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In den mitteldeutschen Bundesländern kommt es zu massiven Ausfällen im Nahverkehr

04.01.11 (Allgemein) Autor:Sven Steinke

Aufgrund von zu knappen Wartungskapazitäten und dem witterungsbedingten Auftreten eines erhöhten Wartungsbedarfes, kommt es derzeit bei der DB Regio Südost zu Engpässen in den Werkstätten. Da derzeit nicht ausreichend betriebsfähige Fahrzeuge zur Verfügung stehen, kommt es auf einigen Linien in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu Behinderungen. Ein Teil der Linien entfällt ganz.

In Sachsen entfallen Verbindungen auf den Abschnitten Leipzig – Hoyerswerda, Dresden – Hoyerswerda und auf den Abschnitten Dresden – Coswig, Dresden – Zwickau teilweise. Außerdem müssen sich Reisende der S-Bahn Dresden auf Problemen in den Abschnitten Meißen – Schöna und Dresden – Freiberg einstellen.

In Sachsen-Anhalt wird die Regionalbahn zwischen Stendal und Tangermünde durch Busse ersetzt. Auf den Strecken Magdeburg – Halle und Lutherstadt Wittenberg – Magdeburg kommt es zu Einschränkungen.

In Thüringen kommt es auf der Strecke Kranichfeld – Weimar zu Zugausfällen und Verspätungen aufgrund einer defekten Weiche in Holzhausen.

Auf den aufgeführten Strecken müssen Fahrgäste teilweise auf spätere Verbindungen ausweichen bzw. Ersatzbusse nutzen. Fahrgäste sollten sich vor Fahrtantritt im Internet oder unter der kostenfreien Service-Telefonnummer (0800) – 996633 informieren.

2 Responses


  1. Kaeptnplauen
    05.01.11 um 14:05

    Auch in Südwestsachsen herrschen zum teil chaotische Zustände. So ging zwischen Hof und Plauen auf 49 km nichts mehr weil nur noch eines der beiden Gleise wegen Schienenbrüchen und ausgefallener Weichen befahrbar war. So geschehen am heiligen Abend und wieder am 4.Januar in den Mittagsstunden. Der eigentliche Skandal ist aber, dass bei Betriebsstörungen die nun mal vorkommen können, trotz vorhandener Lautsprecher keine Durchsagen gemacht werden und die Reisenden auf den Haltepunkten im gesamten Vogtland (nicht nur zwischen Plauen und Hof ) stundenlang in Eiseskälte am Bahnsteig stehen.

    Wegen des Ausfalls von Zügen verkehrt bis heute ein Busnotverkehr auf zwei Strecken im Vogtland.In Plauen ist es bei nur fünf Minuten Umsteigezeit ein Glückstreffer den Bus zu finden, da es nichtmal einen Hinweis gibt wo denn der Schienenersatzverkehr abfährt und die Bahnen aus Zwickau wegen verspäteter RE- Züge der DB nicht pünktlich in Plauen ankommen. Eine Kommunikation zwischen Bahn und Bus gibt es nicht und Zugbegleiter die früher die Reisenden zum Schienenersatzverkehr brachten sind völlig aus der Mode gekommen. In Adorf irren die Leute auf dem Bahnhof umher und suchen den Zug nach Falkenstein. Derweil steht für drei Leute ein riesiger Reisebus vorm Bahnhof mit der Zielanzeige BEV Adorf, Was immer das auch bedeuten soll ?! Auf Nachfrage erklärte der Busfahrer er fahre nach Zwotental und dann verkehrt der Zug nach Falkenstein.Es kommt vor dass der Bus wegen der Straßenverhältnisse den Bahnhof zu spät erreicht und der Zug schon weg ist. Offenbar hat man im Vogtland die vielen Sonntagsreden vergessen die in den neunziger Jahren von den Kommunalpolitikern gehalten wurden.Zu den Eröffnungsfeiern der übergroßen und pompösen so genannten Schnittstellen hieß es immer wieder dass Bus und Bahn vertaktet werden und in Auerbach eine Zentrale Leitstelle den Anschluss sicherstellen soll. Außer Spesen nichts gewesen !!

    Gerade wenn wegen des Winterwetters neue Kunden für die Bahn zu gewinnen wären versagt diese völlig. Dass unter diesen Bedingungen die Fahrgäste immer weniger werden und letztlich immer weniger Regionalzüge bestellt werden ist eigentlich klar.


  2. Jürgen E.
    05.01.11 um 17:02

    @ Kaeptnplauen

    Eigentlich sollte man meinen, dass bei solchen Witterungsverhältnissen die Menschen ihr Auto tatsächlich stehen lassen. Aber anscheinend haben es nur wenige gemacht, weil das Auto zuverlässiger funktioniert. Viele haben sich gedacht, lieber eine halbe Stunde lang das Auto freischaufeln (das hält warm ;) ) und dann über leidlich oder sogar gut geräumte Straßen zur Arbeit fahren, als frierend und ohne Informationen auf den nicht kommenden Zug zu warten. Es könnte daran liegen, dass die Menschen sich noch an den Winter 2009/2010 erinnern und den Versprechungen des Bahnvorstandes keinen Glauben geschenkt haben.

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