dass ein neuerliches Winterchaos ausbleibt, drohen Streiks für neues Ungemacht zu sorgen. Dabei haben doch eigentlich alle Parteien ein Interesse daran, eine möglichst gute Stellung der Eisenbahn im Wettbewerb der Verkehrsträger zu erzielen. Das in der Garage stehende Auto sieht verlockend aus.

Bild: Bigbug21. Lizenz: CC-by-SA 2.5

31 Responses


  1. Christoph
    20.02.11 um 13:24

    Hat die GDL nicht gebetsmühlenartig beteuert, die Warnstreiks „rechtzeitig“ anzukündigen, damit sich die Fahrgäste möglichst gut darauf einstellen können und nicht allzusehr in Mitleidenschaft gezogen werden? Das ist ja nun wieder einmal nicht geschehen…

    Die GDL jedenfalls hat in den vergangenen Jahren – nicht zuletzt ihrer exzentrischen und äußerst unsympathisch auftretenden Vorsitzenden wegen – so viel Kredit verspielt, dass sie jetzt beim besten Willen nicht darauf hoffen darf, von den Fahrgästen Verständnis für ihr (an sich legitimes) Vorgehen zu ernten.


  2. Gerhard Winterstedt
    20.02.11 um 13:31

    An GdL, Herrn Klaus Weselsky !
    Streik auf dem Rücken Unbeteiligter, Unschuldiger, fleißiger zuverlässiger Berufspendler ist trotz gesetzlichem Streikrecht eine Provokation und vor allem finanzielle Benachteiligung aller Deutschen und höchstes Unrecht mit beruflichen Risiken.(summua iniuria, lat)Wir sollten dem GdL-Heißsporn Klaus Weselsky solange in den Arsch treten, bis er rot wird und nach Immanuel Kant erkennt, seinen Verstand und seine Vernunft zu benutzen !
    MfG HBK

  3. :(
    da hat man sich mal dazu durchgerungen die reise mit der bahn zu absolvieren, hat die tickets nen monat vorher erworben, damit man noch ne sitzplatz hat, um dann doch noch von nem streik getroffen zu werden
    liebe gld, der bahnkunde, der jetzt getroffen wird, kann nichts an euren sorgen ändern, und doch wird er es ‚wieder‘ ausbaden müssen *Seufz
    und dann wundern sich die leut das man nicht mit der bahn fahren möchte

  4. Ich frage mich auch, was sie mit der *rechtzeitigen Streikankündigung* meinten – Heißt das, wenn sie um 7Uhr anfangen, geben sie um 6 Bescheid oder wie?
    Zum Kotzen!
    Ich schreibe diese Woche Examen und bin auf den Zug angewiesen, wie so viele andere Menschen auch…


  5. Andreas Müller
    20.02.11 um 13:59

    Das bei Streik immer auch die Kunden betroffen sind, ist nun mal so. Auch bei Mercedes müssen die Kunden u.U. länger auf die Auslieferung warten. Ich frage mich allerdings immer mehr, wofür will die GDL streiken. Einen einheitlichen Tarif, aha! Auf 105% des DB Niveaus, aha. Für rund 170 Güterverkehrsunternehmen, rund 45 Nahverkehrsunternehmen und 2 oder 3 Fernverkehrsunternehmen.
    Wenn wollen sie bestreiken, die DBAG und wen noch 10 private SPNV Unternehmen? Und was soll dabei rauskommen? Einer muss unterschreiben, dann müssen alle anderen auch den gleichen TV unterschreiben? Ich frag mich, wie das gehen soll.

  6. GDL, Herr Weselsky
    Ich habe Verständnis dafür, Streiks durchzuführen, da diese, genau wie Aussperrungen seitens der Arbeitgeber, zu den rechtlich zulässigen Arbeitskampfmaßnahmen gehören. Kein Verständnis habe ich aber dafür, wie die GDL mit den Fahrgästen umgeht. Die Aussage, dass die Fahrgäste rechtzeitig über Streiks informiert werden, ist schlicht gelogen. Es sei denn, es finden wieder erwarten morgen keine Streiks statt. Für mich ist eine Information, die nicht wenigstens 24 h vor Streikbeginn liegt jedenfalls nicht rechtzeitig, um gegebenenfalls auf andere Beförderungsmittel auszuweichen. Die Bahn zählte in letzter Zeit schon nicht zu den zuverlässigsten Verkehrsmitteln, nun ist es noch ungewisser, ob die Bahn fährt oder nicht. Zukünftig heißt das wohl auch für innerdeutsche Verbindungen: öfter fliegen. Fragt sich, ob es im Sinne der GDL ist, wenn am Ende keine Lokführer mehr benötigt werden, weil niemand mehr darauf vertraut, das die Bahn fährt…


