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GDL-Streik: Regiobahn nur indirekt betroffen

19.02.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die GDL hat für die kommende Woche Warnstreiks bei allen Eisenbahnverkehrsunternehmen angekündigt. Die Regiobahn rund um Düsseldorf teilt jedoch mit, dass sie nicht betroffen ist. Zwar gehört die Rheinisch-Bergische Eisenbahn, die für das kommunale Unternehmen fährt, zum Veolia-Konzern, jedoch sind dort nach Unternehmensangaben keine GDL-Mitglieder im Fahrdienst beschäftigt.

Nichtsdestotrotz sind Auswirkungen durch Ausstände der Mitarbeiter anderer Nahverkehrsdienstleister durchaus möglich, etwa wenn Gleise besetzt sind, weil das Zugpersonal streikt. Dies betrifft insbesondere die Knotenbahnhöfe Neuss und Düsseldorf. „Aktuell können wir noch nicht absehen, wie die Lage zu Wochenbeginn seien wird und hoffen,dass die GDL uns noch vor Streikbeginn Einzelheiten mitteilt“, so Regiobahn-Pressesprecher Marcel Winter.

11 Responses


  1. Jürgen E.
    19.02.11 um 19:16

    Das widerlegt die Aussage der GDL über den angeblich so hohen Organisationsgrad bei den Mitbewerbern der DB AG.


  2. Dietmar Lüdke
    19.02.11 um 19:52

    Hallo,ihr aus der alten Bundesrepublik,bei euch ist wahrscheinlich die Beamtenquote sehr hoch.Bei uns in den so genannten „neuen Bundesländer“ eher sehr,sehr niedrig.Uns ,damit meine ich das gesamte Fahrpersonal,wird immer wieder vorgegaukelt,wir wären der „Deutschen Bahn“zu teuer.Die Konsequenz;Wettbewerb muss her.In Knotenpunkten ganz prekär.Fahrpersonale verdienen unterschiedlich für gleiche geleistete Tätigkeiten.Ist so etwas etwa gerecht?Denkt mal darüber genauer nach!!!Herzlichen Dank für´s Lesen.


  3. Jürgen E.
    19.02.11 um 20:16

    @ Dietmar Lüdke

    Über die genaue Höhe der „Beamtenquote“ bei den Lokführern kann ich nichts aussagen. Man muss aber beachten, dass seit der Bahnreform keine Lokführer mehr in den Beamtenstand erhoben wurden. Wie viele verbeamtete Lokführer in anderen Behörden untergekommen sind, ist mir auch nicht bekannt.

    Sicher soll ein Lokführer ein auskömmliches Einkommen haben. Aber Lokführer sollten auch mal über den Tellerrand schauen. Einige Unternehmen haben Haustarifverträge die deutlich über dem Branchendurchschnitt liegen (z.B. VW). Mit welchem Recht sollen die Mitbewerber der DB AG 106,25% des Haustarifvertrages der DB AG an ihre Mitarbeiter zahlen?


  4. Andreas Müller
    19.02.11 um 21:44

    Diese Lügner!!!! 1,9% sind 3,8% geteilt durch 2. Ich habe mich ja länger gefragt, wie kommen die auf diese Zahl, so einfach konnte ich gar nicht denken, ist mir jetzt bewusst geworden. Ok, dass die den Westrick kennen, das kann man ja nicht verlangen, aber so einfach kann man es sich ja auch nicht machen. Aber das hat 2007 schon funktioniert, unsere Presse schreibt ja nur noch ab, warum dieses Jahr nicht auch. Die Nummer mit der längeren Arbeitszeit hat ja 2007 auch funktioniert, warum nicht 2011 auch? Aber eigentlich müsste man diese Lügen doch mal wirklich darstellen können.

    Zunächst gibt es erstmal die Reduzierung der Referenzarbeitszeit von 40 auf 39 Stunden. Macht ab 1.3. schon mal 2,5% mehr in der Lohntüte. Gleichzeitig wird die Tabelle um 1,8% erhöht (also ab März 2012 4,3% mehr Entgelt), hierauf gibt es dann 2% ab 1.1.2011. Macht per einfachen Dreisatz einen Entgeltzugewinn 2011 -2012 von genau 6,5%.

