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DB AG zieht positive Lärmsanierungs-Bilanz 2010

10.02.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Deutsche Bahn hat bei ihren Bemühungen zur Lärmminderung im abgelaufenen Jahr gute Fortschritte gemacht. Insgesamt wurden auf einer Länge von 53 Kilometern Schallschutzwände aufgestellt und rund dreitausend Wohneinheiten erhielten eine Lärmdämmung. Auch im neuen Jahr soll s damit weitergehen, 2011 ist der Bau von 55 Kilometern weiterer Schallschutzwände vorgesehen.

Im Rahmen des 1999 aufgelegten Programmes „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“ soll der gesamte Schienenverkehrslärm zwischen 2000 und 2020 halbiert werden. Von den rund 3.400 Streckenkilometern, die in das Lärmsanierungsprogramm aufgenommen wurden, ist rund ein Viertel saniert. Insgesamt sind in den vergangenen Jahren 332 Kilometer Schallschutzwände gebaut und über 43.800 Wohnungen mit Schallschutzfenstern ausgerüstet worden.

2010 lagen die Schwerpunkte der Lärmschutzmaßnahmen in Hamburg, Bremen und Bremerhaven, in Niedersachsen in Bad Bevensen und Hannoversch-Münden, in den nordrhein-westfälischen Städten Köln, Münster und Neuss, in Rheinland-Pfalz an der Moselstrecke, in Bodenheim und Ludwigshafen, in Hessen in Mainz-Kostheim, in Baden-Württemberg in Freiburg(Breisgau) und im Filstal sowie in Bayern am Eisenbahnknoten Rosenheim und u. a. in Neustadt/Aisch und in Feucht.

Parallel zum ohnehin laufenden Programm, aus dem der Bund jährlich hundert Millionen Euro bereitstellt, gibt es zwischen 2009 und 2011 zusätzlich im Rahmen des Konjunkturprogrammes 2 noch einmal hundert Millionen Euro für die Erprobung innovative Technologien in Lärm- und Erschütterungsschutz am Fahrweg.

Oliver Kraft, Vorstandsvorsitzender der DB Netz AG: „Mit den Mitteln aus dem Konjunkturprogramm II der Bundesregierung haben wir die bisher einmalige Chance, innovative Technologien zur Lärmminderung auf die Praxistauglichkeit zu testen. Insbesondere geht es darum, in Zukunft neben Lärmschutzwänden unser Portfolio an effektiven Maßnahmen direkt an der Infrastruktur zu erweitern und so in Sachen Lärmschutz einen weiteren Schritt voranzukommen.“

Im Rahmen des Programms werden deutschlandweit 14 neue Technologien in über hundert Einzelmaßnahmen geplant und teilweise bereits umgesetzt. Der Fokus des Programms lag hierbei auf Strecken für den Güterverkehr, wie zum Beispiel dem Mittelrheintal. So wurden hier z.B. über zwanzig Kilometer Gleise mit Schienstegdämpfern ausgerüstet.

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