  7. Andreas Müller
    20.02.11 um 14:10

    @Volker

    Mit Minimalen Aufwand möglichst lange im Gespräch bleiben. Habe irgendwo gelesen, dass die GDL 2007/2008 ganze 355 Tage gestreikt hätte. Ist mir gar nicht aufgefallen, dass ein Jahr lang die Bahn gestanden hat im längsten Streik der Weltgeschichte. Es waren an 5 Tagen wenige Stunden. So wird es auch diesmal, ankündigen, verschieben, kurze Aktionen und die Presse spekuliert tagelang, Streiken sie oder streiken sie nicht, lieben sie uns oder lieben sie uns nicht? Würde heute wetten, dass wenn überhaupt am Montag nur ein zwei kleine Aktionen stattfinden. Dann darf weiter spekuliert werden. Auch das kostet die Arbeitgeber eine Menge Geld, weil viele Kunden lieber mit dem Auto fahren oder fliegen. Man muss also nicht unbedingt streiken. Die Drohung reicht und belastet die Streikkasse nicht.

  8. Die kleinste Gewerkschaft will es mal wieder möglich machen, die gesamte DB in Verruf zu bringen. Wakrscheinlich hat die GDL beim letzten Streik noch nicht genug verbrannte Asche zurück gelassen.
    Den berechtigten Ärger mit den Kunden haben ja nicht die Lokführer,(die tauchen ja nur im Rudel auf, und da sind sie stark)sondern die Verkäufer oder Servicemitarbeiter oder Zugbegleitpersonale.
    Aber liebe GDL macht nur weiter so.
    Wenn wir Verkäufer keine Karten mehr verkaufen brauchen, habt ihr ja bald Gott sei Dank auch keine Fahrgäste mehr. Dann könnt ihr ja streiken welches Arbeitsamt für Euch das beste ist.
    Ihr IDIOTEN von der GDL bekommt das schon irgenwie hin……..


  9. trainguide
    20.02.11 um 14:35

    Bei aller Kritik an der Gdl, muss man auch immer nach den Gründen für ihre Stärke und den möglichen Streik fragen. Und die Gründe für die Streikbereitschaft der GdL war die Ausrichtung der Transnet mit ihrem ex. Vorsitzenden Hansen, der in seiner Tätigkeit als Gewerkschaftschef dem DB-Vorstand in vielen Dingen über Jahre „zuarbeitete“, um später selber den Posten des Personalvorstandes zu übernehmen. Dabei soll er bewusst die Interessen anderer Berufsgruppen über Jahren nicht hinreichend vertreten haben. Also kann sich die DB mit ihrem Vorstand (der zwar neu ist) wie die die EVG (ex.Transnet) selber an die Nase fassen. Die GdL ist mächtig geworden, weil sie anfangs mit Hilfe der Transnet klein gehalten wurde. Und in der Tat ist eine schlagkräftige berufständige Interessensvertretung, die eher dem gewerblichen Bereich zu zuzuordnen ist, in Deutschland eher ungewöhnlich. Aber das sind eben Auswirkungen aus einem alten Streit, der bis heute immer noch kocht und ungelöst ist.


  10. Sebastian
    20.02.11 um 14:36

    Leute Leute, ich stelle fest hier hat sich noch niemand mit Arbeitskampfmaßnahmen beschäftigt. Bei Streiks leiden immer die Kunden. Wenn es nicht so wäre, wie solle denn dann Druck auf die Arbeitgeber gemacht werden?? Abgesehen davon bekommt ein Lokführer in Griechenland ca. 5000€ brutto. Ist das Gerecht?? Machen diese Lokführer was anderes?? Oder allein in Germany… der DBler bekommt im Durchschnitt 400€ mehr als der im privaten Unternehmen… ist das korrekt… ich verweis auf das Zugunglück in Hordorf um zu zeigen was für ein Verantwortungsvoller Beruf im Lokführer steckt. Und ihr regt Euch hier auf weil ihr mal ein wenig später kommt.