    Vergessen werden darf nicht die Einmalzahlung von insgesamt 500 Euro im Dezember 2010 für die Leermonate August bis Februar. Macht pro Monat auf die Ecklohngruppe 3,84%, für alle darüber weniger, für alle darunter z.b. die Servicebereiche entsprechend mehr. Nennt man „Soziale Komponente“ und die fordert unsere Tarifkommission immer ein. Ist aber ein Unterschied, ob es nur eine Einmalzahlung gibt oder eine Einmalzahlung quasi als Nachzahlung und dann die Tabelle erhöht wird.

    Dann gibt es diverse Strukturveränderungen in Zulagen, Eingruppierungen Laminierer etc., die machen zusammen 0,3-0,4% aus. Der größte Brocken dabei ist die Neugestaltung und Verbesserung der Nachtschichtzulage mit etwa 12. Mio. Euro ca. 0,2%. Hiermit könnte die GDL zum Beispiel den Scheiß, den sie beim Zusatzurlaub Nacht gemacht hat korrigieren und den Wert auf 5 Minuten hochsetzen, damit die Kollegen den Verlust der Urlaubstage ausgleichen könnten.

    Dazu kommt ein Topf von 1% für betriebliche Altersvorsorge oder anderes (Muss noch ausgestaltet werden) ab 2011. War ja immer große Forderung der GDL nach einer arbeitgeberfinanzierten betr. AV. Die haben wir zwar schon seit 1994 und nennt sich ZVersTV, aber das scheint im Baumweg noch nicht angekommen.

    Sind bis hierher zusammen für 2011 weit über 5% im VOLUMEN.

    Zusätzlich gibt es die individuelle 10% Garantie von 2008 bis heute. Welche Gewerkschaft hat von den Arbeitgebern eine Zusage von mindestens 10% individuellem Einkommenszuwachs je verhandelt?

    Ab 2012 wird es einen zustätzlichen Urlaubstag geben.
    Das Urlaubsgeld wird ab 2011 dynamisiert.

    Zusätzlich gibt es ein Volumen von 2,5% für die Nachfolgeregelung des BeSiTV, also Tauglichkeitverlust, Demografie etc. zusätzlich. Damit stehen 5% der Lohn- und Gehaltssumme zur Ausgestaltung zur Verfügung. Altersteilzeit lässt sich damit z.B. zusätzlich machen, aber auch der Schutz vor Kündigung, ob ratio- oder krankheistbedingt fortführen. Kennt jemand Betriebe in denen die Beschäftigten auch vor einer krankheitsbedingten Kündigung geschützt sind??????

    Das Jobticket ist weiterhin gesichert. Auch hier soll es einen neuen TV geben. Wichtig ist aber, das die Regelung weitergilt.

    Das in Kürze aus einem umfangreichen Abschluß, in den die Verhandlungen zum BranchenTV natürlich reingespielt haben.

    Wir hatten ein Volumen von 6% gefordert und wenn man die Einzelnen Komponenten rechnet (auch die 500 Euro für 7 Monate) kommt nach unserer Berechnung ein Volumen von rund 5 % pro Jahr als Ergebnis raus. Die GDL hat 5% gefordert und 5% angeboten bekommen.

    Unser Abschluß mit 5 von 6 ist nicht schlecht, der GDL Abschluß mit 5 von 5 wäre einmalig. Aber die werden mit 6,5% abschließen, bei 5% gefordert. Das ist dann nicht mehr zu toppen! (Die 6,5% ergeben sich aus dem einfachen Dreisatz 2,5 plus 1,8, plus 2, wobei die Basis 97,5% ist) Die anderen Komponenten kann man dann einfach weglassen.

