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Hendrik Hering: Bund spart Bahn kaputt

12.01.11 (Allgemein) Autor:Jürgen Eikelberg

Der rheinland-pfälzische Wirtschafts- und Verkehrsminister Hendrik Hering (SPD) wirft der schwarz-gelben Bundesregierung vor, die Bahn durch ihre Sparpolitik nachhaltig zu zerstören. Er forderte die Regierung auf, insbesondere auf die Dividendenzahlung der Deutschen Bahn zu verzichten, bzw. dafür zu sorgen, dass das Geld dem Verkehrsträger Schiene zugute kommt und keine Haushaltslöcher gestopft werden.

Hering warf Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer und den Verkehrspolitikern der Koalition vor, die Interessen der Bahn-Kunden nicht wirkungsvoll zu vertreten. Wenn nach Ansicht des FDP-Verkehrspolitikers Patrick Döring die Bahn genug Gewinn erwirtschafte, um sowohl 500 Millionen Euro Dividende an den Bund als auch zusätzliche Investitionen bezahlen zu können, zeige dies eine absolute Verkennung der tatsächlichen Situation.

3 Responses


  1. Jürgen E.
    12.01.11 um 15:19

    Angesichts von 1,8 Milliarden Gewinn der DB AG im Jahr 2009 und erwarteten 2,2 Milliarden im Jahr 2010 kann ich nicht erkennen, das die Bundesregierung die Bahn kaputt spart. Der heutige Zustand der DB AG ist der Ära Mehdorn und den Verkehrsministern Stolpe und Tiefensee (beide SPD) geschuldet.

  2. Und der Verkehrsminister Ramsauer (CSU) gibt nur leere Worthülsen von sich ohne Taten folgen zu lassen. Dabei vergisst er, dass sein Ministerium das Ruder in der Hand hat, wie es mit der Deutschen Bahn weitergeht.


  3. Jürgen E.
    12.01.11 um 22:06

    @ Sven Steinke

    Es ist sicher noch zu früh, um über Erfolg oder Misserfolg eines Verkehrsministers Ramsauer zu urteilen. Schnelle Abhilfe ist ohnehin nicht zu erwarten. Dafür haben die Vorgänger zu viele Baustellen hinterlassen. Selbst wenn man heute einige Milliarden in die Hand nähme, einen Erfolg wird man erst in einigen Jahren sehen. Und wer heftet sich dann den Erfolg an die Brust? Vielleicht eine Renate Elly Künast, die dann möglicherweise Verkehrsministerin ist?

    Kein Schwein denkt noch daran, dass sie einst im Kabinet Schröder dem Börsengang zugestimmt hat.

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