  11. Sorry, aber die GDL hat doch wieder so einen Arsch offen. Denen geht es doch gar nicht um Rechte für ihre Mitglieder, sondern darum, ihre Eier zu zeigen und Krawall zu machen. Viele Privatbahnen werden doch bereits Stückweise angeglichen, Trend aufwärts. So schlecht wie diese gingestellt werden, sind die Privaten nicht.

    vielleicht sollten die Mitgleieder der GDL zur Transnet wechseln, wenn ihre Beiträge sinnvoll genutzt werden sollen.


  12. Steuerzahler
    20.02.11 um 15:28

    Abgesehen davon bekommt ein Lokführer in Griechenland ca. 5000€ brutto. Ist das Gerecht??

    Nein, das ist nicht gerecht. Der deutsche Steuerzahler muss dafür zahlen (Stichwort Eurokrise).

    Und was die deutschen Lokführer angeht, auch für die muss der deutsche Steuerzahler die Taschen aufmachen. Mir ist nämlich kein EVU im Nahverkehr bekannt, dass von den Fahrgeldeinnahmen die Löhne bezahlt.

    Aber die GDL handelt nach dem Sprichwort: „Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr!“


  13. Horst Holthausen
    20.02.11 um 16:22

    Jetzt geht es wieder los,
    man kommt am Hauptbahnhof an und man muss (OHNE VORANKÜNDIGUNG) Feststellen das die Komplette Bahn bestreikt wird. Wohin soll das noch führen, für Mitarbeiter diese nicht bei der Bahn beschäftigt sind ist das ein Schlag ins Gesicht. Denn nicht nur ich bin auf die Bahn angewiesen!
    Für manchen Mitarbeiter bedeutet das, das ein Nicht erscheinen am Arbeitsplatz die Kündigung nach sich ziehen kann.
    Denn ein Arbeitgeber macht es sich leicht zu sagen, sehen Sie zu wie Sie auf die Arbeit kommen.

    Ich habe zum April meine Mitgliedschaft gekündigt, denn ich musste Feststellen das man trotz Gewerkschaft alleine da steht.

  14. Pingback: 14788 - Lokführer wollen streiken – Bahn vorbereitet – Berlin – FOCUS Online - newerapublications.de

  15. GDL, Herr Weselsky
    Ich habe Verständnis dafür, Streiks durchzuführen, da diese, genau wie Aussperrungen seitens der Arbeitgeber, zu den rechtlich zulässigen Arbeitskampfmaßnahmen gehören. Kein Verständnis habe ich aber dafür, wie die GDL mit den Fahrgästen umgeht. Die Aussage, dass die Fahrgäste rechtzeitig über Streiks informiert werden, ist schlicht gelogen. Es sei denn, es finden wieder erwarten morgen keine Streiks statt. Für mich ist eine Information, die nicht wenigstens 24 h vor Streikbeginn liegt jedenfalls nicht rechtzeitig, um gegebenenfalls auf andere Beförderungsmittel auszuweichen. Die Bahn zählte in letzter Zeit schon nicht zu den zuverlässigsten Verkehrsmitteln, nun ist es noch ungewisser, ob die Bahn fährt oder nicht.
    Die Streikenden Lokführer sollten wie die betroffenen Fahrgäste bei -10°C auf den bahnsteig stehen und nicht in Ihrer warmen Lok oder im Bereitschaftsraum.
    In Erwartung der „positiven“ Kommentare ist die Kontaktseite der GDL im Internet gesperrt.
    Wir (Lok)Führer streiken! Alle doofen Fahrgäste frieren!

  16. Ich denke mal das deutsche Tarifrecht ist gar nicht so verkehrt und Streiks müssen möglich sein. Es ist nun einmal logische Folge eines Streiks, dass die Kunden eines Unternehmens von diesen Streiks betroffen sind.

    Das wirft natürlich die Frage auf: Darf es sein dass ein so großer Teil der Bevölkerung dermaßen in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird?

    Meiner Meinung nach hat das aber nichts mit den Tarifforderungen der GDL zu tun oder mit dem Streikrecht an sich, sondern die Frage müsste sein – wieso wurden ehemalige Beamten (bzw. heute Angestellte, welche vor zwanzig Jahren Beamten gewesen wären) in ein Beschäftigungsverhältnis gezwungen, welches Sie jetzt zu Tarifkämpfen ermächtigt und nötigt?