    Nun tut doch die GDL Teil so als sei sie Teil der Gewerkschaftsbewegung oder gar deren Sperrspitze. (Meine linken Freunde besonders, aber alle anderen auch, aufgepasst) Bei einer Gewerkschaft, die statt Arbeiterlieder die Nationalhymne singt, werde ich misstrauisch. http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/tw/bahn/standpunkt_6.pdf

    „1867 wurde der Verein Deutscher Lokomotivführer (VDL) gegründet und in Folge der Gründung der Preußisch-Hessischen Eisenbahngemeinschaft 1897 dann 1907 in Verband preußisch-hessischer Lokomotivführer (VPHL) umbenannt[8]. Es handelte sich dabei um ausdrücklich staatstragende Beamtenorganisationen, die sich von den entstehenden gewerkschaftlichen Zusammenschlüssen der Arbeiter scharf abgrenzte.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Gewerks…tivf%C3%BChrer

    Selbst der Haus und Hofschreiberling der GDL Balcerowiak sagt: “ Bis Anfang der 1990er Jahre wurden Lokführer verbeamtet und hatten kein Streikrecht. Jetzt sind sie Angestellte und dürfen die Arbeit nierderlegen.“ http://www.wiwo.de/blogs/Train-Spott…ll#comment-165

    Also Berufsverband für Lokführer meinetwegen, aber Gewerkschaftsbewegung, niemals! Da ist selbst die Vereinigung Cockpit bescheidener, obwohl sie größere Erfolge hat.“Der Verein verfolgt die berufs- und tarifpolitischen Interessen seiner Mitglieder und ist von nahezu allen deutschen Fluggesellschaften als Gewerkschaft, also Tarifpartner für die Piloten anerkannt.“ http://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigung_Cockpit

    Die schwarz, gelb, braune Führungsriege sollte man auch nicht ausser Acht lassen! (Weselsky=CDU, Quitte = FDP und Grünwoldt war in der Schillpartei) http://www.netzwerkit.de/projekte/standpunkt-gruppe/SP-Information/standpunkt-news-24; http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/tw/bahn/standpunkt_6.pdf;

  5. Allerwertester Herr Müller.
    wenn sie das ganze schon Kommentieren, versuchen sie sich mal an die Tatsachen zu halten.
    1,9 % sind 1,9 % in diesem Jahr
    Die 2,5 % Erhöhung sind Gelder die den Mitarbeitern der DB im Jahr 2004 durch das im letzten Jahr ausgelaufene Beschäftigungsbündnis gestrichen wurden und das sie nun durch das mit der EVG verlängerte Beschäftigungsbündnis zurückerhalten. Die Bahner verzichteten damals auf 5,5 %.
    Hätte die EVG diesen Abschluss nicht gemacht, hätte die Bahn im nächsten Jahr den Kollegen 5% allein dadurch mehr in die Lohntüte stopfen müssen und das bei einer 38 Stunden Woche.

    Also hat die EVG zugunsten des neuen Beschäftigungsbündnis auf 2,5 % ab 2012 und eine Stunde Wochenarbeitszeit verzichtet.
    … und das bei einem Arbeitskräftemangel an allen Ecken und Enden.
    Die 500 Euro Einmalzahlung setzten sich zusammen, aus 300 Euro unternehmensbeteiligung und 200 Euro für die Abgeltung der zu erwrtenden Lohnerhöhung, also 200 Euro für 7 Monate.
    Die Unternehmensbeteiligung hätten die Mitarbeiter sowieso erhalten.
    Kennt jemand Betriebe in denen sich ständig Menschen in die Gleise stellen um sich überfahren zu lassen ??
    Glaubt jemand das dieses nicht auch starke Psychische Probleme aufwirft und das es Kollegen gibt die damit nicht fertig werden ?
    Auf die Kommentierung alles anderen verzichte ich mal, da man merkt welcher Gewerkschaft sie angehören, und ich mich nicht auf dieses Niveau ( Hansen lässt grüßen ) begeben möchte.

