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S-Bahn Berlin: Neue Einschränkungen und geplante Gewinne

15.01.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Das sieht alles nicht gut ausVom übernächsten Montag (24. Januar) an, wird die S-Bahn Berlin nach einem gesonderten „Winterfahrplan“ fahren. Man ahnt es bereits: Es gibt weitere Verschlechterungen. Die Höchstgeschwindigkeit wird im gesamten Netz auf 60km/h herabgesetzt. Dieser soll zunächst bis zum 27. Februar gelten. Detaillierte Fahrplandaten stehen vom kommenden Mittwoch an zur Verfügung.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) teilten bereits mit, dass sie nicht in der Lage sind, ihre Linien auf die geänderten Fahrpläne der S-Bahn anzupassen. Aufgrund des enormen Aufwandes und der relativ geringen Laufzeit des neuerlichen Sonderfahrplans wird sich im kommunalen ÖPNV nichts ändern.

Die Deutsche Bahn kündigt darüber hinaus an, dass es neuerliche Entschuldigungsregelungen für die Fahrgäste geben wird. Wie die genau aussehen ist momentan noch nicht bekannt. Anders als im Berliner Lokalradio vermeldet stehen diese Regelungen derzeit noch nicht fest.

Passend dazu vermeldet der Berliner Tagesspiegel in seiner Ausgabe vom 15. Januar, dass die Deutsche Bahn schon in naher Zukunft wieder Gewinne mit der S-Bahn einfahren möchte. 2008, vor dem Ausbruch der Krise, hat das Unternehmen knapp 60 Millionen Euro an den Mutterkonzern überwiesen.

Vor dem Beginn des jüngsten Winterchaos ging man, so der Tagesspiegel, davon aus, dass in den Jahren 2013 bis 2015 noch einmal jeweils rund 60 Millionen Euro an die Deutsche Bahn abgeführt werden können. Inwiefern diese Pläne noch haltbar sind ist jedoch fraglich. Nichtsdestotrotz steht zu befürchten, dass die Ursachen für die seit Jahren andauernde Problematik damit nicht behoben werden.

Bild: Andreas Steinhoff

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