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Nach Winterchaos: CDU-Fischer fordert Investitionen

24.01.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Nach dem vergangenen Winterchaos kurz vor Weihnachten kam es in der letzten Woche im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages zu einer Aussprache. Danach lobte der verkehrspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Dirk Fischer, die Deutsche Bahn. Chaos und Zusammenbrüche habe es schließlich auch bei anderen Verkehrsträgern gegeben, nicht nur auf der Eisenbahn.

Fischer: „Flüge wurden zu tausenden storniert oder waren verspätet. LKWs standen auf den Autobahnen quer. In der Binnenschifffahrt waren Schleusen vereist und Kanäle unpassierbar. Die Bahn war neben ihren bereits bestehenden Problemen ebenfalls durch den harten Winter belastet und musste zudem eine halbe Million zusätzlicher Fahrgäste aufnehmen. Diese Situation hat sie unter den gegebenen Bedingungen gut gemeistert – und zwar ohne nennenswerte Unfälle.“

Angesichts der Erfahrungen forderte der CDU-Politiker staatliche Investitionen in alle Verkehrsträger. Fischer: „Eine maximale Prävention vor schwierigen Verhältnissen ist zwar nicht finanzierbar. Aber wir müssen in diesem Ausschuss immer wieder diskutieren, wie wir den Verkehr in Deutschland auch unter extremen Wetterbedingungen sicherer und verlässlicher machen können. Die Winterreifenpflicht für PKW war dabei schon ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.“

Fischer fordert aber, anders als Oppositionspolitiker, nicht auf ein Verzicht der Bahndividende. Er stellt auch das Vorhaben nicht in Frage, das Geld allgemein dem Bundeshaushalt zuzuführen statt es für Investitionen in den Verkehrsträger Schiene zu nutzen.

4 Responses

  1. ich habe von mindestens zwei Unfällen gehört, bei denen Gleisarbeiter beim enteisen von fahrenden Zügen erfasst wurden (einmal S-Bahn Berlin, einmal anderswo). Soweit ich weiß gab es auch Tote. Skandalös, wenn ein verkehrspolitischer Sprecher (noch dazu der leider größten Fraktion des Bundestages) von diesen Fällen nicht weiß, oder sie für nicht nennenswert hält.


  2. Steuerzahler
    24.01.11 um 19:24

    Danach lobte der verkehrspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Dirk Fischer, die Deutsche Bahn. Chaos und Zusammenbrüche habe es schließlich auch bei anderen Verkehrsträgern gegeben, nicht nur auf der Eisenbahn.

    Die Behinderungen im Flugverkehr waren zwar groß, aber von tausenden ausgefallener Flüge habe ich nichts gehört. Auch auf den Straßen war es nicht so schlimm, wie es Herr Fischer darstellt. Meine Kollegen und ich waren Tag für Tag und Nacht für Nacht auf den Straßen unterwegs und es gab kaum größere Verzögerungen (die A45 sollte man aber bei jedem Schneefall meiden).

  3. Und ganz nebenbei sollte die Schiene weniger Winteranfällig sein als Fluege und Straßen.


  4. Jürgen E.
    24.01.11 um 21:59

    Und ganz nebenbei sollte die Schiene weniger Winteranfällig sein als Fluege und Straßen.

    Warum? Auf die Gleise fällt genau so viel Schnee, wie auf die Straßen und Landebahnen.

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