    Auf http://www.bahnforum.net ist eine Umfrage zum Streik verfügbar.


  17. Jürgen E.
    20.02.11 um 19:11

    @ Tassilo

    Es war unter anderem der Sinn der Bahnreform, aus einer behäbigen Behörde, deren Personalkosten (Beamtenbesoldung) den Umsatz überstiegen, ein modernes wirtschaftlich operierendes Unternehmen zu machen. In einem wirtschaftlich operierenden Unternehmen ist kein Platz für Beamte.

    Hier stellt sich die Kernfrage, muss der Staat den Transport von Personen und Waren (also nicht nur im Schienenverkehr) als Behörde abwickeln? Als „Unternehmer“ hat der Staat bisher immer versagt und immer musste der Steuerzahler die Taschen aufmachen.

    Verbeamtete Lokführer sind in den Besoldungsgruppen A4 ( vglw. Polizeihauptwachtmeister) bis A8 (vglw. Polzeiobermeister) eingestuft. Die Einkommen der nicht verbeamteten Lokführer entsprechen in ihrer Höhe denen der Beamten – oder umgekehrt. Es gibt auch zugegebenermaßen Unterschiede bei den einzelnen Bahngesellschaften. Die sind aber nicht so hoch, wie sie von der GDL gerne dargestellt werden.

    Natürlich besteht ein schmerzlicher Unterschied, Beamte sind unkündbar. Und diesen Status will die GDL mit ihren Forderungen über einen Tarifvertrag mit der DB AG und den G6 erkämpfen. Ein nach betriebswirtschaftlichen Prinzipien für die Arbeitgeber unannehmbares Unterfangen, welches die DB AG auch nur stemmen könnte, wenn sie die Verkehrsverträge per Direktvergabe erhalten und ihre Preise entsprechend gestalten könnte.

    Alle anderen Arbeitnehmer in der Welt neben der Eisenbahn (und anderen Behörden) waren schon immer vom Verlust des Arbeitsplatzes bedroht – und sind es heute auch noch. Und das sind jene, welche mit ihren Steuern das nötige Kleingeld für die Regionalisierungsmittel aufbringen, von denen der Großteil der Löhne bei der Eisenbahn bezahlt werden.

  18. Streiken als solches schön und gut… aber BITTE nicht so! Ich schreibe diese Woche Examen, und bin dafür auf die Bahn angewiesen. Ich weiß zur Stunde noch nicht ob morgen die für mich wichtige Strecke bestreikt wird und wenn ja, wann, sodass ich wie auf klühenden Kohlen sitze… Was meinte die GDL mit einer rechtzeitigen Informationsweitergabe!? 5 Minuten vor der Angst?! SO GEHTS EINFACH NICHT!


  19. Jürgen E.
    20.02.11 um 19:28

    Ich weiß zur Stunde noch nicht ob morgen die für mich wichtige Strecke bestreikt wird und wenn ja, wann, sodass ich wie auf klühenden Kohlen sitze… Was meinte die GDL mit einer rechtzeitigen Informationsweitergabe!? 5 Minuten vor der Angst?!

    Genau mit dieser Angst spielt die GDL. Sie will sich damit auf ihre Seite zwingen, um den Druck auf die Arbeitgeberseite zu erhöhen.

    Der Haufen hat angekündigt, am 21.02.2011 für maximal drei Stunden zu streiken. Das deutet auf eine Zeit von 07:00 – 10:00 oder von 08:00 – 11:00 hin, um maximale Wirkung mit geringstem Aufwand zu erzielen.

    Siehe also zu, dass Du vor dieser Zeit am Prüfungsort bist.


  20. Andreas Müller
    20.02.11 um 19:37

    Gleiche Arbeit – gleiches Geld! jawoll, richtig. Nur gilt der Spruch nur in der gleichen Firma. Schon bei den Flächentarifen gilt dies nicht mehr. In Metall- und Elektroindustrie gibt es (regional unterschiedliche) Flächentarifverträge. und dann gibt es VW, BMW, Porsche usw. Gleiches Geld für gleiche Arbeit würde bedeuten, dass alle die auf der Strasse mit einem LKW Führerschein fahren, das gleiche verdienen, also Busfahrer im Nahverkehr, im Fernreiseverkehr, LKW Fahrer im Nahbereich wie im Fernverkehr, alle das gleiche Geld am Ende des Monats und dass unabhängig davon ob sie bei Schenker oder bei einem kleinen Unternehmen fahren. Gleiches Geld für gleiche Arbeit ja, aber dann muss auch die Arbeit und das Unternehmen gleich sein!