  6. Ich finde es einfach schade, das gerade im Bereich der Bahn immer wieder der Kunde und Fahrgast unter den Streiks zu leiden hat. Schieben sie es nicht auf die Bahn die es angeblich „billigend in Kauf nimmt“.
    Nein, es ist eine Gewerkschaft die hier mit allen Mitteln versucht ihre Forderungen durch zu setzen. Wieviel Menschen dadurch verspätet zur Arbeit kommen, wenn überhaupt, dadurch ggfls. Lohnausfall haben, daran denkt man nicht, oder wiegelt es ab. Immer wieder wird der “ kleine Mann“ getroffen und nicht die die es treffen soll.
    Setzt doich die Herren in ihren Büros fest, erst wieder raus lassen wenn es Ergebnisse gibt, bei der Papstwahl schafft man das auch, aber lasst doch die Leute die auf ihren Job angewiesen sind, und den nur mit dem ÖPNV erreichen können auch das Recht den mit den Verkehrsmitteln zu nutzen.
    Meine Herren von der Gewerkschaft… wenn alle unzufriedenen Kunden in Zukunft mit dem PKW zur Arbeit fahren könnte es sein das einige Lokführer, egal welcher Gewerkschaft, nicht mehr gebraucht werden.Nicht immer mit dem Kopf durch die Wand wollen,,,,weniger ist manchmal mehr, und bringt Verständnis in der Bevölkerung…was derzeit für den geplanten Warnstreik garantiert nicht da ist.Von wenigen zufällig vor die KAmeras laufenden die unbedingt ins Fernsehen wollen!!!


  7. Andreas Müller
    20.02.11 um 12:56

    @Hans
    -Stelle also fest, dass 500 Euro kein Geld sind, man sie zumindest nicht im Abschluß berücksichtigen darf, klar der Arbeitgeber zahlt das freiwillig und der GDL doppelt!

    -Stelle des Weiteren fest, dass 0,4% für Struktur, z.B. für Verbesserungen beim ZUS, wo die GDL mit der 3 Minutenregelung den Kollegen Zusatzurlaub abgenommen hat, kein Geld sind.

    -Stelle weiter fest, dass 1% für eine arbeitgeberfinanzierte betr. Altersvorsorge, die die GDL immer eingefordert hat kein Geld ist. Die GDL hat zwar seit 1994 nicht gemerkt, dass es die schon gibt (ZVersTV) aber verbessern könnte man die Regelungen schon.

    – Muss auch feststellen, dass zusätzliche 2,5% für die Nachfolgeregelung des BeSi (Von den 5,5% der Arbeitnehmer bleiben 2,5% im Topf, so dass man 5% der Lohnsumme zur Ausgestaltung hat, 2,5% gibt es zurück also bessere Leitungen für die Hälfte) nichts Wert sind. Frage mich, ob man wirklich der Meinung ist, dass der Schutz vor Tauglichkeitsverlust und die Forderung nach Altersteilzeit on TOP kommen. Selbst die große IGM und die IG Chemie haben dies mit Töpfen und Arbeitnehmerbeteiligung gelöst.

    Ein Wort zum Arbeitskräftemangel: Ja den gibt es und die EVG hat die Verdoppelung der Ausbildungsquote gefordert. Des weiteren gibt es an vielen Stellen externe Einstellungen und wo dies nicht möglich ist gibt es in einzelnen Werken gar die 40 Stundenwoche um die Arbeiten, die ja auch im Sinne der Kundschaft sind abzuarbeiten. Diese Problematik wäre nicht durch das Auslaufen der Beschäftigungssicherung gelöst worden. Das hiese, dass dort wo rationalisiert wird (z.B. Einführung von ESTW oder auch Streckenverluste) die Kollegen auf der Strasse stehen und dort wo Kollegen ihre Tauglichkeit verlieren, der seit 2007 geltende, Schutz vor krankheitsbedingter Kündigung (das geht viel weiter als die Forderung der GDL im BuRa mit betrieblicher Verursachung, weist das mal nach) wegfallen würde.

  8. @Andreas Müller
    Natürlich sind 500 Euro eine Menge Geld
    Doch durch den Tarifabschluß darf man nur die 300 Euro zählen, da der Rest Tarifunabhängiggezahlt wurde.
    Also 200 Euro Einmalzahlung für 7 Monate.
    Der GDL wird dies nicht doppelt bezahlt, da sie diese Einmalzahlung zur Abgeltung für ihre Mitglieder abgelehnt hat.
    Sie erwartet das der zu erwartende Abschluß rückwirkend ab August 2010 gezahlt wird und nicht als abzugeltende Pauschale.
    Im Rahmen der Tarifverhandlungen in 2007 war die Nachfolgeregelung zum ZUS wirklich nicht Wegweisend, aber die Erhöhung der ZUS zeiten werden im Haustarifvertrag (LfTV) mit der DB neu verhandelt.
    Die 1% arbeitgeberfinanzierte betr. Altersvorsorge ist eine feine Sache wurde aber nur auf Verlangen der sogenannten G6 eingeführt, da diese unbedingt einen Tarifabschluß von unter 2% haben wollten, die EVG dies ihren Mitgliedern bei der DB aber wohl kaum hätte verkaufen können.

