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Rheintalbahn: VCD fordert Neustart der Planungen

20.01.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Angesichts der Tatsache, dass das Regierungspräsidium Freiburg die Planungen der Deutschen Bahn zur Neu- und Ausbaustrecke Karlsruhe – Basel stoppen will, nutzt der Verkehrsclub Deutschland e.V., um einen Neubeginn der Trassierung zu prüfen. Hintergrund ist dass die Behörde bestimmte Streckenabschnitte im Bereich Offenburg nicht genehmigen möchte.

Matthias Lieb, Landesvorsitzender des VCD Baden-Württemberg: „„Bund, Land und Bahn müssen sich erklären, was im Rheintal verkehrspolitisch tatsächlich notwendig ist.Derzeit wird zwischen Karlsruhe und Basel eine ICE-Schnellfahrstrecke geplant, tatsächlich boomt aber der Güterverkehr.“ Auch die Schweiz erwartet den raschen Ausbau der Rheintalbahn, um endlich mehr Güter auf die Schiene zu verlagern.“

Matthias Lieb: „Die Bahn sollte den Zwangsstopp ihrer Fehlplanung als Chance begreifen,um endlich die Gemeinden und Bürgerinitiativen entlang der Strecke mit ins Boot zu holen.“ Mehrheitlich sprechen sich die Bürger im Rheintal für eine Trasse parallel zur Autobahn aus. Aus VCD-Sicht wäre die DB gut beraten, auf diese Alternative umzuschwenken. „Letztendlich ist ein Bahnprojekt, das von den Bürgern akzeptiert wird,auch schneller realisierbar“, stellt Matthias Lieb fest und verweist auf die Dauerproteste bei Stuttgart 21.

„Auch in Offenburg sollten neue Gleisstrecken entlang der Autobahn gebaut werdena nstatt der von städtischer Seite geforderten teuren Tunnellösung“, so Lieb. Bereits in der Vergangenheit seien Alternativplanungen geprüft worden, die die DB seinerzeit als „zu teuer“ abgelehnt habe. Allerdings geht man beim VCD davon aus, dass das Kosten-Nutzen-Verhältnis heute besser sein könnte.

2 Responses


  1. nevermore
    21.01.11 um 19:30

    Wie ist das mit der Zuständigkeit jetzt? Die Bahn behauptete doch, Freiburg sei gar nicht zuständig, sondern das EBA? Weswegen wurden dann die Pläne nach Freiburg eingereicht?


  2. Niklas Luerßen
    22.01.11 um 14:04

    Das RP Freiburg hat im Auftrag des EBA die Planfeststellung durchgeführt.

    Ich vermute aber mal, daß die jetzige Entscheidung einigen Politikern in Offenburg/Ortenau ganz gut in den Kram passen würde. Mehrfach hatten einige von denen die Befürchtung geäußert, daß mit einer Umfahrungsstrecke Offenburg vom ICE-Verkehr abgehangen würde (analog Stendal, wo eine solche Umfahrung existiert und wo die Stadt nur in extremster Tagesrandlage vom ICE angefahren wird).

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