  21. GDL sagt, wir müssen streiken, wieso hört man aber nichts von Streiks bei Güterverkehr und Fernverkehr (ich meine hier ICE) sondern den Regionalverkehr. Bei S-Bahnen und Regiobahnen haben alle Montastickets aalso DB wird nichts geschehen, aber der Aufschrei wird groß sein. Bei Güterverkehr müsste DB was blechen und es könnte den Lokführern an den Kragen gehen. Also streiken sie nur um Aufsehen zu erzeugen, also Leute morgen den Mund aufmachen, das dies Euch stinkt und nicht sagen, wir haben Verständnis, ich habe keins…

  22. Als Pendler bin ich auf die Bahn angewiesen und mittlerweile habe ich es satt, dass die ich die Konsequenzen aus dem Verhalten der Tarifparteien tragen muss.


  23. B. Klinger
    20.02.11 um 20:03

    Ich schließe mich meinem Vorredner an und habe überhaupt kein Verständnis für den Streik. Letzen Endes gefährden die Streikenden ihre Arbeitsplätze, denn exemplarisch sei erwähnt: Ich pendele für 230 Euro im Monat, muss mich im Sommer mit überfüllten nicht klimatisierten Zügen und im Winter mit vereisten Strecken und daher ausfallenden Zügen herumschlagen. Auf einen Sitzplatz hat man sowieso schon keinen Anspruch.
    Es ist schlichtweg eine Zumutung, dass man für so viel Geld so wenig Leistung erhält. Mein Abo habe ich gekündigt und suche nach alternativen Reisemöglichkeiten. Von der DB habe ich jedenfalls die Nase gestrichen voll.

  24. Herzlichen Glückwunsch GDL,

    zunächst großkotzig verkünden den Streik rechtzeitig anzukündigen weil man ja den kunden nicht schaden möchte sondern den Arbeitgebern. Die Wahrheit sieht wohl anders aus!!
    Auf dem Rücken der zahlenden Kunden- ja das Gehalt bezahlt die breite Masse!- muss jezt herhalten. Pfui Teufel!

  25. Pingback: 14998 - Im Porträt: Claus Weselsky – FAZ – Frankfurter Allgemeine Zeitung - newerapublications.de

  26. @Tommy… Endlich einer der mir aus der Seele spricht.

    Jeder weiß, dass es die GDL ist die den Streik anzettelt und jedesmal heben alle den Zeigefinger, schütteln den Kopf und sagen „Böse, böse Bahn…“ . An den Bahnhöfen, am Schalter, im Reiseservice und an den Telefonen werden sich zig wütende und verunsicherte Kunden an die Mitarbeiter der Bahn wenden. Denn wir sind es am Ende, die sich den Unmut der Reisenden anhören. Ich persönlich kann den Frust verstehen und für mich persönlich ist es schlimm, dass man auch keine genauen Aussagen treffen kann, weil die GDL ja nix bekannt gibt und das finde ich unseriös und vorallem nicht Kundenfreundlich.

    Hoffen wir mal, dass alles nur heisse Luft ist und jeder pünktlich am Zielort ankommt. Ich persönlich werde zwei Stunden vor Arbeitsbeginn losfahren (sofern es möglich sein wird).

    In dem Sinne wünsche ich allen einen schönen Tag…

  27. Pingback: GDL Streik

  28. Die Politik muss doch dieser Streit- und Streikkultur der GDL endlich einen Riegel vorschieben!

    Jeder Bahnkunde mit gesundem Menschenverstand kann doch garnicht nachvollziehen, warum die GDL jedes Jahr aufs Neue mit absolut nicht nachvollziehbaren Forderungen den Personennahverkehr und teilweise auch den gesamten Stadtverkehr lahmlegt. Das ist doch absoluter Wahnsinn. Was das für die Wirtschaft und das Image der Deutschen Bahn beudetet…

    Diese Auswirkungen müssten meiner Meinung nach beziffert und gegen die Forderungen der GDL verrechnet werden. Da kommen die nicht gut weg.
    Aber leider wird es am Ende auf den Bahnkunden und den Eigentümer umgelegt. Höhere Gewalt, da kann man nichts machen.

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