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GDL-Streik dauert heute (25.2.) von 8.30 bis 11.30

25.02.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hat ihre Mitglieder sowohl bei der Deutschen Bahn als auch bei den sechs großen Privatbahnkonzernen Abellio, Arriva Deutschland, Benex, der Hessichen Landesbahn, Keolis und Veolia Verkehr dazu aufgerufen, zwischen 8.30 und 11.30 die Arbeit niederzulegen.

Infolge dessen kommt es bundesweit im Fern- und insbesondere Regionalverkehr zu Verspätungen und Zugausfällen. Die Nachwirkungen werden bis in den Nachmittag andauern. Die Gewerkschaft fordert die Einführung eines Flächentarifvertrages. Bereits am vergangenen Dienstag kam es zu Ausständen.

Derzeit wird eine Urabstimmung über unbegrenzte Streiks vorbereitet. Es ist davon auszugehen, dass der Konflikt noch mehrere Wochen oder gar Monate dauern wird, in denen es immer wieder zu Arbeitsniederlegungen kommen wird, die im Verlauf der Auseinandersetzung immer länger werden dürften.

7 Responses


  1. Armin Gärtner
    25.02.11 um 11:13

    Bedauerlicherweise wird diese Auseinandersetzung auf dem Rücken der Fahrgäste ausgetragen. Derartig kurzfristige Streiks werden sämtliche Planungen von Reisenden über den Haufen.
    Ich habe ja durchaus Verständnis für die Interessen der GDL. Aber warum kann man nicht Streiks mittelfristig ankündigen, so dass sich die Reisenden wie auch ich darauf einstellen können? Es fallen Züge aus, wodurch die Bahnen unter Druck gesetzt werden. Zum anderen können die Bahnen zumindest einen verläßlichen Notfallfahrplan erstellen, damit diejenigen, die unabdingbar auf die Bahn angewiesen sind, wenigsten eine Möglichkeit haben, zu fahren.
    Ich habe jetzt begonnen, alle meine geplanten Bahn-Reisetermine im März auf Flugverbindungen umzustellen, da ich verläßliche Verbindungen benötige.
    Wenn diese Form der Auseinandersetzung anhält, schaden sich letztendlich die Bahnen und die GDL.

  2. @ARMIN G.

    Ich denke dadurch werden kurzfristige umplanungen in der Disposition vermieden, um ein abschwächen der Streik auswirkungen zu verhindern. Ich denke das ist auch erstmal besser so, mit man sieht wie stark doch solche Spartengewerkschaften sind.

    Ich denke sollten die Arbeitgeber weiter eine solche Verweigerungstaktik fahren, wird es schon bald zu dauer Streiks kommen. Ergo es wird wieder zu Notfahrplänen kommen, also ein stark ausgedünter normal Fahrplan, was wiederum besser für die Kunden ist, da so wenigstens regelmäßige Zugfahrten statt finden (Stündlich bis zwei Stündlich). Ausser an Orten wo die GDL zu 100% organisiert ist, dort wird wahrscheinlich dann nichts mehr rollen. Ich meine gelesen zu haben, das dass schon ab dem 7 März soweit sein kann.

  3. Ich stimme dem Vorredner hier zu. Streiks sind eine Sache. So kurzfristig was anderes. Ich wurde heute morgen vom Streik überrascht. Vielen vielen Dank GDL. Ich freue mich schon auf März und April, wenn ich auf viele FV-Verbindungen angewiesen bin. Ab Mai kann ich dann erst ENDgültig auf die Bahn verzichten, bis das Klima sich zwischen den Parteien wieder gemäßigt hat.


  4. Beobachter
    25.02.11 um 18:28

    Ich habe mich heute mal am Düsseldorfer Hauptbahnhof umgesehen. Außer ein paar an den Bahnsteigen abgestellten Zügen rollte der Verkehr, wenn auch mit teilweise großen Verspätungen. Auch einzelne S-Bahnen fuhren.

    Wenn das die Stärke einer Spartengewerkschaft ist, kann ich nur noch müde lächeln.

    Wie ich zum Bahnhof gekommen bin? Nicht mit dem Zug ;)

  5. @Sascha

    Hast du keine Nachrichten um 20:15 Uhr geschaut ? Seit 18:30 Uhr wurde schon in den Medien davon berichtet.

    @Beobachter
    Das muss nichts heißen. Die Gewerkschaft hatte ja kein Schwerpunkt im Rhein-Ruhr Gebiet gesetzt sondern im Rhein-Main. Ausserdem gibt es noch viele verbeamtete Lokführer und einige die in der EVG organisiert sind. Die dürfen natürlich nicht streiken, nicht mal wenn sie jetzt übertreten würden denke ich.

    Es wird halt anders aussehen wenn die Urabstimmung bei denen durch ist und der Dauerstreik kommt. Ich denke es wird dann noch alles einigermaßen, nach einem Notfahrplan, fahren. Aber bestimmt nicht lange. Irgendwann müssen die, die noch fahren, ja auch mal frei machen. Wir werden sehen wie sich das weiter entwickelt. Ich gehe davon aus, dass die Arbeitgeber das Spiel weiter auf dem Rücken der Fahrgäste ausspielen werden.


  6. Günter Schmidt
    25.02.11 um 21:14

    Ich zitiere von der GDL Website:

    „Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ruft die Lokomotivführer am 25. Februar 2011 von 8.30 bis 11.30 Uhr zu einem weiteren bundesweiten Arbeitskampf auf.“

    und weiter

    „Die GDL hatte deshalb am heutigen Tag bewusst diesen Zeitraum gewählt, um sowohl Berufspendler nicht zu beeinträchtigen, als auch den Wochenendpendlern ab Mittag einen funktionsfähigen Eisenbahnverkehr zu gewährleisten.“

    Dass sind ja richtige Menschenfreunde. Drücken um 11:30 auf
    den roten Knopf und alles läuft wieder im Plan.

  7. @Joschi2x Ich habe keine 20:15-Nachrichten geschaut. Die schaue ich nie. Ich informiere mich ausschließlich über das Internet, allenfalls über den Videotext. Allerdings nicht zwingend um 20 Uhr, manchmal auch 3-4 Stunden eher, wenn dann die letzte Möglichkeit dazu ist. Ich bin nicht immer abends zu Hause, vor dem Fernseher zu sitzen, sondern beschäftigt. So ist das halt …

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