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S-Bahn Berlin weitet Verkehr wieder aus

06.01.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die S-Bahn Berlin, die bereits zwei Weltkriege und die Teilung Deutschlands überstanden hat, befand sich auf dem schlimmsten Tiefpunkt in ihrer Geschichte. Seit dem 2. Januar mussten aufgrund fehlender Fahrzeuge ganze Ortsteile vom öffentlichen Verkehr abgehängt werden. Seit heute sind Henningsdorf, Wartenberg und Strausberg Nord wieder über die Schiene zu erreichen.

Die S25 fährt wieder durchgehend alle zwanzig Minuten von Hennigsdorf nach Teltow Stadt. Die Züge der Linie S5 verkehren weiterhin im Zwanzigminutentakt bis Strausberg und wieder regulär alle vierzig Minuten bis Strausberg Nord. Die Linie S75 kommt wieder auf ihrem gesamten Laufweg zwischen Wartenberg und Spandau zum Einsatz und bietet einen Zwanzigminutentakt an.

Die Ringbahn-Linien S41/S42 fahren weiterhin ganztägig im Zehnminutentakt. Ein solcher wird auf auf Teilabschnitten anderer Linien angeboten: Dies gilt ab sofort für die Linie S1 zwischen Zehlendorf und Frohnau sowie weiterhin für die S3 zwischen Friedrichshagen und Ostbahnhof. Die Linie S5 verkehrt während der Hauptverkehrszeiten zwischen Hoppegarten / Mahlsdorf und Charlottenburg ebenfalls alle zehn Minuten. Die übrigen Linien fahren im Zwanzigminutentakt.

Die S-Bahn arbeitet weiterhin intensiv daran, möglichst viele Fahrzeuge zurück in den Betrieb zu holen. Die Ergänzungsverkehre von DB Regio auf der RB 10 zwischen Spandau und Charlottenburg, ab 13. Januar auf der RB 13 zwischen Spandau und Berlin Hauptbahnhof sowie bei der Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) zwischen Basdorf und Berlin Gesundbrunnen bleiben in jedem Fall bis Ende Januar bestehen.

3 Responses

  1. Die S5 fährt schon immer nur im 20-Minuten-Takt nach Strausberg (davon alle 40 Minuten nach SRB Nord), weil man es nicht für nötig hält das Schienennetz hinter Hoppegarten zu erweitern.

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  3. Jürgen E.
    06.01.11 um 19:16

    Die S-Bahn Berlin, die bereits zwei Weltkriege und die Teilung Deutschlands überstanden hat, befand sich auf dem schlimmsten Tiefpunkt in ihrer Geschichte.

    Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Der S-Bahn Verkehr wurde erst zwölf Tage vor der bedingunslosen Kapitulation des Nazireiches eingestellt, weil die Stromversorgung unterbrochen war. Da standen schon längst sowjetische Truppen auf Berliner Stadtgebiet und große Teile der Stadt waren duch britische und amerikanische Bomberverbände zerstört.

    Ist also jede Schneeflocke ein Bombenvolltreffer für die Berliner S-Bahn?

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