    ..und natürlich darf man sich fragen ob die Nachfolgeregelung für den Besi wirklich notwendig ist. In meinen Augen ist das nichts weiter als ein Geld- und Arbeitszeitgeschenk an die DB AG.
    Wenn man sich im Betrieb umschaut werden überall händeringend Fachkräfte gesucht.
    Und Nocheinmal: wenn es keine Nachfolgeregelung zum Besi gegeben hätte, würden alle Mitarbeiter zum 01.01.2012 bei einer 38 Stundenwoche 5 % mehr Geld in der Brieftasche haben
    Jetzt bekommen sie zum 01.04.2010 eine 39 Stundenwoche und 2,5 % wieder zurück.
    Im Bundesrahmentarifvertrag der GDL werden nur die Grundsäulen geregelt, der Rest in den sogenannten Haustarifverträgen, bei der Bahn der LfTV.
    Da ich den Tarifvertrag der EVG (Einkommens Verhinderungs Gewerkschaft) leider noch nicht studieren konnte, da dieser zur Zeit noch nicht bekannt gemacht wurde, kann ich mich nur an das hörensagen halten.
    Gehört habe ich also, das in dem Tarifwerk z.b. festgehalten wird das bei einem Übergang von Mitarbeitern von einer Gesellschaft auf die andere diese Übernommen werden KÖNNEN, aber nicht genommen werden MÜSSEN.
    Sollte dies der Fall sein, ist der Tarifvertrag noch nicht einmal das Papier wert auf dem er steht, denn eine Absichtserklärung muss ich nicht ausgestalten, wenn es mir als Arbeitgeber nicht in den Kram passt.
    Gleichfalls sind die 6,5% Unterschied zum TV der Bahn nicht tragbar.
    Ebenso kann das Tarifwerk der EVG nicht für die Lokführer der privaten Eisenbahngesellschaften gelten, da die EVG keine Tarifhoheit für die dort arbeitenden Lokführer hat, dies aber nach eigenen Angaben durchsetzen will.
    Warum also sollte die GDL einen solchen Tarifvertrag mit unterstützen und übernehmen.
    Übrigens hat die EVG schon dem Arbeitgeber mit Aufkündigung ihres grade erst abgeschlossenen Jahrhundertwerkes gedroht, sollte die GDL einen besseren Tarifabschluß erzielen.
    Dies ist absolut Kontraproduktiv und eindeutig gegen die Arbeitnehmer gerichtet, nur um seine Gewerkschaftspolitischen Machtspielchen zu treiben.

    @ Kunde
    Natürlich ist es mehr als unangenehm in eine tarifliche Auseinandersetzung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern zu gelangen.
    Glauben sie ruhig das kein Arbeitnehmer der Bahn gerne streikt.
    Wir würden auch lieber die Herren der Chefetage in ihren Räumen einsperren als unsere Fahrgäste zu belästigen, aber dies dürfen wir leider nicht.
    Vom Gesetzgeber vorgesehen ist der Streik immer als letztes Mittel der Gewerkschaften vorgesehen, und nach 8 monatigen Sondierungsgesprächen und Tarifverhandlungen wurden diese abgebrochen, weil man nach anfänglich sehr aussichtsreichen Gesprächen und Tarifentwürfen, der GDL praktisch diktieren wollte, was sie darf und was nicht.
    Auch die EVG hat im letzten Jahr einen sogenannten Warnstreik durchgeführt, bei den sogar ihr Arbeitgeber behilflich war, und die streikbereiten Mitglieder zu ihren Versammlungsorten fuhr.
    Merkwürdig das sich niemand über diesen völlig sinnfreien Warnstreik aufgeregt hat.
    Wenn es auf dem Verhandlungswege eine Lösung zu einem Tarifabschluß gegeben hätte, so würde kein Lokführer in den Ausstand treten.


