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Schweres Zugunglück in Sachsen-Anhalt

30.01.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

In Hordorf in Sachsen-Anhalt kam es in der Nacht von Samstag auf Sonntag (29./30. Januar) zu einem schweren Zugunglück. Ein Güterzug rammte den Harz-Elbe-Express von Magdeburg nach Halberstadt. Ersten Informationen zufolge sind zehn Menschen getötet worden. 18 wurden schwer und 25 leicht verletzt.

Der mit rund vierzig Personen besetzte HEX-Triebzug stürzte auf die Seite und fing Feuer. Der mit Containern beladene Güterzug gehörte dem EVU VPS aus Niedersachsen. Die Unglücksursache wird derzeit noch ermittelt. Die Bundespolizei hat für Angehörige eine Hotline eingerichtet, die über 0391 / 546 14 12 zu erreichen ist. Es gilt der normale Tarif des jeweiligen Telefonanbieters.

Update:

Unter den zehn Toten befinden sich auch der Triebfahrzeugführer und die Zugbegleiterin des HEX-Zuges. Laut Aussage der Polizei befanden sich alle Toten im vorderen Teil des Personenzuges. Außerdem müssen die Triebwagen vor Ort auseinandergebaut werden, da ein Abtransport in ein Werk nicht möglich sein soll.

Das Eisenbahnbundesamt ermittelt zurzeit die Ursache für dieses Unglück und prüft unter andem diverse Sicherheitseinrichtungen. Die Dauer der Streckensperrung ist noch unbekannt.


Hordorf auf einer größeren Karte anzeigen

6 Responses

  1. Eine sehr traurige nächtliche Meldung. Der Harz-Elbe-Expreß ist ein sehr beliebter Zug in der Region Magdeburg-Halberstadt. Erst im Dezember wurde das 5-jährige Bestehen des Harz-Elbe-Expreß gefeiert.
    Möglicherweise gab es allerdings ein Problem mit der Eingleisigkeit der Strecke Magdeburg – Halberstadt?


  2. Nightwish
    30.01.11 um 11:23

    Ich denke, wir sollten hier erst gar nicht anfangen, Vermutungen aufzustellen!

    Spekulieren kann man jetzt viel, aber man sollte vielleicht abwarten bis die Ermittlungen abgeschlossen sind und die Ursache wirklich feststeht!

    Mein Beileid an die Familien, Freunde und Angehörigen der Opfer!

  3. @ Wolfgang

    Ich kann hinzufügen das nach mir vorliegenden Informationen es wohl so ist das die an der Strecke befindlichen Signal-technischen Anlagen zum teil noch aus dem 19. Jahrhundert stammen und daher nicht über über den heutigen standert verfügen das veralterte Signaltechnik zu unfällen führen kann das konnten wir letztes Jahr erfahren (Berlin Karow)

    Hier mal ein par Links zu Informativen Videos:
    http://www.youtube.com/watch?v=UkpC4_Eltik
    http://www.youtube.com/watch?v=OYJ1t2_nKXY&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=xfRkb6xo6bs&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=wM91p7ubT0I&feature=related

    Video 2 Teile: http://www.youtube.com/watch?v=Nj2jYuv3HMI
    http://www.youtube.com/watch?v=bd2FSxGi6TI&feature=related
    http://www.youtube.com/watch?v=dXVgj0QE-eI&feature=related
    und noch viel mehr daher nur eine kleine Auswahl

  4. Nach meinen Informationen sollte der Güterzug auf einem Ausweichgleis den HEX auf der eingleisigen Strecke passieren lassen. Allerdings ist der Güterzug aus bisher nicht bekannten Gründen weiter auf das eingleisige Streckengleis gefahren.

    Laut den Karten aus den Schienennutzungsbedingungen der DB Netz verfügt die Strecke über das Zugsicherungssystem PZB, dass unter normalen Bedingungen eine Zwangsbremsung beim Überfahren eines Halt zeigenden Signals auslöst. Allerdings sind die nötigen Komponenten auf den bisher gezeigten Bildern an den betroffenen Signalen nicht zu sehen. Gerade auf Strecken in Ostdeutschland ist die Sicherheitseinrichtung vielerorts nicht vorhanden. Im Westen ist die Einrichtung bis auf einige Nebenstrecken fast schon Standard.


  5. I.Gerhardt
    30.01.11 um 17:24

    He’Syld,lerne erst einmal richtig schreiben und dann warten wir ab,was die Ermittlungen der Fachleute ergeben.
    Schlau-mätze wie dich,gibt es leider viele!!!


  6. Niklas Luerßen
    30.01.11 um 21:58

    Ich kann jedenfalls bestätigen, daß es mindestens auf dem Streckenabschnitt Nienhagen (e) – Osterweddingen (a) keine PZB-Magnete gibt, jedenfalls nicht flächendeckend. Diese sollte erst in einigen Monaten ausgerüstet werden, wenn die Strecke auf 120 km/h ausgebaut wird.

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