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Metronom mit erster Winterbilanz

20.01.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Die Metronom Eisenbahngesellschaft zieht eine erste Zwischenbilanz des laufenden Winters. Das Unternehmen bedauert die Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste sehr – allerdings habe man aus dem letzten Winter auch gelernt. Strecken, auf denen Metronomzüge nicht mit  Fernzügen der Deutschen Bahn zusammentreffen, seien zuverlässiger bedient worden.

Eine Unternehmenssprecherin teilte mit, dass zum Winterbeginn große Mengen Enteisungsmittel in den Werkstätten und Zügen bereitgestellt worden sei. Dadurch konnte die Betriebsfähigkeit zugefrorener Türen kurzfristig wieder gewährleistet werden. Verhindern Vereisungen ein vollständiges Schließen der Türen, darf eine Abfahrt des Zuges aus Sicherheitsgründen nicht erfolgen.

Täglich fahren mehr als dreißig metronom-Züge im gesamten Streckennetz, die größtenteils manuell von enormen Eisblöcken befreit werden mussten. Nicht alle Züge könnten in der beheizten Werkstatthalle abgetaut werden, da dieser Vorgang aufgrund der umfassenden Vereisungen bis zu acht Stunden dauere und die Züge am Tage im regulären Betrieb benötigt würden. Dennoch habe es zwar Verspätungen, aber kaum Zugausfälle gegeben. „Wir sind durchgehend gefahren“, so das Unternehmen.

Die neuen Fahrscheinverkaufsautomaten der Metronom Eisenbahngesellschaft werden erst Ende Januar in Betrieb genommen. Beim Aufbau dürfe der Untergrund nicht zugefroren sein. Nur bei Plusgraden könnten die Dichtungen vollständig aushärten. Für den Übergangszeitraum hat metronom eine Kooperation mit DB Vertrieb geschlossen und so sicher gestellt, dass an allen Haltepunkten im metronom-Streckengebiet Fahrkarten erworben werden können.

Zudem habe es Beschwerden über fehlende Ansagen an den Bahnhöfen und vereiste Bahnsteige gegeben. „Diese nehmen wir gern auf und geben sie an die hierfür zuständige DB Station & Service weiter“, so eine Mitarbeiterin. Bei der Vielzahl an Fahrplanabweichungen habe der Informationsfluss nicht immer ausreichend funktioniert. „Wir bemühen uns, die Kommunikation zwischen der DB und metronom künftig im Sinne des Fahrgastes weiter zu optimieren.“

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