  9. Andreas Müller
    20.02.11 um 22:27

    @Hans

    Sind die 200 Euro Einmalzahlung kein Geld? Dürfen die nicht gerechnet werden? Sind doch tariflich geregelt, oder? Vielleicht hat der Titel etwas mit den Beamten zu tun, denen man Leistungsbestandteile über die Anrechnungsrichtlinie zusätzlich zahlbar machen kann.

    Ja über den ZUS muss verhandelt werden, ist ech negativ für die Betroffenen. Zählt natürlich nicht im Ergebnis, das macht man nebenbei?

    Sehe sie waren bei den Verhandlungen dabei, da sie wissen, dass die 1% für betriebliche Altersversorgung durch die G6 gefordert wurden. Natürlich steht der Abschluß im Zusammenhang mit den Verhandlungen zum BranchenTV, dass aber die G6 etwas von der DBAG gefordert haben, ist mir neu. Ich war nämlich dabei, auch in der Schlichtung! Vielleicht hat man hier eigene Forderungen gehabt und auch eine Brücke zu den Forderungen der GDL bauen wollen.

    Richtig ist, das der BranchenTV keinen zwingende Personalübernahme vorsieht. Weil dies auch gar nicht geht. Wie will man eine neue Gesellschaft ohne Personal und Tarifvertrag zwingen Personal zu übernehmen. Das geht nur über die Aufgabenträger und die EU Richtlinie 1370/2007. Im BranchenTV ist aber die Anerkennung der Branchenzugehörigkeitszeiten geregelt. Stellen sie sich mal vor jemand wechselt von VW zu BMW und es werden ihm die Vorzeiten anerkannt!

    Ja, WENN es keine Nachfolge des BeschäftigungssicherungTV gibt gibt es 5,5% zurück 2,5% Geld und eine Stunde Arbeitszeit und ein Tag Urlaub. Allerdings hat die EVG Forderungen zur Nachfolgeregelung und auch die GDL hat dazu Forderungen (Teil F des LfTV mit Tauglichkeitsverlust etc) Glaubt da irgendjemand, dass es das umsonst gibt? Allerdings wurde erreicht, dass die DBAG zu dem Arbeitnehmeranteil von 2,5%das gleich drauflegt. Es stehen also für die geforderten Regelungen 5% im Topf.

    Zum Abstand: Erstens sind es keine 6,5% im Gehalt, sondern 6,25% im Volumen beim LF Einstieg rechnerisch, das sieht bei einem LF mit 4 Jahren Berufserfahrung schon anders aus. Die Gehaltstabellen sind identisch mit denen bei DB Regio in der Anfangsstufe. Ausserdem ist dies was völlig normales. Es gibt den FlächenTV Metall- und Elektroindustrie und es gibt VW, BMW und und und. Bei der Bahn gibt es den BranchenTV und es gibt metronom, BOB, DBRegio und und und

    Wieso kann der EVG Tarif nicht bei den Privaten gelten. Erstens haben wir viele LF organisiert, zweiten gibt es Tarifpluralität. Warum kämpft die GDL für Tarifpluralität, wenn es drauf ankommt, fordert sie die Alleinzuständigkeit für LF ein. Irgendwie verstehe ich das nicht.

    Um Machtspielchen geht es nicht. Ich bin mir sicher, dass wir gemeinsam ein besseres Ergebnis erzielt hätten undimmer noch die Mehrheit der LF bei der GDL organisiert wären. Es hat zig Gespräche und Einladungen gegeben, die alle ignoriert wurden, das war die Entscheidung der GDL Führung, die wie immer wartet, bis die anderen fertig sind, um dann einen drauf zu setzen. Bitte, versuchen soll sie es! Verständnis habe ich dafür keines. Das schwächt am Ende alle.

  10. An die Herren Lokomotivführer unter den Kommentatoren. Ich finde es toll, dass ihr zughalt.de zu Eurer Lektüre gemacht habt und auch dass ihr die Meldungen aus Eurer Sicht kommentiert.

    Dies ist aber kein Diskussionsforum für Lokführer, sondern ein Eisenbahnjournal für alle interessierten Bürger. Für Eure internen Diskussionen, welche Gewerkschaft nun die bessere sei, stehen Euch entsprechende Mitgliederforen, zum Beispiel das Bahnerforum zur Verfügung.

    Vielen Dank für Euer Verständnis!

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