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Bahnlärm rund um Leipzig soll reduziert werden

11.02.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Der Schienenlärm rund um Leipzig soll reduziert werden. Zu diesem Zweck werden auf mehreren, insgesamt acht Kilometer langen Streckenabschnitten moderne Techniken zur Lärmreduzierung erprobt. 2011 investiert die Deutsche Bahn rund sechs Millionen Euro aus dem Konjunkturprogramm 2 der Bundesregierung. Den Anfang machen Schienenstegdämpfer auf dem Güterring.

Auf dem Leipziger Güterring werden insgesamt fünf Kilometer in den Bereichen Leipzig-Wahren, Leipzig-Engelsdorf Schkeuditz mit derartigen Dämpfern ausgerüstet. Konkret profitieren die Bereiche Bahnhof Leipzig-Wahren, Wahrener Viadukt sowie die Strecken von Leipzig-Mockau nach Leipzig-Thekla und von Leipzig-Schönefeld nach Engelsdorf.

In Schkeuditz erhält rund ein Kilometer Bahnstrecke entlang der Oststraße und im Ortsteil Papitz Schienenstegbedämpfer. Auf zwei Kilometern Bahnstrecke der Waldbahn will die Deutsche Bahn eine sogenannte Schienenstegbeschäumung zur Lärmreduzierung vornehmen. Das betrifft in Markkleeberg die Strecke zwischen Equipagenweg und Rathausstraße sowie in Leipzig-Großzschocher den Abschnitt entlang der Küchenholzallee

Bei den geplanten Schienenstegdämpfern handelt es sich um mit Kunststoff ummantelte Resonanzkörper, die in kurzen Abständen direkt an beiden Seiten des Schienenstegs montiert werden. Dieses Masse-Feder-System dämpft künftig die Schwingungen des Gleises, die bei der Überfahrt durch den Zug entstehen.

Auf diese Weise soll das abgestrahlte Rollgeräusch reduziert und der subjektiv wahrgenommene Lärm vermindert werden. Bei der Schienenstegbeschäumung wird eine schaumartige Masse direkt am Schienensteg aufgebracht, welche sich mit der Schiene verklebt. Dieser Schaum absorbiert Lärm, der durch Schwingungen der Schiene bei der Überfahrt eines Zuges entsteht.

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